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 Das Lager der Zirkustruppe

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Jashin Aesis

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BeitragThema: Das Lager der Zirkustruppe   Do März 01, 2012 5:21 am

Hier, mitten in einem kleinen Wäldchen ein paar Kilometer vor Rorikstead, befindet sich das derzeitge Lager von Darques Schauspiel-und Zirkustruppe. Die Wagen stehen um eine große Feuerstelle herum, zwischen einigen wurden Seile gehangen, um Wäsche daran aufzuhängen. Überschattet wird das ganze jedoch von dem gewaltigen Zirkuszelt, welches die Zigeuner vor kurzem aufgebaut haben. Das innere gleicht schon fast einem Kolloseum, hunderte Zuschauer könnten auf den derzeit noch leeren Rängen Platz finden. In der Mitte liegt ein gut 75 Fuß durchmessendes Sandareal, auf dem die Schauspieler ihre Kunststücke vorführen können. Schließlich sind ca. 15 Meter über dem Boden noch einige Haken und Ösen für Seile an den Pfeilern befestigt, die das Zelt stützen. Hier vollführen die Künstler akrobatische, nahezu schon selbstmörderische Kunststücke mitten in der Luft.
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Darque
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BeitragThema: Re: Das Lager der Zirkustruppe   Mo März 12, 2012 10:08 am

Cf: Rorikstead

Dieser Jashin war durch und durch merkwürdig. Aber wer in Darques mehr oder weniger kleinen Familie war das nicht? Er nahm jeden auf, der bei ihm um Obdach und Arbeit bat. Und da kam eine ordentliche Mischung zusammen, Jashin wäre nicht mal aufgefallen. Gut, Dunkelelfen hatte er in seiner Truppe keine, aber jede Menge anderes illustres Völkchen. Werwölfe, die von der Gesellschaft verstoßen worden waren und die nicht wussten, wo sie hin sollten. Waisenkinder, die er aus schlimmen Verhältnissen oder der Straße geholt hatte. Halbdämonen, wie er und sein Bruder welche waren und die von keiner der beiden Seiten akzeptiert wurden. Hier waren sie alle eins: Zigeuner. Umhertreiber, Wandervolk, wie auch immer man sie nannte, sie waren eine Familie. Und sie waren die bekannteste und größte Familie. Darque war schon in so gut wie jeder Ecke der Welt mit seiner Familie gewesen und sie hatten alle schon einiges gesehen. Und je näher sie seinem Zirkus kamen, der schon fix und fertig aufgebaut war, desto tiefer und wärmer wurde das Lächeln des Halbincubus. Ja, hier war er zu Hause, dort war alles, was er liebte. Und kaum hatte er das Lager betreten, warf ihn erstmal eine Horde kleiner Kinder um. „Onkel Daaaaaaaaaarque, hast du uns was mitgebracht?“ Der Halbdämon musste schallend lachen, sie waren alle auf gewisse Art auch seine Kinder. Sicher, entweder hatten sie ihre Eltern hier im Zirkus oder waren Waisen, aber sie sahen ihn mindestens als Onkel. Gerade ihn, die herzloseste Kreatur dieser Welt... „Ihr kleinen süßen Racker, na los, runter von mir. Ich kann euch doch nicht jedes Mal was mitbringen, wenn ich in der Stadt bin. Außerdem haben wir einen Gast“ Er grinste, als er aufstand und einige der Kinder immer noch mit großen Augen zu ihm aufsahen. Andere beguckten sich indes Jashin. Und der Halbdämon grinste, während er die anderen begrüßte, einigen ein paar kurze Befehle erteilte und sich kurz mit einem alten Zigeuner unterhielt. Dann klatschte er ein paar Mal in die Hände. „Kinderchen, horcht doch mal, wir haben einen Gast, er wird bei uns auftreten. Also, deckt heute Abend für noch jemanden mit ein und seid lieb zu ihm. DJANGO! Keine Streiche! Steck die Schleuder weg oder es gibt keinen Nachtisch!“ Kinder, man musste sie einfach gern haben. „Tja Jashin, darf ich vorstellen, meine kleine Familie. Wir leben hier einer für alle und alle für einen. Sei gut zu ihnen, dann sind sie es zu dir. Ach ja, wir essen alle gemeinsam zu Abend und keine Widerrede, das gilt auch für dich. Das ist kein Geschenk, das ist eine Pflicht. Sogar ich sitze mit ihnen am Tisch und DJANGO! Hab ich nicht eben gesagt, du sollst die Schleuder weglegen? Hast wohl keine große Lust auf Nachtisch, was, junger Mann?“ Der kleine Junge mit den braunen Locken grinste ertappt und wuselte davon. Darque seufzte und schüttelte den Kopf, so waren Kinder nun mal...
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Jashin Aesis

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BeitragThema: Re: Das Lager der Zirkustruppe   Di März 13, 2012 1:59 pm

Als Aesis die Gruppe Kinder auf sich und Joker zurennen sah, wich er zunächst ein paar Schritte zurück. Er konnte nicht gut mit Kindern umgehen und sagte daher lieber zu wenig als zu viel. Er hatte schon öfter den Zorn von Eltern auf sich gezogen weil er in der Nähe ihrer Sprösslinge mit Details seiner abgeschlossenen Aufträge geprahlt hatte. Er verstand zwar nicht wieso Eltern ihre Kinder davo schützten-früher oder später würden diese sowieso die wahre Natur der Welt erkennen. Dennoch hatte er sich nach diesen Auseinandersetzungen die Nähe solch kleiner kreischender Quälgeister gemieden, doch immerhin konnte er durch ihr plötzliches auftauchen nun ein Detail über Joker erfahren. Als er den Jungen names Django gemaßregelt und die Meute fortgeschickt hatte, trat Aesis wieder an seinen Gastgeber heran: Hier lebt hier also? Ist ja drollig. Aber ich hätte nicht erwartet... Sein Gegnüber muss mittlerweile seine Unsicherheit bemerkt haben, daher sprach Aesis offen während sie in Richtung Zirkuszelt liefen: ...ich fürchte ich bin nicht so gut im Umgang mit Kindern. Pass auf, Stolperdraht. Der Junge von vorhin hatte wohl schon einen kleinen Streich geplant: direkt hinter der Stolperdraht stand ein Bottich mit ordentlich geseiftem Wasser, sollte wohl eigentlich zum Wäsche waschen verwendet werden, aber die Gelegenheit konnte der Kleine sich wohl nicht entgehen lassen. Jashin und Joker machten aber einfach einen etwas größeren Schritt, und schon war der Plan des Kleinen zunichte. Ich hoffe ich muss nicht rund um die Uhr auf so etwas achten. Wobei das eigentlich eine gute Übung wäre... Aesis begann zu grinsen: Ich hab's mir überlegt. Sag deinem Jungen doch bitte, er kann sich ruhig an mich austoben. Und wenn er mich erwischt, fang' ich ihm ein hübsches kleines Haustier. Nichts großes natürlich-ich hab gehört, Kinder finden Karnickel nicht nur zum essen toll. Versteh die einer. Wie auch immer, durch diesen Zwischenfall ist wohl deine kleine Tarnung aufgeflogen Darque-da ist es nur fair, wenn ich dir erlaube mich Aesis zu nennen. Jashin ist eher so etwas wie ein Titel, Priester oder Missionare des Jashinismus werden so genannt. Und noch etwas: Frag mich besser nie etwas über meine Religion. Ich werde schon von selbst auf dich zukommen. Das vorhin war knapp-ich musste meinem Herrn erst deinen Status als mein derzeitiger Meister klarmachen. Du kannst mich daher ruhig nach bestimmten Tätigkeiten fragen, die ich ausführe, oder nach Begriffen, die ich erwähne und über deren Bedeutung du nicht im klaren bist-wenn du aber direkt nach etwas heiligem wie unserem Kampfstil fragst, naja, dann kann die Lage schonmal schnell außer Kontrolle geraten. Du kannst dich geehrt fühlen. Wenn ich mich recht erinnere bist du der...Erste bei dem ich das anwende. Will nicht viel heißen, meine Erinnerungen sind etwas, ähem sagen wir eingestaubt.
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Darque
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BeitragThema: Re: Das Lager der Zirkustruppe   Mi März 14, 2012 11:04 am

Die Kinder, so viele Kinder... und auch, wenn Darque selbst keine leiblichen Kinder im Zirkus hatte, die kleinen Racker, die hier überall herum wuselten, kamen ihm manchmal fast wie seine eigenen vor. Viele von ihnen, so viele hatte er von der Straße geholt, es waren schmutzige, abgemagerte Dinger gewesen, die um ein Stück Brot gebettelt hatten. Er hatte ihnen mehr als das gegeben. Familie, Freunde, ein Zuhause, ein Leben – Einen Ort, wo sie hingehörten, gebraucht wurden und wo man sie liebte. Und dass er sich um jedes so gut kümmerte, wie er konnte, war dann selbstverständlich. Und dafür sahen sie ihn als Onkel, großen Bruder, vielleicht sogar als eine Art Vater. Aber selbst Kinder, leibliche Kinder? Nein, da seien Himmel und Hölle vor! „Drollig? Das hat noch keiner gesagt“ Darque musste lachen, ein Lachen, dass nur noch heller klang, als Jashin meinte, er könne nicht mit Kindern. „Keine Panik, mein Freund. Du wirst schon nicht zum Kinderhüten abkommandiert. Wir sind genug, die das freiwillig übernehmen. Danke für die Warnung. Django, noch einmal so etwas und ich werde ernsthaft böse“ Ja klar, er und ernsthaft böse. Es wäre nur ein bisschen Seifenwasser gewesen, eben ein kleiner Streich, das machten Kinder eben. Und als Jashin meinte, der Junge könnte sich ruhig an ihm austoben. Und wenn er es schaffte, würde er ihm ein Haustier fangen. „Ja, die Kinder hier kennen Kaninchen nicht nur im Suppentopf, aber sie wissen, dass man jedes Tier grundsätzlich essen kann, außer es hängt jemand an diesem Tier oder es wurde nicht zur Schlachtung geboren. Dann untersage ich es, ich habe selbst zwei Begleiter, bei denen ich nie zulassen würde, dass sie geschlachtet werden“ Beide hatte er aus schlechter Haltung oder kurz vor dem Tod gerettet. Und er hing heute an seinen beiden Schätzchen. Auf die Bemerkung, dass seine Tarnung aufgeflogen sei, grinste er nur. „Nicht unbedingt. Ich trage viele Namen, Joker ist nur einer davon. Und Darque, nun ja, das ist mein Hauptname, wenn du so willst. Aesis also... Ein ungewöhnlicher Name“ Jashinismus... Wirklich, erst Darque anfüttern und neugierig machen, aber nichts erzählen, fast unfair. Aber gut, wenn es die Regeln seiner Religion es so verlangten. „Aber, aber, ich bin doch nicht dein Meister, ich bin ein Freund. Wenn es dir deine Religion verbietet, darüber zu sprechen, werde ich nicht fragen. So halte ich es mit jedem“ Und das war nicht gelogen. „Nun, wir werden nicht jünger, nicht wahr... Ophidien, mein kleiner Liebling, da ist ja mein Schätzchen, aw, wo warst du denn, Papa hat sich Sorgen gemacht“ Die gigantische Kobra beachtete schon niemand mehr, sie war gewaltig groß, breit und strotzte nur so vor Muskelmasse. Sie war länger als drei hintereinander gestellte Pferde und sie war breit wie eine Kuh. Aber die Zigeuner hatten sich an das große Tier schon längst gewöhnt, Ophidien war im Prinzip auch zahm wie ein Lamm. Nur bedrohen durfte man ihn nicht und schon gar nicht seinen Schutzbereich unbefugt betreten. Aber jetzt war er satt, hatte gerade gejagt und grollte sacht, als sie den Kopf in Darques Hände legte und der sein 'kleines Schätzchen' sanft streichelt und auf die Nase küsste. „Naaa, sind wir jetzt satt, mein kleines Baby, hm? Ja, du bist satt, du warst fleißig, mein hübscher kleiner Schatz. Sieh mal Ophidien, ich habe dir doch von unserem Gast erzählt. Da steht er, also sei lieb, aber das bist du ja immer, mein kleines Herzchen. Aesis, das ist Ophidien, mein treuer Freund und Wächter. Ja, genau das bist du, genau das ist mein kleines Baby, ja genau, du bist mein Schätzchen, mein feiner Kleiner bist du“ Es war fast komisch, wie Darque mit dem riesigen Reptil umging, welches Aesis aus munteren, klugen Augen ansah und in seine Richtung züngelte, jedoch nicht den Kopf aus Darques Händen nahm, die neben dem gewaltigen Kopf fast zierlich wirkten.
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Jashin Aesis

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BeitragThema: Re: Das Lager der Zirkustruppe   Sa März 17, 2012 3:13 am

Auf ihrem Weg durch das Lager beschlich Aesis schon länger das Gefühl, beobachtet zu werden. Er sah sich unauffällig um und beschleunigte kaum merklich seine Laufgeschwindigkeit: Tut mir leid, aber ich weiß keinen anderen Ausdruck dafür, der dieser Bedeutung gerecht wird. Sieh es als eine Art Analogie. Auf den ersten Blick mag all das verwirrend sein, aber als Beauftragter dieser Religion fällt es einem schwer Dinge zu vergessen-es wird einem praktisch ins Gedächtnis gebrannt. Und außer dem Kodex habe ich... da vernahm Aesis ein leises Zischen hinter sich; sofort sprang er nach vorn, drehte sich im Sprung um und legte sie Hand an den Schaft seiner Waffe, aber was er sah ließ ihn instinktiv innehalten. Vor ihm war die größte Schlange, die er jemals gesehen hatte-Aesis war sich sicher, wenn das Vieh es wollte könnte es ihn mit einem Bissen verschlingen. Umso merkwürdiger erschien ihm Darques Verhalten-er schien mit dem riesigen Raubtier zu schmusen. Natürlich hatte er schon davon gehört dass die Leute gerne Haustiere hielten-Hunde, Katzen, Karnickel oder sonst was, ja sogar Echsen oder eben Schlangen-aber so einen Behemoth von Reptil zu sehen, an das sich sein Besitzer schmiegte, war mehr als seltsam. Aesis kamen langsam Zweifel, ob eine normale Schlange überhaupt eine solche Größe erreichen kann, oder ob hier ein böser Geist seine Finger im Spiel haben könnte. Und seit er Darques Augen gesehen hatte, glaubte Aesis auch nicht mehr dass dieser bloß ein Mensch war. Was auch immer hier vorging-im Moment war es offenbar nicht bedrohlich, und Aesis nahm die Hand von seiner Waffe: Ja, drollig passt bei dem Anblick tatsächlich nicht mehr. Eher befremdlich und etwas beängstigend. Ich habe noch nie in meinem Leben ein Wesen von derartigen Ausmaßen gesehen-für seine Art. Erinnert mich schon fast an einen Drachen ohne Beine und Flügel...ich hoffe ich muss nicht eines morgens aufwachen und feststellen, in seinem Inneren gelandet zu sein-obwohl es dort auch sehr geräumig zu sein scheint. Innerlich strich Aesis Kinder von Platz 1 der Liste der Dinge, die ihm unangenehm waren. Diesen Platz durften fortan Schlangen, die größer sind als Kühe einnehmen. Wenigstens konnte er noch Witze machen, war also alles halb so schlimm. Er jetzt bemerkte Aesis, dass die am Hintereingang des Zirkuszelts angekommen waren. Hier gab es hoffentlich irgendwo ein paar Lagerräume, er konnte es kaum erwarten sich an die Arbeit zu machen.
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Darque
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BeitragThema: Re: Das Lager der Zirkustruppe   Di März 20, 2012 11:31 pm

War da etwa jemand leicht paranoid? Darque spürte regelrecht, das Jashin sich unwohl fühlte... wenn er nicht unbedingt seine Schulden abbezahlen wollte, wäre er wohl gar nicht erst hier. Er war keiner der Männer, die sich gern unter Menschen und andere mischten, das sah man auf dem ersten Blick. Darque hatte gewisse Sorgen, dass der Dunkelelf sich hier wirklich eingliedern würde, das Lagerleben war nicht sein Stil. Wie kam er überhaupt darauf, dass er gerade auf diese Art seine 'Schulden' begleichen wollte? Mal abgesehen davon, dass er nicht mal Schulden hatte... Darque half jedem, der Hilfe brauchte und wenn der unterernährte Wanderer keine gebraucht hatte, dann wusste er auch nicht. Das es Religionen gab, die so etwas verboten, konnte er sich nicht erklären... aber Kulturen gab es bekanntlich tausende und selbst ein Zigeunerkönig wie der Halbdämon konnte nicht alle kennen. Man lernte doch selbst in seinem Alter nie aus.
Sehr viel interessanter war da die Reaktion auf sein... nun, Haustier war eigentlich fast falsch, Ophidien war ein Gefährte, ein treuer Freund und Wächter. Und eine kleine Attraktion war er zudem, auch wenn er die Kobra nie in den Shows auftreten ließ. Er lag während den Vorführungen eingerollte vor dem Wagen des Zirkusleiters und achtete darauf, dass ihn niemand betrat. Dass dabei mal der eine oder andere freche Dieb in seinem Magen landete... das kam schon mal vor. Wer aber auch so dumm war, sich mit dem gigantischen Reptil anzulegen, hatte es nicht besser verdient. Aber keiner, der dem Zirkus angehörte, brauchte die große Schlange zu fürchten. Ophidien unterschied zwischen Freund und Feind und griff niemanden an, der zu ihnen gehörte. Dennoch, Aesis schien von ihm beeindruckt zu sein, fast ein wenig sehr respektvoll. Darque grinste, während er der Schlange über die schwarzen Schuppen koste und leise zu dem Tier zischte und grollte. Er hatte mit den Jahren gelernt, Ophidien zu verstehen und seine Sprache zu sprechen, auch wenn er, wie auch mit Juron, seinem Hengst, geistig verbunden war. Aber es war doch schöner, direkt mit ihnen zu reden. „Also ich finde ja, Ophidien ist noch das drolligste, was ich hier zu bieten habe, nicht wahr, Schätzchen? Du bist doch so ein Lieber“ Ja, wenn man ihn nicht gerade ärgerte oder bedrohte. Allerdings musste der Violetthaarige lachen, als Aesis meinte, er wäre befremdlich und beängstigend. „Frag mich nicht, warum der Süße so groß geworden ist. Ich habe ihn erstanden, da war er nicht länger als mein Unterarm und kaum zwei Finger breit. Und jetzt, sieh in dir an, ein Prachtexemplar. Er hat schon etwas von einem Drachen, da muss ich dir recht geben, aber er ist sanft wie ein kleines Kätzchen und mindestens so verschmust. Und er frisst dich schon nicht, dafür ist er viel zu lieb“ Solange Aesis seinen Schutzbereich nicht verletzte... obwohl, selbst dann würde Ophidien ihn höchstens verschrecken und beißen.
Mittlerweile waren sie am Lager angekommen, die Kobra schlängelte sich ihnen hinterher und als sie im Lager standen, legte sich Darque den großen Kopf auf die Schulter und züngelte entspannt. „So, da wären wir“ Hier lagerte nun wirklich alles, was Aesis brauchen dürfte. Geordnet natürlich, das Schmiedewerkzeug hatte seinen Platz, Seile und Gerätschaften wie Flaschenzüge und ähnliches lagen ordentlich in ihren Kisten und Truhen, alles, was man so brauchte. Auch einige ausrangierte Ware war hier, alte Rüstungen, Waffen, alte Werkzeuge.... Darque ließ nichts verkommen, wofür sich nicht mindestens noch der Materialpreis raus schlagen ließ. „Also, du hast völlig freie Hand. Nimm dir, was du brauchst und...“ Der Halbdämon sah kurz von Aesis weg ins Lager hinein, zog die Augenbrauen in die Stirn und einen Moment lang funkelten seine strahlend blauen Augen. Ophidien fauchte leise und züngelte etwas aufgeregte. „Geh, du weißt, was zu tun ist. Mach kurzen Prozess“ Der Befehl war nur leise, fast nicht hörbar, aber die Kobra machte sich davon. Und schon wandte er sich wieder lächelnd Aesis zu. „Wie gesagt, wenn etwas fehlt, dann sag es nur. Ich muss sagen, deine Beschreibung hat mich neugierig gemacht, ich bin gespannt auf die Ausführung. So etwas hatte ich hier in all den Jahren noch nicht“ Nichts deutete darauf hin, was vor noch einigen Sekunden passiert war, Darque war ganz derselbe Kerl.
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Jashin Aesis

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BeitragThema: Re: Das Lager der Zirkustruppe   Sa März 24, 2012 6:03 am

Aesis wollte sich gerade an die Arbeit machen aber Darques vorheriges Verhalten lenkte ihn kurz ab. Misstrauisch sah er der Riesenschlange nach, die sich mit einem für ihre Größe beeindruckendem Tempo zum Lager davonmachte. Irgendwem wird dieses Vieh heute bestimmt den Tag gründlich verderben. Aesis behielt seine Neugier jedoch vorerst für sich und sah sich in dem Lager um. Eins musste man solchen Zirkusleuten lassen: ihre Ausrüstung und die Ordnung derselben stand in keinem Verhältnis zu ihrem sonstigen Auftreten. Aesis hatte einen riesigen Berg aus Schrott erwartet, den er erst einmal durchwühlen muss. Tatsächlich herrschte hier aber eine Ordnung, die manch eine Werkstatt verblassen ließe. Es dauerte nicht eine Minute und Jashin hatte die nötigen Materialien gefunden. Er fand neben einigen Ketten sogar Stahlseile und überlegre kur, welches Material sich wohl besser eignete. Schließlich entschied er sich für die Ketten, da Stahlseile auch mal schnell zu Schürfwunden an den Händen führen konnten. Als er zur Schmiede kam und sich die verschiedenen Werkzeuge ansah kamen ihm jedoch leise Zweifel, ob die Artisten dies alles hier tatsächlich selbst aufgebaut oder für die Werkzeuge bezahlt hatten. Es mochte zwar ein guter Zirkus sein, aber zuverlässige Schmiedeöfen oder Werkzeuge waren Mangelware. Zwar bezweifelte Aesis dass sie einen Schmiedeofen stehlen konnten-andererseits, der Direktor hält einen Riesenpython als Haustier. Hier sollte ihn eigentlich gar nichts wundern. Während Aesis über all das nachdachte, begannen seine Hände automatisch mit der Arbeit. Als er an die Schmiede trat, legte er seinen Mantel ab, der mit einem lauten Knall zu Boden fiel. Meine Obsidianstangen-die hab ich ja völlig vergessen. Aesis' 'Joker' im direkten Nahkampf waren seine Obsidianstangen, die er wie Armschützer in den Ärmeln seines Umhangs befestigt hatte. Wenn er sich mit einem Gegner ein Duell liefert, versucht Aesis meist seine Sense mit der Waffe des Gegners so zu verkeilen, dass er eine Hand frei hat. Mit einer kaum Wahrnehmbaren Bewegung kann er dann eine der einen halben meter langen, spitz zulaufenden Stangen aus ihrer Halterung lösen und dem Gegner einen tödlichen Stoß versetzen. Aesis musste lächeln. Der Gedanke an die verdutzten Gesichter seiner Gegner waren immer wieder erheiternd. Er blickte kurz nach draußen; mittlerweile war die Dämmerung angebrochen, draußen schienen sich alle bereitzumachen für das Abendessen. Sieht so aus als wäre ich soweit fertig. Ging ja schneller als erwartet. Ich sollte Darque für diese Chance danken. Beiläufig legte Aesis seinen Mantel an und trat gerade nach draußen, als er einen kurzen Lufthauch hinter sich spürte; sofort trat er einen Schritt zur Seite, und keinen Augenblick später knallte ein Eimer voller blauer Farbe auf den Boden wo er gerade noch stand. Er entdeckte den Täter zwar nicht, war sich aber sicher dass er zusah: Netter Versuch Django, mehr aber auch nicht. Mit breitem Grinsen machte er sich auf den Weg zur Feuerstelle, wo sich die Zigeuner mittlerweile an einem langen Tisch versammelt hatten. Darque war noch nirgendwo zu sehen, also setzte sich Aesis vorerst etwas abseits von den anderen hin.
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Darque
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BeitragThema: Re: Das Lager der Zirkustruppe   So Apr 01, 2012 3:02 am

Wenn Darque eins hasste, dann waren das diese ach so heimlichen Spione, die meinten, weil es ja so viele Zigeuner in diesem Lager gab, könnten sie sich einfach so untermogeln. Aber der Halbdämon kannte jeden seiner Leute genauestens, die meisten hatte er selbst von der Straße geholt, andere hatten sich ihm von selbst angeschlossen und jeder, der dem Cirque de Papillon beitreten wollte, musste erst an dem Violetthaarigen vorbei. Ophidien hatte den Fremden zuerst bemerkt und er hatte das getan, was mit allen Spionen gemacht wurde: Sie freundlich weggelobt. Was in dem Fall hieß, dass er sie entweder fraß oder davon jagte. In diesem Fall war es letzteres, schließlich war die große Kobra gerade erst von der Jagd gekommen. Und wenn der Spitzel bei der Miliz vorsprechen würde... nun, Darque grinste, als er Hals über Kopf vor seinem 'kleinen Liebling' davon lief. Aesis ließ er seine Arbeit machen, was nicht hieß, dass er unbeaufsichtigt war. Es hatte ihn immer jemand im Blick und Darque war nicht sehr weit weg. Er unterhielt sich mit einem alten Mann, den er gern liebevoll als Onkel Totoro bezeichnete. Er mochte den alten Zigeuner, der mit Abstand älteste Mensch hier. Er wusste, wie alle im Zirkus, von der wahren Natur des Halbdämons und Darque unterhielt sich einfach gern mit ihm, er war ihm fast ein wenig sein Großväterchen. Er fragte ihn auch, was er von Jashin hielt, wie es mit dem Dunkelelfen weitergehen sollte und ob es klug war, ihn hierher zu bringen. Darque spürte etwas bei ihm, dass er nicht ganz zuordnen konnte, aber Totoro konnte ihn beruhigen. Der alte Mann schaffte so etwas meist im Handumdrehen und den Halbdämon dauerte es, dass er wohl bald sterben würde. Aber die Menschen lebten nun mal leider nicht ewig, so sehr es es besonders bei diesem Menschen bedauerte. Er hatte ihm oft geholfen und Darque machte ihm seine letzten Jahre so gemütlich wie möglich. Er belastete ihn auch nicht länger, geleitete er ihn noch zum Feuer, damit er sich aufwärmen konnte und holte dann seinen Hengst Juron aus den Ställen. Oder was man eben provisorische Ställe nennen konnte. Juron war für ein Pferd ziemlich groß, hatte aber keine Übergröße wie Ophidien. Der hatte sich in Aesis Nähe zusammengerollt und beobachtete ihn aufmerksam. Darque widmete sich seinem Pferd, sprach leise zu dem Koloss von Hengst und striegelte ihn, bevor ihm ein spezielles Geschirr anlegte. Juron wurde auch für die Tiershows benutzt und die Voltigierkunststücke sahen schon recht spektakulär aus, ohne Training lief da aber nichts und auch Darque trainierte jetzt erst einmal. Tiershows waren immer eine etwas empfindliche Angelegenheit, auch er hatte den einen oder anderen Sturz hinnehmen müssen. So war das eben, wenn man nicht aufpasste. Aber jetzt saßen die Sprünge, Handgriffe und statischen Figuren mal so, wie sie sollten. Na ja, fast, Darque fand, dass er manches noch verbessern könnte. Aber so war das mit Künstlern, sie waren nie zufrieden mit dem, was sie schufen und konnten. Darque war in gewisser Weise ein Künstler, auch wenn er genauso gut ein Dieb, Zigeuner und ein König war. Er rieb seinen Hengst trocken, als er fertig war, pflegte ihn und führte ihn zurück in die Unterstände, um ihm seine Heuration zu geben. Auch zu ihm brummelte er leise, nach Pferdeart, wenn man so alte wurde wie er, dann lernte man, mit den Tieren umzugehen. Bis zum Abendessen erledigte er hier und da noch einige Handgriffe, kümmerte sich unter anderem um die Miliz, was in diesem Fall hieß, das er sie wie die hypnotisierten Eichhörnchen zurückschickte. Wobei Hypnose der richtige Begriff war. Erst, als der durchaus verführerische Geruch von gutem Essen durch das Lager wehte, machte er sich lächelnd auf zum Essensplatz. Und wie immer wurde auch schön artig gewartet, bis alle da waren. Darque war noch nicht mal der letzte, ein etwas missmutig dreinblickender Django und ein paar andere Zigeuner kamen noch nach ihm. Das gemeinsame Abendessen war etwas, worauf Darque in jedem Fall bestand. Es hielt ihre kleine große Familie einfach zusammen und es ließ ihn immer lächeln, wenn er sie so zusammen sah. Aesis sah er auch schon dabei, allerdings etwas abseits. Joker grinste, ging zu ihm und schlug ihm auf die Schulter. „Auf mit dir, mein Freund, niemand sitzt allein in unserer Gemeinde. Kinderchen, hört doch mal, wir haben einen neuen Bruder unter uns, heißt Aesis herzlich willkommen und sorgt dafür, dass er sich für die Dauer seines Aufenthalts hier wohl fühlt“ Die anderen Zigeuner lächelten, manche winkten, so kannte Darque seine Gefährten. „Leute, wir haben noch einige stressige Tage vor uns, die Miliz spioniert uns aus. Aber davon lassen wir uns nicht einschüchtern, wir sind Kinder des Windes und wir sind frei. Die Kette, die uns hält, hat noch keiner geschmiedet. Esst, trinkt, feiert einen weiteren Tag in Freiheit. Wir sind geboren, um zu genießen und genau das tun wir auch“ Beifall und einige jubelnde Pfiffe folgten dieser kleinen Rede, die Darque so oder ähnlich jeden Abend hielt. Und das war dann auch die Freigabe zum Essen, der Zigeunerkönig sorgte immer dafür, dass für seine Leute reichlich und gut zu Essen auf dem Tisch lag. Er selbst setzte sich selbst und langte nicht schlecht zu, auch ein so schlanker Halbdämon wie Darque musste etwas essen.
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Cieux
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BeitragThema: Re: Das Lager der Zirkustruppe   Di Apr 03, 2012 9:24 pm

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Schon den ganzen Tag lang, war der blauhaarige Halbdämon nicht im Lager gewesen. Meistens machte er das, um sich vor seiner Arbeit zu drücken, auch wenn er sie eigentlich gerne machte, doch es gab eben auch andere Dinge die ihn reizten und lockten. So kundschaftete er unheimlich gerne die Umgebung aus, in der sich ihr Lager befand und wie oft konnte er schon einen solch wunderschönen Wald erkunden? Meistens fand er ja doch keine Zeit dafür und dabei liebte er solche Wälder doch. Schließlich hatte er in einem Wäldchen auch seinen Hochzeitsring erhalten. Dies ist einer der Erinnerungen, an die Cieux wirklich gerne zurück denkt und, bei Gott, von diesen gab es in seiner Kindheit wirklich nicht viele. Darque und auch Cieux hatten es schon immer schwer gehabt. Sie waren einfach anders, als die meisten anderen und fast niemand wollte sie bis zu dem Zeitpunkt akzeptieren, als sie ihre Kräfte entdeckt hatten. Tja, und seitdem konnte ihnen niemand mehr widerstehen. Nun ja, so lange die beiden es wollten. Sie konnten ihre Kräfte ja auch durchaus in Zaum halten. Nur, die Leute hatten doch viel mehr davon, wenn sie diesen Anblick genießen konnten, anstatt, dass er sie anwidert. Die Meeresblauen Haare, die den Halbdämonen auszeichneten, wurden vom Wind in die verschiedensten Richtungen geweht und er konnte den Geruch des köstlichen Essens wahrnehmen. War es wirklich schon so spät, dass er es wahrscheinlich nicht einmal mehr schaffen würde, pünktlich bei den anderen zu sein, um mit ihnen essen zu können? Wie die Zeit doch verflog. Zwar war es schon etwas ärgerlich, aber so sehr der Blauhaarige es im Augenblick auch wollte, konnte er nicht einfach ins Lager zurückkehren. Im Augenblick, wollte er lieber die Stille in diesem Wald genießen und in seinen Gedanken versinken. Wie oft kam es denn schon vor, dass er oder auch sein Bruder ihre Ruhe hatten? Nun gut, Darque war jemand, der immer Stress hatte, auch wenn er keinen hatten. Es gehörte einfach zum Wesen seines Bruders. In dieser Hinsicht waren die beiden wohl doch etwas unterschiedlich, denn Cieux versuchte seinen Bruder immer mal wieder dazu zu überreden, sich auch einen Pause zu gönnen und sich etwas zu entspannen. Irgendwann würde er noch Falten von dem ganzen Trara kriegen und dann würde Darque sicherlich nicht mehr so gerne in den Spiegel gucken wollen. Cieux selber, war in dieser Hinsicht ja auch etwas anders. Er drückte sich gerne mal vor seinen Pflichten. Nun gut, dass, was wirklich wichtig war, lies der Halbdämon nicht einfach ungetan, aber etwas, dass auch ruhig noch warten konnte, warum sollte man sich da denn Stress antun? Normalerweise würde Cieux nun bei den anderen sitzen und zusammen mit ihnen das Abendbrot zu sich nehmen. Dennoch, der Halbdämon hatte es schon immer geliebt, die Orte auszukundschaften, in denen sie sich aufhielten. Auch wenn Darque diese Aktivität meistens nicht gut hieß, so machte Cieux trotzdem weiter. Schließlich konnte er auch gut auf sich selber aufpassen und er brachte ja niemanden von ihren Gefährten in Schwierigkeiten. Ab und zu, kam es zwar vor, dass eins der Kinder ihm folgte, aber so etwas blieb Cieux nicht lange verborgen und so passte er dann auch immer sehr achtsam auf seine kleinen Freunde auf. Da sie nun schon eine weile in diesem kleinen Wäldchen waren, hatte sich Cieux auch schon einige Mal hier umgesehen. Zwar nie so genau wie an diesem Tag, aber er hatte sich jedes Mal einen groben Überblick über die Situation verschafft. An diesem Tag hatte er einen kleinen See entdeckt, an dem er nun saß und einfach die Ruhe des Augenblicks genoss. Er versank für mehrere Momente einfach in seinen Gedanken und schaute hinaus auf das trübe Wasser. Die Atmosphäre, die um diesen See herrschte, zog einen einfach in seinen Bann. Es war fast so wie Magie, doch, dies hier galt einzig und allein dem Wunder der Natur. Seufzend erhob sich der Halbdämon nach einigen Augenblick jedoch. Er hatte ja doch Hunger und die anderen hatte er auch schon seit den frühen Morgenstunden nicht mehr gesehen und auch wenn er sich freute, wieder zurückzukehren, waren die Schritte des Halbdämons doch eher langsam. Der Geruch des Essens lies seinen Magen leise grummeln und unweigerlich musste er grinsen, auch, weil er seinen Bruder diesen Tag wahrscheinlich das erste Mal wiedersehen würde. Das kam davon, wenn man sich so gerne vor der Arbeit drückte, die ruhig noch etwas aufgeschoben werden konnte. Man musste sich von Darque fern halten oder ihm einfach so gut es ging aus dem Weg gehen. Jedoch wusste Cieux, dass das so gut wie unmöglich war, wenn sein Bruder jemanden wirklich finden wollte. Trotzdem ärgerte es ihn, schließlich war Darque sein großer Bruder und auch die anderen von ihren Gefährten hatte Cieux mehr oder weniger in sein Herz geschlossen. Irgendwo, waren sie schließlich alle in derselbe Situation. Als Darque schließlich wieder ins Lager kam, machte er sich sofort auf den Weg in die Richtung der Stimmen und des Geruchs des Essens. Als er Darque schließlich sah, grinste er einfach nur und bedeutete den anderen leise zu sein und nichts zu verraten. Außerdem erkannte er jemanden neues in ihrer Gruppe und nickte diesem ebenfalls lächelnd zu und formte mit den Lippen eins stummes 'Willkommen'. Er schlich sich an seinen Bruder an und verschränkte seine Finger vor den Augen seines Bruders, ehe er ihm seinen Kopf auf die Schulter legte. "Guten Abend zusammen und Guten Abend Bruderherz. Wie war dein Tag heute so? Ich habe ja schon gesehen, dass wir jemand Neues in unserer Runde haben." Lächelnd setzte sich Cieux einfach neben seinen Bruder und schaute zu dem weißhaarige Mann. "Freut mich, mein Name ist Cieux. Willkommen in unserer kleinen, aber dennoch fröhlichen Runde. Darf ich erfahre, mit wem ich das Vergnügen habe?" Es war doch immer wieder schön zu sehen, wenn sich jemand Neues zu ihnen geseelt hatte. Ob es nun für ein Leben war, oder nur für einige kurze Moment, aber dennoch freute sich Cieux über jede neue Bekanntschaft.
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Jashin Aesis

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BeitragThema: Re: Das Lager der Zirkustruppe   Di Apr 17, 2012 12:35 am

Aesis lief ein wenig rot an als Darque ihn der restlichen Truppe vorstellte. Sein Lächeln wirkte etwas gezwungen als er den anderen zunickte und sie danach gemeinsam ihre Gläser erhoben. Das Essen war gut, fast noch besser als Aesis Notration vom Mittag. Glücklicherweise schien jeder mit Essen beschäftigt zu sein, und sogar Django schien sich jetzt in Darques Gegenwart zurückzuhalten. Zumindest fand Aesis weder Würmer im Essen noch wurde er von irgendwo beworfen. Insgesamt war es die beste Mahlzeit die Aesis seit langem zu sich genommen hatte. Er war so sehr damit beschäftigt, dass er nicht den Neuzugang am Tisch bemerkte, der zunächst Darque und dann ihn begrüßte. Als er angesprochen wurde verschluckte er sich etwas und hustete ein wenig, dann räusperte sich Aesis: Hm -mh ähm, ja guten Abend. Verzeihung, mein Name ist Jashin Aesis. Er musterte seinen Gegnüber ein wenig. Seine Gesichtszüge sahen denen von Darque ähnlich, sie waren vermutlich Brüder. Aber an seinen Augen blieb Aesis etwas hängen. Sie strahlten nahezu in einem intensiven blau, in derselben Farbe wie Darques. Mittlerweile war Aesis so gut wie überzeugt dass die beiden keine Menschen waren-eine solche Ausstrahlung hatte er zumindest noch nie bei Menschen gesehen. War aber auch eigentlich einerlei, die beiden schienen alles andere als bedrohlich zu sein. Da machte er sich eher um die Riesenschlange sorgen. Nach einem Seitenblick auf Darque fügte Aesis noch hinzu: Nenn mich einfach Aesis. Ich bin heute erst zu euch gestoßen, Darque hat mir drüben in der Menschenstadt das Leben gerettet. Ich werde wohl die nächsten Wochen bei euch verbringen und mich etwas nützlich machen. Ich freue mich schon darauf. Aesis grinste etwas verhalten: Und mit wem habe ich die Ehre?
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Darque
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BeitragThema: Re: Das Lager der Zirkustruppe   So Apr 22, 2012 4:54 am

Das Abendessen war in den meisten Fällen eine friedliche Angelegenheit, man ließ den Tag auf sich beruhen, manchmal besprach man noch Auftritten in den Nachtvorstellungen, aber alle aßen und tranken, Darque ließ für seine Leute nur das beste auftischen. Sie hatten es sich verdient, auch wenn es in den Wintermonaten manchmal harte Zeiten gab und sie auch das eine oder andere Mal hatten hungern müssen, Darque vergaß nie, seinen Leuten nur das Beste zu bieten, was gerade da war. Deswegen belagerten die Kinder ihn immer regelrecht, wenn er aus den Städten zurück kam, nicht selten hatte er Schokolade und andere Süßigkeiten dabei. Darauf standen die Kinder nun mal. Und Darque freute sich immer, seinen kleinen Rackern eine Freude zu machen. Jetzt saßen alle mehr oder weniger brav beim Essen und langten kräftig zu. Sie hatten es sich ja auch verdient, sie arbeiteten hier schließlich auch mit und packten mit an, wo sie es konnten. Tapfere kleine Jungs und Mädchen... Plötzlich legte ihm jemand von hinten die Hände über die Augen und er hörte eine zu bekannte Stimme an seinem Ohr. Es ließ ihn sanft und glücklich lächeln, da war er also abgeblieben, der kleine süße Streuner. Cieux neigte dazu, die Umgebung auszukundschaften und sich alles anzusehen. Mit der Arbeit hatte er es nicht unbedingt immer, auch wenn er seine Pflichten erledigte. „Guten Abend, Brüderchen. Ich kann mich nicht beschweren und du hast richtig gesehen. Er wird nur für eine Weile bei uns bleiben“ Als sein kleiner Bruder und sein Ehemann sich neben ihn setzte, küsste er ihn kurz auf die Schläfe. Es waren diese kleinen Herzlichkeiten, die nicht weiter auffällig waren, die auf andere einfach den Eindruck eines sehr liebevoll miteinander umgehenden Geschwisterpaares machten. Ein Paar waren die zwei Halbdämonen ja auch, Darque hatte seinen jüngeren Bruder geheiratet und er liebte ihn. Im Zirkus wusste niemand von der wahren Natur ihrer Beziehung, alle wussten nur, dass die beiden Brüder stets sehr liebevoll miteinander umgingen. Aber dass sie auch ein Ehepaar waren, das wusste niemand. Sie trugen zwar identische Ringe an ihren Händen, aber offiziell waren das Ringe, die ihre brüderliche Zuneigung ausdrückten. Und es war auch besser, wenn niemand wusste, dass sie ein inzestuöses Verhältnis hatten. Jashin stellte sich schon selbst vor, und auch wie er hier her gekommen war. Was sollte man da noch großartig sagen? Darque machte kein langes Prozedere: Er zog seinen jüngeren Bruder einfach auf seinen Schoß und legte seinen Kopf auf seine Schulter. „Aesis, das hier ist mein kleiner Bruder, Cieux. Ein Himmel auf Erden und der Teufel in Engelsgestalt“ Er lachte leise, er wusste, dass sein geliebtes Brüderchen auf andere dieselbe Faszination und Anziehung ausübte wie er selbst, und selbst Darque konnte sich diesen blauen Haaren und den ebenso blauen Augen kaum bis gar nicht entziehen. „Und du kleiner Streuner, na, wo hast du dich schon wieder herum getrieben die ganze Zeit? Hast schon wieder die Gegend unsicher gemacht, hm, ich kenn dich doch. Du sollst dich doch nicht den ganzen Tag in der Weltgeschichte herum treiben, ich mach mir noch Sorgen um dich, Brüderchen. Irgendwann passiert dir noch was, du kannst mir doch keine solche Angst machen“ Natürlich würde Cieux so schnell nichts passieren, er wusste wie Darque durchaus, sich zur Wehr zu sehen. Und er hatte dieselben Kräfte wie der Violetthaarige, er zog immer den Hals aus der Schlinge. Aber dennoch... er war sein Bruder und sein Geliebter, er hatte bei ihrer Hochzeit geschworen, ihn zu beschützen, was auch immer passierte. Wenn Cieux eines Tages wirklich etwas zustoßen sollte, Darque würde sich das nie verzeihen.
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Cieux
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BeitragThema: Re: Das Lager der Zirkustruppe   Mo Apr 23, 2012 8:54 am

Eine Weile lang, saß Cieux nun noch einfach an dem großen See, hielt die Augen geschlossen und machte sich über Alles und Nichts Gedanken. Unweigerlich glitten seine Gedanken auch zu seiner Vergangenheit ab. Zu der Vergangenheit, die er schon seit Anbeginn seines Lebens mit seinem Bruder geteilt hatte. Man hatte nie auf sie Rücksicht genommen, auch nicht als sie noch kleine Kinder gewesen waren. Die Nachbarskinder hatten sie immer spüren lassen, dass sie anders waren. Nun, dass mochte stimmen. Darque und Cieux waren anders. Sie waren einzigartig. Zwei wunderschöne Halbdämonen. Aber diese Kinder, man sollte meinen das sie in diesem Alter noch nicht so grausam sein konnten, aber sie schlossen die beiden von ihrer Gesellschaft aus und Cieux wäre froh gewesen, wenn es nur dabei geblieben wäre. Sie warfen mit Steinen nach ihnen, bespuckten sie und das alles nur, weil sie nicht so waren, wie sie. Die beiden Brüder waren oft vor den anderen Kindern geflohen, hatten sich im Wald versteckt und sie hatten die Natur auf ihre eigene Art kennengelernt. Doch noch bevor es zu weit mit seinen Gedanken ging, stand Cieux lieber auf und streckte sich einmal kurz. Es war schon wieder viel zu spät geworden und er würde wieder nicht rechtzeitig zum Essen bei den anderen sein. Irgendwann würde Darque ihm das wahrscheinlich auch noch vorhalten, aber der Blauhaarige konnte einfach nichts dafür. Er liebte es einfach, die Umgebung etwas zu erkunden und sich etwas umzusehnen und man konnte nicht von ihm behaupten, dass er seinen Bruder nicht herzlich begrüßte. Zumindest spielte er seine kleinen Spielchen mit ihm. Er schlich sich von hinten an seinen Bruder an und faltete seine Hände über seinen Augen, ehe er ihm sanft etwas ins Ohr flüsterte und ihn, und dann auch die anderen begrüßte. "Das freut mich. Dann gab es keine allzu besonderen Vorkommnisse heute, n'est-ce pas?" Cieux Lächeln blieb auf seinen Lippen und er schaute zu dem Neuen. "Fühl dich hier nur wie zu Hause, auch wenn du vielleicht nicht lange bleibst. Wir teilen gerne das was wir haben." Als sich Cieux schließlich neben seinen geliebten Bruder setzte und von diesem einen Kuss auf Schläfe gedrückt bekam, konnte er nicht anders als noch etwas breiter zu lächeln. Vielleicht fiel es niemandem auf und das war auch gut so, aber die beiden Brüder liebten sich mehr als jeder andere vielleicht glauben mochte. Cieux musste immer wieder lächeln, als er daran zurück dachte wie Darque ihm damals den Heiratsantrag gemacht hatte und den Ring, oder besser gesagt die Ringe, trugen sie beide immer noch an ihren Händen und wahrscheinlich würden sie sie zu Lebzeiten auch nicht mehr abnehmen. Es verband sie einfach. Und sie beschützten sich gegenseitig. Auch wenn Darque wahrscheinlich eher der war, der öfters Mal ein Auge auf seinen kleinen Bruder hatte, aber so war sein Bruder eben. Immer besorgt um die, die ihm am Herzen lagen. Egal wie oft Cieux sagen würde, dass sich Darque keine Sorgen um ihn machen musste, er würde es trotzdem immer weiter tun. Es war einfach etwas ganz natürliches und so etwas konnte man auch nicht verbergen oder abschalten. Als Darque ihn dann einfach auf seinen Schoss zog und seine Kopf auf die Schulter des Blauhaarigen, konnte Cieux nicht anders, als kurz leise zu lachen. Er wusste schon, warum er seinen Bruder liebte. Sein Blick blieb allerdings bei dem Neuzugang. Aesis, wie Darque ihn nannte und er sich selber vorgestellt hatte. Er schien ein ruhiger Zeitgenosse zu sein und solange Darque mit ihm auskam, würde auch Cieux es ihm gleich tun. "Mein Bruder übertreibt wie so oft. Es freut mich natürlich deine Bekanntschaft zu machen, Aesis. Ich hoffe doch, die Zeit in der du bei uns bist, wird dir gefallen." Seine blauen Augen blieben bei dem Weißhaarigen und auch sein Lächeln blieb freundlich. Sein Bruder hatte also Lebensretter gespielt? Na, wer wollte denn nicht von so einem gut aussehenden Mann gerettet werden? Eben, jeder wollte es aber Darque gehörte nun einmal zu Cieux und der Blauhaarige würde einen Teufel tun und und ihn je gehen lassen. Eher würde er noch dem Teufel in den Allerwertesten treten. Nun gut, aber darüber brauchte man nicht zu diskutieren. Darque wusste wie Cieux für ihn fühlte und andersrum war es ebenso. "Du weißt doch, dass ich mir immer sehr gerne einen Überblick über unsere Umgebung verschaffe. Hier gibt es so viel zu entdecken. Wenn man weiter in den Wald hinein geht, findet man sogar einen wunderschönen, klaren See indem sich das Mondlicht spiegelt in der Nacht. Vielleicht finden wir mal die Zeit, dann zeige ich ihn dir. Glaub mir, bereuen kann man diesen Anblick nicht." Cieux lachte leise, ehe er weiter sprach. "Ich weiß doch und ich möchte nicht, dass du dir Sorgen um mich machst, aber ich kann einfach nicht anders. Tut mir Leid, Bruderherz. Ich verspreche dir, dass ich immer sehr gut auf mich aufpassen werde." Grinsend küsste Cieux den Violethaarigen auf die Schläfe, so wie auch er es zuvor bei ihm getan hatte. Cieux passte immer auf sich auf, egal was er machte, denn das verlangte er schließlich auch von seinem Bruder. Er machte sich eben solche Sorgen, wie er, wenn sie getrennt waren und dagegen konnte weder der eine, noch der andere etwas unternehmen. Aber wie hieß es, Risiken musste man immer eingehen und so lebten Darque und Cieux.
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Jashin Aesis

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BeitragThema: Re: Das Lager der Zirkustruppe   Fr Mai 04, 2012 6:01 am

Mittlerweile war das große Lagerfeuer etwas heruntegebrannt und die Artisten begannen, alles aufzuräumen. Schon ein wenig stolz sah Aesis auf den gewaltigen Berg schmutzigen Geschirrs hinab, den er hinterlassen hatte. Er hatte schon so lange nicht mehr etwas vernünftiges zu essen bekommen dass er dieses zufriedene Gefühl fast vergessen hätte. Und mit diesem Gefühl der Sattheit kam auch eine gewisse Schläfrigkeit, aber der Jashinist riss sich am Riemen. Er hatte Darque versprochen, ihm seine Kunst vorzuführen, und dafür musste er voll konzentriert sein. Es ist zwar allgemein bekannt dass so ziemlich jeder ein Schwert halten und ein bisschen damit herumfuchteln kann, aber es gibt einen Grund warum wahre Meister ihrer Kunst so selten sind. Die meisten Verletzungen-und die gefährlichsten wohlbemerkt-fügt der Schwertkämpfer sich selbst zu-und das nicht mal mit einer Waffe. So banal das klingt: die meisten Karrieren als Kämpfer mit einer oder mehreren Waffen enden auf dem Trainingsplatz. Trainingsverletzungen können von einfachen Kratzern bis zu Schnittwunden reichen, die gefährlichsten aber resultieren aus der Unkenntnis des Terrains und grober Leichtsinnigkeit. Einmal mit dem Fuß falsch aufgesetzt, und schon können Muskeln überdehnt werden, Sehnen reißen oder sonstiger Kram, der einem den Tag so richtig vermiest. Im besten Fall liegt man nur für ein paar Tage flach, schlimmstenfalls für immer. Aesis' Meinung zu dem Thema war, dass, wer sich dadaurch verletzt es nicht anders verdient hat. Die Welt ist schon so voll von Beidhänder tragenden Möchtegern-Hampelmännern, da kann es nicht schaden wenn ein paar von diesen Vollidioten sich so richtig ordentlich wehtun. In kämpfen sind das meist eh die Ersten, welche die Beine in die Hand nehmen und Formation Hasenfuß praktizieren. Als die Artisten das Feuer gelöscht hatten, hatte Aesis den perfekten Platz gefunden: rund um die Feuerstelle war das Gras ziemlich versengt, weshalb er den Boden genauer beurteilen konnte. Es war ziemlich leicht eine gute Stelle zu finden, er würde sich ja kaum vom Fleck bewegen. Er musste sich vollends auf seine Klingen konzentrieren, und konnte sich keine Ablenkungen erlauben, wie zum Beispiel auf den Boden zu glotzen. Alles was er brauchte war eine grobe Makrierung, also zog er mit seinem Fuß einen Kreis in dem Gemisch aus Erde und Asche. Dieser war nicht sehr groß, er hatte einen Durchmesser von ungefährt anderthalb Metern. Als nächstes sah sich Aesis nach etwas übriggebliebener Glut um; glücklicherweise lagen noch ein paar glühende Stöckchen herum. Er nahm sich ein paar, und riss ein paar kleine Fetzen aus seinem Umhang. Diese wickelte er um die Stöcke, nachdem er die Glut etwas angeheizt hatte. Dann steckte er die provisorischen Fackeln etwa einen halben Meter außerhalb des Kreises in den Boden. Dann holte er seine Sensenklinge: die Vorbereitungen waren getroffen. Es konnte losgehen. Ich bin soweit Darque. Sag Bescheid wenns losgehn soll.
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Darque
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BeitragThema: Re: Das Lager der Zirkustruppe   Di Jun 19, 2012 7:53 pm

Manchmal, da dachte Darque noch an die Vergangenheit zurück. Man konnte nicht unbedingt sagen, dass sie die schlimmste Vergangenheit aller Zeiten gehabt hatten, er und sein kleiner Bruder. Immerhin waren sie ohne größere Verletzungen geblieben, ihre Gesichter waren so schön wie eh und je und sie hatten letztlich immer noch sich gehabt. Nichts könnte die beiden Brüder trennen, dass würde Darque jederzeit schwören. Sie würden niemals auseinander gehen, seit Darque drei war, lebte Cieux nun schon mit ihm zusammen und niemals würde er seinen kleinen Bruder im Stich lassen. Er liebte ihn schon so lange er ihn kannte, sie gehörten einfach zusammen. Und genau deswegen hatten Darque die Anfeindungen gegen seinen Bruder so wehgetan. Mit nichts konnte man ihn mehr verletzen als mit Dingen, die gegen seinen geliebten Halbdämon gingen. Er konnte nichts dafür, dass sein Vater ein dreimal verfluchter Hurenbock gewesen war, der sich mit einer Menschenfrau eingelassen hatte, ohne über die Folgen nachzudenken. Oder besser: Dass seine Mutter die dreimal verfluchte Hure gewesen war, die den Dämon an sich heran gelassen hatte. Sie hätte es doch besser wissen müssen... und so hatte sie zwei Kinder ins Unglück gestürzt. Sie waren wegen ihrer Haare und wegen der ungewöhnlichen Fingernägel von den anderen verstoßen worden. Nun, bis sie 18 und 15 gewesen waren jedenfalls. Dann hatten sich ihre Kräfte gezeigt – wegen einer verräterischen Frau, die Darques Herz nicht nur gebrochen hatte. Sie hatte es genommen, zerquetscht, auseinandergerissen, zertrampelt und anschließend verbrannt. Und das war der Beginn von dem Darque, den heute alle kannten. Für die einen der Joker, ein lustiger Geselle, der um einen lustigen Spruch nie verlegen war. Für die anderen Gambit, ein hinterlistiger Spieler, der mit seinen Karten ganze Existenzen auflösen konnte. Shadowwalker war ein Name, unter dem ihm viele kannten, den sich aber niemand erklären konnte. Weil niemand um die Schattenkräfte des Halbdämons wusste, der Kraft, Schatten zu rufen und zu einem Schatten zu werden. Nicht zu vergessen Lord Mystery, er stellte sich so oft in seinen Shows vor. Und das war vielleicht noch einer der passendsten Namen, die er führte. Kaum einer kannte ihn wirklich oder wusste um seine Geheimnisse – einige von ihnen süß, andere könnten einem die Haare zu Berge stehen lassen. Aber egal, wie oft oder wie selten er an seine Kindheit und Jugend zurückdachte, weder konnte man ihn die 18 Jahre Schmach und Verachtung abnehmen, noch seinem Bruder 15 Jahre voll demselben. Er konnte nur die Zukunft verändern und das hatte er in dem Moment getan, als er Cieux geheiratet hatte. Und er würde ihn jederzeit erneut heiraten, er liebte ihn mit jeder Faser seines Seins. Niemand wusste, wie die Geschwister wirklich zueinander standen und es war auch gut so.
Darque überwachte die Arbeiten ein wenig, packte hier und da ein wenig mit an, unterhielt sich auch ein wenig. Manch einer äußerte Bedenken gegenüber Aesis, doch wie alle hier gehörte er jetzt auch zu dieser Familie. Vielleicht nicht für immer, aber er war wie sie alle ein Teil von diesem Zirkus. Was nicht hieß, dass Darque ihn aus den Augen ließ, als er seine Vorbereitungen traf. Hauptsächlich, um einzugreifen, wenn etwas schiefging. Aber auch ein bisschen, um sich ein besseres Bild von ihm machen zu können. Und die Art, wie er sich bewegte, ließ sehr viele Rückschlüsse zu... er war ein kräftiger Bursche, Darque musste grinsen. Was war er doch für ein unanständiges Ding, schon wieder an so was zu denken. Sein Harem war voll, er könnte jederzeit, wenn ihm danach war. Aber der Jashinist wäre eine nette kleine Abwechslung... So war das nun mal, wenn man ein halber Incubus war. Und als der Dunkelelf meinte, er wäre fertig, vertiefte sich das Lächeln von Darque noch und er kam in aller Ruhe etwas näher. An seiner Seite die große schwarze Kobra, die Aesis keinen Moment aus den Augen ließ und beständig in seine Richtung züngelte. In einigem Abstand, teils um ihn nicht abzulenken, teils aus Sicherheitsgründen, blieben beide stehen, Darque hatte die Hand auf den breiten Kopf der Schlange gelegt und streichelte das riesige Reptil. „Dann lass sehen, mein Freund, du machst mich immer nur noch neugieriger. Nicht wahr Ophidien, da haben wir einen Gast, der es versteht, sein Publikum zu bekommen“ Die Schlange grollte leise, wie als Antwort, für die sie unter dem Kinn gekrault wurde.
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Jashin Aesis

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BeitragThema: Re: Das Lager der Zirkustruppe   Do Jul 05, 2012 9:38 am

Aesis nickte und sagte lächelnd: Alles klar, los gehts! Mit der rechten packte er die Kette, die er speziell für seine Waffe gefertigt hatte. Das eine Ende war fest mit seinem Gürtel verbunden, und wenn er wollte konnte er sie in drei Teile spalten, genau wie seine Sense. Es hatte nicht lange gedauert seine Waffe derartig umzugestalten, was ihn ein wenig verwunderte, da er während der Arbeit gemerkt hatte welch kompliziertes Werk seine Hände da vollführten. Zu schade, dass er sich nur an die letzten 30 Jahre erinnern konnte! Er wünschte sich manchmal zu erfahren, was für ein Typ er vor seiner Weihe war. Eine verdammte Schande, all das zu vergessen. Es mag ja Erinnerungen geben, die man lieber nie wieder durchleben möchte aber diese stellen auch wichtige Lebenserfahrungen dar-und nun war alles fort. Was ihn wohl dazu bewogen hatte, das Ritual durchzuführen? Waren ihm die Konsequenzen bewusst gewesen? Darüber nachzudenken brachte aber nicht viel. Auf die Art würde sein Gedächtnis auch nicht zurückkehren. Außerdem-war er nicht trotzdem glücklich gewesen in den letzten Jahren? Es gab natürlich Höhen und Tiefen aber alles in allem ging es ihm ziemlich gut. Und gewisse Automatismen hatte er noch immer drauf, also sollte alles eigentlich halb so schlimm sein. Dennoch konnte er bisweilen seine Neugier nur mit Mühe unterdrücken. Als ob es da etwas wirklich wichtiges gäbe, an das er sich erinnern müsste. Mit einem Ruck riss sich Aesis aus seinen Gedanken; wie lange stand er nun schon wie ein Vollidiot da und starrte ins Leere? Wie auch immer, bloß nicht den Zuschauern-erst recht nicht der Riesenschlange-in die Augen sehen, dann wird's schon klappen. Mit der Linken zog Aesis seinen mantel aus; der würde nur im Weg sein. Nun sah man die wahren Ausmaße der Kette; sie zog sich fast über seinen ganzen Oberkörper. Dann begann er langsam die Kette zu schwingen. Die Sense am anderen Ende bewegte sich sacht, ja fast schon anmutig hin und her, bis sie schließlich in einem perfektem Kreis direkt neben Aesis wirbelte. Sehr gut, Zeit das Tempo ein wenig anzuziehen. Die Sense wurde schneller, bis sie wie eine Scheibe aussah, außen Rot und innen Schwarz. Nun konnte es losgehn. Etwas einfaches zunächst. Aesis schwang die Waffe nach vorne. Er merkte, wie sich die Kette von seinem Körper löste und die Sense gute 10 Meter nach vorn schoß; dann hob er sein Bein und trat mit Wucht auf die gestreckte Kette, und packte mit der Linken zu. Eine kurze Bewegung mit dem Finger und -*klick*- löste sich eine der Sensen Aesis drehte sich im 180°, und während die zwei anderen Sensen hoch über hin hinwegzischten beschrieb die andere einen Halbkreis-der Anfang war gemacht. Nun brauchte er nur noch seine Arme den Rest erledigen zu lassen-Automatismen, nichts weiter. Er hätte das mit geschlossenen Augen geschafft. Dann trennte er auch die zweite Klinge ab. Obwohl er nun drei Klingen gleichzeitig kontrollieren musste, fiel es ihm scheinbar nicht sonderlich schwer-die Sensen beschreibten stets einen ca. 10 Meter durchmessenden Kreis um ihn herum, während er sich in der Mitte kaum zu bewegen brauchte. Er achtete außerdem darauf, dass die Klingen nie den Boden berührten-das würde ihn aus dem Gleichgewicht bringen. Da er die Klingen in hoher Geschwindigkeit bewegte-bisweilen sah es so aus als würden ihn seltsame rote Schleier umgeben-war die Vorstellung recht schnell vorbei. Nach nur zwei Minuten war er soweit: er hatte nach und nach den Durchmesser des Klingenkreises verkleinert, nun packte er mit beiden Händen jeweils eine Sense, und nahm die Dritte Kette zwischen seine Zähne. Er schwang sie so, dass sie sich sanft um seinen Hals legte-ein äußerst riskanter Trick. Zu schwach, und die Sense würde sich in sein Bein bohren, zu stark und die kette würde ihn strangulieren. Nun baumelte die Dritte Sense von seinem Hals und sah so aus wie ein riesiger, roter Mund direkt aus Aesis' Brust, der die Zuschauer angrinst. Schließlich schwang Aesis alle drei Klingen zurück in die Luft und schnappte alle drei mit einer Hand, während er sie zu sich zog. Es klickte zweimal-und die Waffe war wieder vollständig. Aesis angespannte Haltung lockerte sich und er hob die Klinge über die Schulter, während er seinen Mantel wieder aufhob und auf Darque zulief. Ich hoffe das war nicht zu kurz, aber der Kram ist echt anstrengend und ich steh nicht so auf Muskelkater morgens!
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Darque
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BeitragThema: Re: Das Lager der Zirkustruppe   Mo Jul 30, 2012 9:37 am

Darque hatte schon seit jeher eine Vorliebe für spektakuläre Tricks und gute Vorstellungen gehabt. Auch wenn er genau wusste, das vieles eben nur einfache Kunststückchen waren oder manches nur durch geschickte Finger sehr spektakulär aussehen konnte, es faszinierte ihn stets und immer wieder, wenn jemand in einer Kunst geschickt genug war, um damit aufzutreten. Er selbst beherrschte so manchen Trick, auch in der Zauberei war er nicht unbewandert. Dank seiner natürlichen Fähigkeiten konnte er Schatten rufen und zu einem Schatten werden, sofern die Sonne nicht mehr am Himmel stand. Sicher, es gab mächtigere und bessere Magiekundige als ihn, aber für eine gute Show reichte es immer. Und das war ein Stil, den Darque nach wie vor zu pflegen wusste. Er kämpfte wie ein Akrobat und wie ein Zirkuskönig, nicht selten lenkte er seine Gegner mit Possen ab und schlug zu, wenn sie zu verwirrt waren. Aesis war ganz anders, seine Bewegungen waren klar, präzise und mit Sicherheit tödlich. Darque studierte ihn regelrecht, seine intensiv blauen Augen wichen nicht einen Moment von dem Dunkelelf, der da seine Vorstellung gab. Auf zwei Arten tat er dies, primär testete er für sich, wie showtauglich dieser Trick war. Zum Schutz der Zuschauer musste man wohl ein paar Vorkehrungen treffen, doch mit ein bisschen handwerklichem Geschick und einer guten Einweisung vor der Show dürfte das zu machen sein. Der Jashin verschwendete keine Bewegung, während die Klingen einen wilden Tanz vollführten, blieb er in der Mitte beinahe regungslos. Und das brachte ihn gleich zur zweiten Art, die Kampftauglichkeit. Mit Aesis legte man sich besser an, wenn man nicht gerade lebensmüde war. Das ging sonst fürchterlich schief, das konnte Darque sehen. Andererseits erkannte er auch einen Rhythmus, eine Totzeit und einen Winkel, den die Klingen in regelmäßigen Abständen ausließen. Er nickte unmerklich. Doch dies war eine Show, das war definitiv nur eine Technik, die der Dunkelelf zu bieten hatte. Darque sah schon an der Art, wie er die Klingen schwang, dass er noch ganz anders damit umzugehen wusste. Der Halbdämon hatte die schlanken Augenbrauen einen Moment lang in die Stirn gezogen, während er versuchte, den Bewegungen zu folgen. Gleichzeitig ging er im Kopf schon durch, wo er die Show am besten in die Vorstellung einbauen konnte. Sicher konnte er als Überbrückung für die Darstellungen dienen, vielleicht war es auch nicht schlecht, Aesis sozusagen als Schutzmann einzusetzen. Er war eine beeindruckende Gestalt, selbst jetzt noch, obwohl er ein bisschen verhungert aussah. Das würde man dann ausmachen. Als er schließlich geendet hatte, lächelte der Violetthaarige wieder und klatschte Beifall. Ophidien grollte tief, er war für solche Dinge weniger zugänglich. „Bravo, ich bin beeindruckt. Es war nicht zu wenig, es war genug, um deine Kunst ein wenig einschätzen zu können. Das ist mal etwas anderes als die üblichen Schwertschwinger und Jongleure, ich denke, ich kann dich gut einsetzen. Du wärst vielleicht auch zum Anfüttern nicht ungeeignet, wenn du deine Scheu vor Menschen ein bisschen verlierst. Und ansonsten werde ich dich zwischen den Darstellungen einbauen. Ach ja und vielleicht, sollte es dir zusagen, könntest du als Schutzmann arbeiten. Du weißt schon, ein Auge auf die Leute haben, die Privatbereiche ein wenig bewachen, wäre das ein Angebot? Ich kann leider meine Augen nicht überall haben“ Fragend lächelnd und mit leicht schief gelegtem Kopf sah er Aesis an.
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BeitragThema: Re: Das Lager der Zirkustruppe   So Aug 19, 2012 5:25 am

Aesis schulterte seine Waffe und dachte einen Moment nach. Er würde garantiert nach einer Weile hier offener werden, jetzt da er Teil der Mannschaft war. Und Schutzmann? Er musste grinsen. Das klang schon eher nach seinem Metier. Hier konnte alles mögliche geschehen. Darque und sein Bruder-selten hatte er merkwürdigere Geschwister gesehen, es gab bestimmt das ein oder andere, was Fremde gegen sie einsetzen würden, sollten sie es in die Finger kriegen. Ich fühle mich durch euer Angebot geehrt, Darque. Ja, ich denke es wird mir sehr viel Spaß machen euch und eure Leute zu bewachen. Ihr solltet aber nicht erwarten, dass ich denselben Effekt auf Eindringlinge habe wie euer kleines Haustier-vorallem wird das bei mir nicht so sauber ablaufen. Ich verschlinge meine Gegner nur ungern. Aber nur keine Sorge, ich werde darauf achten keine allzu große Sauerei anzurichten. Ich werde mir größte Mühe geben, die Besucher nicht abzuschrecken. Ich werde euch in nächster Zeit bei jedweder Aufgabe unterstützen. Ich freue mich schon darauf. Nun war er also Mitglied einer Zirkustruppe. Nicht ganz das, was er von seinem Leben als Jashin erwartet hatte, aber es sprach nichts dagegen, und alles war besser als allein in irgendeiner Gosse zu verenden. Er würde bestimmt auch auf viele interessante Leute treffen; mit Spannung würde Aesis die nächsten Wochen erwarten.


Fortsetzung: ??
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