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 Hauptquatier von Dunathons Gilde

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Dunathon Lirapein
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BeitragThema: Hauptquatier von Dunathons Gilde   Sa Jul 07, 2012 2:48 am

Ich sitze mit gebeugtem Kopf über einem riesigen, in Leder gebundenen Buch, in dem über alle Aufträge penibel Buch geführt wurde, über Opfer, ausführenden Assassinen, Preisklasse, Auftraggeber, möglicherweise Zeitlimit, ob der Auftrag erfolgreich abgeschlossen wurde und ob bezahlt wurde, im Falle einer Verneinung von letzterem außerdem die Vorgehensweise, in den meisten Fällen ein Ultimatum, aber manchmal auch sofort Liquidierung, wenn die Person als Unglaubwürdig einzustufen ist. Letztendlich suche ich nur nach einer Leeren Zeile in der Spalte 'Ausführender Assassine', weil ich mal wieder selbst einen Auftrag brauche, ich habe einfach viel zu lange nicht mehr selbst jemandem die Kehle aufgeschnitten und langsam vermisse ich das Gefühl der Jagd, eben ein Meuchelmörder durch und durch, der dafür geschaffen ist. Ich seufze, so viele Aufträge, bei denen noch kein Erfolgreicher Abschluss vermerkt ist, sind deprimierend, immerhin gilt die Gilde als die beste in der ganzen Stadt und auch in vielen anderen Städten, was schon ungewöhnlich genug ist. Ich schließe für einen Moment das gesunde Auge und senke den Kopf. Lydia hat eindeutig Recht, ich bin nicht für Verwaltungsaufgaben geschaffen, ich werd hier irgendwann noch wahnsinnig, wenn ich nicht bald nen Auftrag in meiner Preisklasse finde, den noch keiner an sich gerissen hat.... Und mit den Auszubildenden muss ich auch noch weiter machen, unfähige Stümper! Ich schüttle entnervt den Kopf, wissend, dass das nicht fair ist und jeder der Neulinge sein bestes gibt, immerhin war auch ich mal ein Neuling, der keine Ahnung hatte und sich dazu auch noch davor fürchtete, andere zu töten, nachdem seine Eltern gestorben waren. Natürlich, das ist über tausend Jahre her, aber ich war mal wie diese Jungspunde und selbst, wenn ich das weiß, bin ich eigentlich viel zu hart zu ihnen. Nach einem kurzen Moment beuge ich mich wieder über das Buch und blättere ein paar Seiten weiter, bis mir ein Auftrag ins Auge fällt, die Zielperson und die Preisklasse stimmen, aber leider ist der Auftrag schon vergeben, an meinen persönlichen Schüler, der eigentlich längst keiner mehr ist, Sascha Riva, er könnte längst ein Gildenmeister sein, aber ich mache ihm das Leben drei mal schwerer als jedem anderen Mitglied, ganz einfach, weil er ein Mensch ist und ich bis heute der Meinung bin, er wäre so was wie mein Problemkind. Dass das nicht stimmt sehe ich jeden Tag aufs Neue, aber ich habe ihm, seit ich ihn zu einem vollwertigen Mitglied der Gilde gemacht habe, keine Beförderung gegeben, auch, weil andere, ältere und bei weitem erfahrene Assassinen mit nicht ganz so guter Erfolgsquote mir keine Ruhe mehr lassen würden, weil ich einem Menschen, der somit nicht mal ein Mitglied unserer Rasse ist, eine Beförderung gewähren würde, ihnen selbst aber nicht. Und außerdem denke ich, dass Sascha was fehlen würde, wenn er mehr Bürokram zu erledigen hätte, als das Gelingen seiner Aufträge zu melden und dafür eben weniger raus könnte. Mit einem Knall klappe ich das Buch zu, ich habe keine Lust mehr, nach einem Auftrag zu suchen, nachdem mir all das, was mich an der Aufgabe als Gildenmeister nervt, wieder im Kopf rumgegangen ist.

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Sascha Riva

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BeitragThema: Re: Hauptquatier von Dunathons Gilde   So Jul 08, 2012 8:42 am

Sascha erreichte gerade das Versteck der Assassinen. Es war kaum eine Woche her seit er aufgebrochen war, einen der Bandenchefs der hiesigen Unterwelt aufzuspüren und aus dem Weg zu räumen, aber es kamihm wie eine Ewigkeit vor. Schwungvoll öffnete sich die schwarze Tür, nachdem er die korrekte Losung ausgesprochen hatte. Er musste sich etwas bücken, um hineinzugelangen, die Tür war nämlich für dunkelelfische Verhältnisse gebaut worden, nicht für Menschen. Im Inneren herrschte wie immer eine gewisse Kälte, und es war stockdunkel. Dennoch hatte Sascha keine Probleme sich hier zurechtzufinden; das Reich der Dunkelelfen und die Gilde waren seit seiner Kindheit seine Heimat, nirgendwo sonst fühlte er sich so zuhause wie hier. Ohne daran zu denken ließ er ein wenig Magie in seine Augen und seine Maske fließen; die fein gefertigten Linien auf der Maske begannen in einem sanften Blauton zu leuchten, und er nahm seine Umgebung wahr. Durch diese Weise der Sicht leuchtete für ihn die Welt in einem matten Blau, aber sie erlaubte ihm auch bei tiefster Nacht scharf zu sehen-vielleicht sogar noch besser als tagsüber. Sein Vorbild waren die Dunkelelfen gewesen; im laufe der Jahre hier hatte er sie beobachtet, und imitierte mithilfe seiner Magie ihre Eigenschaften. Anfangs wurde er deswegen ausgelacht-bisweilen bis heute. Aber das kümmerte ihn nicht; diese Leute waren seine Familie, seine Vorbilder. Er hat nie etwas anderes kennen gelernt, und er wollte es auch nicht. Er war glücklich.

Obwohl er sich innerlich freute, wirkte er nach außen kühl, ja beinahe emotionslos. Mit ausdruckslosem Gesicht bewegte er sich durch die Gänge. Für Dunkelelfen waren das schon fast Hallen-das konnte Sascha nur Recht sein. Sonst müsste er sich ja ständig bücken. Seine Größe stellte anfangs tatsächlich ein Problem dar; er konnte sich noch gut an den Anfang seiner Ausbildung hier erinnern. Dunathon hat ihn häufig eingesetzt um ältere Studenten den Kampf gegen größere Gegner mit höherer Reichweite beizubringen. Insgesamt war er ziemlich häufig der Prügelknabe gewesen, was seinen Eifer aber nie bremste. Er wusste, dass Dunathon mit ihm ein Risiko einging: einen Menschen den Beitritt zur Gilde ermöglichen, der noch dazu magisches Potential hatte welches er vielleicht nicht kontrollieren kann? Es war eine schwierige Zeit. Aber damals geschah auch das undenkbare-er hatte bis dahin keine Anfängerausbildung genossen-und trotzdem gelang es ihm nach einiger Zeit, die Kämpfe gegen die älteren Schüler zu gewinnen. Das ging so weit, dass die Bedeutung des Tests von Dunathon geändert werden musste: die Schüler sollten nicht länger lernen, körperlich überlegene Gegner zu schlagen, sondern ihnen auszuweichen und zu entkommen. Natürlich trug das nicht gerade zu Saschas Beliebtheit bei, aber es brachte ihm einiges an Respekt ein. Dann wurde er offiziell in die Gilde aufgenommen, als vollwertiger Assassine und einer der besten seines Jahrgangs. Von den Neulingen wurde er nicht länger verachtet, sondern respektiert-mit einer Prise Ehrfurcht. Und die anderen Assassinen? Persönlich hatten sie bestimmt noch einige Bedenken, aber wenn es beruflich wurde waren sie Kameraden.

Schließlich erreichte er Dunathons Offizium. In letzter Zeit war der Gildenmeister kaum in Erscheinung getreten. Die Ausbildung der Neuen überließ er anderen, und Aufträge konnte er kaum noch welche annehmen. Er beschäftigte sich intensiv mit der Verwaltung der Gilde. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen; sicherlich könnte er mittlerweile eine kleine Armee ausheben und sich sein eigenes Reich erobern. König Dunathon...nein, Unsinn. Dann müsste er ja noch mehr Papierkram erledigen. Dunathon war in erster Linie Krieger, das war Sascha klar, und sobald er jemanden fand der seinen Ansprüchen genügt würde er ihn ohne zu zögern als Verwalter einsetzen. Dass er so jemanden aber noch nicht gefunden hatte lag daran, dass seine Ansprüche extrem hoch waren. Die Gilde war ihm wichtiger als alles andere. Sie war seine Familie-er sah sich sozusagen nicht nur als Meister sondern auch als Vater, und die Assassinen sind seine Kinder-auch Sascha, aber das würde er nie zugeben. Sacht klopfte Sascha an und legte seine Maske ab; es wäre unhöflich maskiert vor Dunathon in Erscheinung zu treten. Meister Dunathon, ich muss mit euch sprechen. Darf ich eintreten?
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Dunathon Lirapein
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BeitragThema: Re: Hauptquatier von Dunathons Gilde   Di Jul 31, 2012 1:48 pm

Na also. Endlich eine Ablenkung aus dem grauen Alltag. Natürlich, keine besonders große, wie oft pro Tag kommt jemand in mein Büro, nur, um sich letztendlich einen neuen Auftrag abzuholen. Jedem von ihnen würde ich gerne den Hals umdrehen, ich sitze hier in einem kleinen und sogar ziemlich stickigen Raum, mache die ganze Arbeit und die haben ihr Vergnügen. Ich weiß zwar durchaus und aus eigener Erfahrung, dass Aufträge auch Risiken bergen und oft nicht zu unterschätzende, aber es ist immer noch besser, als über der Buchführung zu sitzen, nicht zu wissen, was man tun soll und irgendwann seine hart antrainierten Fähigkeiten einrosten zu lassen. Natürlich, ich trainiere, damit eben das niemals passiert, aber es ist etwas anderes, ob man trainiert, sogar mit verbundenen Augen, oder, ob man seinen Job macht und jemanden tötet. Es ist nicht die selbe Art der Gefahr und nach und nach macht es einen wahnsinnig, seiner Bestimmung nicht mehr nachkommen zu können. Ich seufze, vor Sascha, wie auch vor meinen Kindern, sehe ich keinen Grund, mein entstelltes Gesicht zu verbergen und so nehme ich, bevor ich antworte, die Maske, die mein verunziertes Antlitz verbirgt, ab. Er ist so etwas wie ein Sohn für mich und wenigstens dieses Vertrauen, dass er vor keinem aus der Gilde über den Zustand meines linken Auges spricht. >>Natürlich, komm herein. Worum geht es?<< Noch bevor die Tür sich auch nur einen Spalt breit öffnet, blicke ich schon wieder auf die Seiten des dicken Wälzers und suche die Zeile, die ich mir eben schon angesehen hatte, weil ich gehofft hatte, diesen Auftrag selbst ausführen zu können, den sich aber Sascha schon unter den Nagel gerissen hatte. Wegen seiner Effizienz kann ich mir schon denken, dass ich mir die Frage, ob er diesen Mann, der sich hier bei den Dunkelelfen sein Versteck gesucht hatte, töten konnte, immerhin ist er immer noch einer meiner besten Männer und uns wurde auch ein hoher Preis versprochen, jedoch nichts genaueres, nur, dass es sich wohl nicht um Geld handeln würde. Normalerweise würde ich mich gegen diese Art der Bezahlung entscheiden und auf die übliche bestehen, aber jetzt bin ich neugierig, was das für ein Lohn sein soll, der nicht in Gold aufzuwiegen ist und der uns versprochen wurde, für einen etwas schwierigeren Mord. Natürlich, sich auf so einen Handel einzulassen, kann man im Nachhinein durchaus bereuen, aber ich denke, dass der Kerl schon gewusst haben dürfte, dass ich es gar nicht gerne sehe, wenn man mich hereinlegt und dass ich mich wohl rächen würde, wenn dem so wäre, was in dem Fall nicht mehr einfach gnädigerweise den Tod bedeutet, sondern einen extrem langsamen und eindeutig schmerzhaften Leidensweg, bevor das erlösende Gift gegeben wird, das den Leiden des Opfers ein Ende bereitet. Ich warte, bis mein persönlicher Schüler eingetreten ist, dann blicke ich ihn mit dem für mich typischen, strengen Blick an. >>Hast du deinen Auftrag ordnungsgemäß beendet? Was war diese 'besondere Belohnung'? Denkst du, sie war den Auftrag wert oder meinst du eher, dass wir uns haben linken lassen und wir uns den Auftraggeber vorknöpfen und ihn entweder zur normalen Zahlung überreden oder sofort umbringen sollten?<< Ich blicke meinen Schüler - im Vergleich zu den anderen Assassinen immer noch sehr jung - ruhig an, es ist schon ein Wunder, dass ich ihm all diese Fragen stelle und mich nicht einfach selbst von dem Nutzen dieser Belohnung, was auch immer sie war, überzeuge. Aber was das angeht, bin ich ein bisschen arrogant, ich habe die Ausbildung dieses Jungen schließlich selbst in Angriff genommen und auch, wenn es seine eigene Mutter gewesen war, die ihn zu dem gemacht hatte, was er war, so war ich es, der ihn letztendlich geformt und somit geschaffen hatte, er ist mehr meine Schöpfung, als ihre. Und ich denke, dass ich seinem Urteilsvermögen so weit vertrauen kann. Und wenn er sich irren sollte, kann ich die Entscheidung ja auch immer noch revidieren, egal, welche ich letztendlich getroffen habe, also ein Geschäft, in dem ich nicht verlieren kann und außerdem kann Sascha, sollte er sich geirrt haben, immer noch etwas dazulernen. Ich seufze und streiche über meinen kahlen Schädel, eine gewohnte Bewegung, wenn ich ungeduldig bin, früher hatte ich mir dabei Haare aus dem Gesicht gestrichen, aber jetzt, wo mein Schädel kahl ist, ist es einfach nur noch eine Gewohnheitssache, die ich nicht mehr wirklich loswerde und es ist mir sogar unangenehm, über das verbrannte Fleisch der rechten Hälfte meines Kopfes zu streichen, es fühlt sich seltsam und störend an und manchmal würde ich das, was noch an Narbengewebe da ist, am liebsten mit einem Messer bearbeiten, um daraus eine glatte Fläche zu machen und nicht mehr mit ner Kraterlandschaft auf dem Schädel herum zu laufen.

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Sascha Riva

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BeitragThema: Re: Hauptquatier von Dunathons Gilde   Di Aug 07, 2012 10:19 am

Als Sascha in den Raum und vor Dunathons Schreibtisch trat nahm er Haltung an und verschränkte die Arme hinter seinem Rücken. Da er nicht auf Dunathon herabblicken wollte-nicht wegen seinen Narben (die hatten ihn noch nie wirklich erschreckt, vielmehr hatte er Dunathon bewundert all diese Verletzungen überlebt zu haben) sondern aus Respekt-blickte er geradeaus, als er Bericht erstattete: Ich habe den Auftrag gemäß der angegebenen Kriterien durchgeführt. Keine Zeugen, weder Zivilisten noch Komplizen des Ziels, es sieht wie ein Selbstmord aus, keiner würde den Auftraggeber, ja nicht einmal uns damit in Verbindung bringen. Neben der üblichen Bezahlung in barer Münze bestand der Kontakt darauf dass ich euch etwas überbringe. Sascha holte einen Briefumschlag hervor und wiegte ihn etwas in seiner Hand. Ich habe ihn überprüft, durfte ihn aber nicht lesen. Der Kontakt sagte, ihr wüsstet schon was damit zu tun sei. Ich habe keine Spuren von Magie oder Schwarzpulver an dem Brief festgestellt. In der Tat scheint es tatsächlich nur ein Brief zu sein-nichts weiter. Ich vermute es liegt eine Art Codeschrift vor um den Inhalt des Briefes zu schützen. Er legte den Brief auf den Tisch; das Siegel war noch intakt. Sascha war vielleicht von seinen Fähigkeiten überzeugt, aber er würde niemals einen Kontakt der Gilde hintergehen. Diese Leute waren zwar meist höchst merkwürdige-wahrscheinlich sogar kriminelle-Subjekte, aber sie waren mitunter die Versorgung der Gilde. Und wer war dieser Tage schon nicht schuldig? Alle haben irgendwo Dreck am Stecken. Trotzdem sollten sie Vorsicht walten lassen, Meister. Vielleicht können wir etwas mehr über dne Kontakt herausfinden-er vergibt ja öfter Aufträge an uns aber etwas so seltsames hat er noch nie getan. Wenn ihr wünscht suche ich ihn auf und unterziehe ihn einer genaueren...Befragung. Eigentlich hielt Sascha nichts von Folter. Aber er wollte nicht dass sein Meister sich die Hände schmutzig macht-oder ein übereifriger Novize es übertreibt und eine wichtige Geldquelle ausschaltet. Aber irgendetwas an diesem Brief machte ihn nervös-er hatte ihn auf seinem Weg hierher immer wieder überprüft aber keine Magie festgestellt. Und doch...da war irgendwas. Und das gefiel Sascha gar nicht. Er wollte seinen Meister nicht gefährden, aber wenn irgendjemand weiß was es damit auf sich hat, dann war es Dunathon. Außerdem hätte der Gildenmeister es sowieso herausgefunden; er kannte seine Schüler, und selbst die kleinste Veränderung in Saschas Verhalten wäre ihm aufgefallen. Da hatte er keine Zweifel.
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Dunathon Lirapein
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BeitragThema: Re: Hauptquatier von Dunathons Gilde   Di Okt 09, 2012 1:24 am

Ich nicke immer mal wieder ruhig, während ich Saschas Bericht lausche. Nichts anderes hatte ich von meinem Schüler erwartet, er arbeitet schnell und effizient, so viel ist klar. Und dass es diesmal nicht anders sein würde, konnte ich mir wohl auch denken. Und doch erfüllt es mich wie einen Vater jedes Mal mit Stolz, wenn er einen Auftrag mit einer solchen, präzisen Genauigkeit erledigt. Es zeigt mir, dass ich mich für den richtigen Schüler entschieden habe, als ich den Jungen damals mit mir nahm, er bringt meiner Gilde genauso Ehre wie jeder andere Assassine. Und dass er den Umschlag unseres Auftraggebers – mein Gefühl sagt mir, dass es sich dabei um einen weiteren, wahrscheinlich höchstbrisanten Auftrag handelt – nicht angerührt hat, sondern ihn mir so überreicht, wie er ihn erhalten hat, zeigt mir, dass er mir ein treuer Schüler ist, der mich wohl niemals hintergehen würde.
Er hat gut daran getan, den Umschlag zu überprüfen, auch, wenn ich solche Dinge niemals mit bloßer Hand anfasse. Keine Magie hört sich schon mal gut an, der letzte magische Umschlag, den ich erhalten habe, war dafür verantwortlich, dass ich das Gehör auf einem Ohr verloren habe. Ich ziehe zwei dicke Lederhandschuhe an und entzünde eine Kerze, dann blicke ich Sascha an. >>Du hast gut daran getan, den Umschlag nicht zu öffnen. Es gibt mehr als einhundert Gifte, die durch bloße Berührung in die Haut eindringen und einen Menschen qualvoll töten können. Selbst ich berühre einen Brief niemals mit der bloßen Haut. Sieh zu und lerne.<< Ich nehme den Umschlag mit einer Zange und halte ihn so über die Flamme, dass er kein Feuer fängt, aber das Siegel schmilzt und er erhitzt wird, eine weitere Vorsichtsmaßnahme. Viele Gifte werden durch Hitze unschädlich gemacht und auch, wenn andere sich dadurch in der Luft verteilen können, habe ich das Gefühl, dass der, der den Brief an Sascha weitergegeben hat, wenn dann wohl nicht so weit gedacht hätte, dass ich das Siegel mit Feuer lösen konnte.
Ich ziehe den Brief aus dem Umschlag, während ich meinem Schüler lausche, er ermahnt mich, seinen Meister zur Vorsicht, das ist gradezu lachhaft, aber es ist nun einmal seine Art und es zeigt wenigstens, dass er mir treu ergeben ist. Bei dem Angebot, unseren Auftraggeber einer genaueren Befragung zu unterziehen, winke ich nur seufzend ab, jung und ungeduldig wie Sascha noch ist, hätte er uns einer Geldquelle beraubt. >>Nein, das ist nicht gut fürs Geschäft. Natürlich, du würdest ihn nicht töten, da vertraue ich dir voll und ganz, aber seine Stammkunden zu verärgern ist auch nicht klug. Selbst, wenn wir die besten sind, wird ihn das beleidigen und er wird sich wahrscheinlich an die Konkurrenz wenden. Wenn da was nicht stimmt, dann werde ich das schon merken.<<
Ich prüfe den Umschlag noch mal, natürlich, Sascha hat keine Magie feststellen können, aber manche Umschläge werden aus einem speziellen Brokat hergestellt, um genau das zu verhindern, In sie sind dünne Fäden von Schattenstahl eingewebt, die die Magie des Inhalts für gewöhnlich zuverlässig aufsaugen, aber die kann ich hier nicht erkennen, der Brief an sich dürfte also relativ sauber sein. Ich halte ihn mir unter die Nase und rieche daran, sollte Gift an ihm sein, so ist es mit Sicherheit nicht pflanzlich oder tierisch, das hätte ich soeben bemerkt. Also wohl wirklich nur ein ganz normaler Umschlag und nicht weiter gefährlich. Ich falte ihn auseinander und beginne, zu lesen.

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Sascha Riva

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BeitragThema: Re: Hauptquatier von Dunathons Gilde   Do Nov 29, 2012 4:05 am

>>Du hast gut daran getan, den Umschlag nicht zu öffnen. Es gibt mehr als einhundert Gifte, die durch bloße Berührung in die Haut eindringen und einen Menschen qualvoll töten können. Selbst ich berühre einen Brief niemals mit der bloßen Haut. Sieh zu und lerne.<< Sascha beobachtete interessiert, wie der Assassinenmeister den Brief auf vielfältige Art und Weise untersuchte. Als er seinen Vorschlag zur Befragung des Auftraggebers ablehnte, nickte Sascha sacht, behielt aber ansonsten eine ausdruckslose Miene. Dunathon legte den leeren Umschlag beiseite, neben das dicke Buch über die Geschäftsführung der Gilde. Der Mensch warf einen kurzen Blick darauf: viele der Assassinen waren unterwegs, was wohl dem Umstand zu verdanken war dass die dunkelelfische Assassinengilde so etwas wie Monopol auf ihren Dienstleistungen innehatte. Es gab immer mal wieder Konkurrenz-doch meist war sie entweder nicht so zuverlässig oder weniger 'langlebig'. Diese kleineren Gilden bekriegen sich gegenseitig oder ihre Mitglieder wandern ab. Die Gründe können sehr vielfältig sein: meistens ging es ums Geld. Dann suchten sie Dunathon auf-sofern es sich um Dunkelelfen handelte. Andere hatten kaum Chancen aufgenommen zu werden, selbst Sascha hatte neben seinem Talent auch etwas Glück gebraucht. Wieder andere verfolgten ihre Überzeugungen; solche Individuen waren allerdings sehr selten, da ein eigensinniger Geist die Lebenslänge stark verkürzen kann. Doch gerade diese 'überzeugten Streiter für eine Sache' waren schwer zu töten und sehr begehrt. Sascha unterschätzte solche Gegner niemals, und schätzte sie als Freunde. Mittlerweile hatte Dunathon den Brief auseinandergefaltet und begann ihn zu Saschas Überraschung laut vorzulesen:

>>Sehr geehrter Meister Dunathon Lirapein,

Ich hoffe ihr verzeiht diese unpersönliche und wahrscheinlich etwas befremdliche Herangehensweise meinerseits. Aus Sicherheitsgründen konnte ich mich allerdings nicht eurem Assassinen oder eurem Auftraggeber zeigen. Ich bitte auch meinen Wunsch nach Anonymität zu verstehen; aber ich kann euch versichern dass ich weder euch noch eurer Gilde etwas antun will. Ich habe viel riskiert als ich diesen Brief abschickte, und ich riskierte noch mehr als ich die hier niedergeschriebenen Informationen zusammentrug und zusammenfasste. Ich nehme an ihr kennt die Organisation, deren Mitglieder sich selbst als 'Chaospriester' bezeichnen? Ihre Ziele stellen eine Gefährdung der Ordnung Dremorias dar, und ihre Aktivitäten nahmen laut meinen Quellen in letzter Zeit stark zu. Ihre Agenten unterwanderen die Regierungen aller Völker unserer Welt. Ein Krieg könnte bevorstehen, aber dieser wird nicht wie jeder andere ablaufen, wenn die Priester ihre Finger im Spiel haben. Ich befürchte, sie könnten sämtliche Faktoren, die ihre Pläne gefährden, vernichten. Früher oder später also auch mich und eure Gilde. Dazu will ich es aber nicht kommen lassen; in diesem Brief habe ich sämtliche Informationen über die Chaospriester zusammengetragen, die ich über Jahre hinweg angesammelt habe. Mir selbst fehlen die Mittel, aber ihr könnt diese Informationen nutzen um die Organisation der Chaospriester einen schweren Schlag zu versetzen und ihre Pläne zurückzuwerfen, oder ganz zu vereiteln. Natürlich würde ich auch für eine entsprechend große Belohnung sorgen, solltet ihr mit eurem Auftrag Erfolg haben. Ich werde euch dann erneut kontaktieren.<<
Dunathon schwieg und las offenbar konzentriert die zweite Hälfte des Briefes, welche die Details über die Priester enthielt. Saschas Augen hatten sich vor Überraschung geweitet, er dachte fieberhaft nach: 'Können wir diesem Fremden trauen? Auf der anderen Seite...können wir es riskieren, eine solche Gelegenheit entgleiten zu lassen?'
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