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 Umgebung der Stadt (Dichter Wald)

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Miriya Karadae

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BeitragThema: Umgebung der Stadt (Dichter Wald)   So Jan 22, 2012 4:28 am

Um die prächtige Stadt der Blutelfen stehen aneinander Bäume über Bäume. Die gesamte Stadt besteht nur aus einem einzigen Wald und so sieht es dementsprechend auch um der Stadt drum herum aus. Nur Bäume, soweit das Auge reicht. Vielleicht findet man hier und da mal eine Lichtung oder einen kleinen Fluss, aber es ist nicht grade ratsam sich Nachts über in diesem Wald aufzuhalten.


~ First Post ~

Leisen Schrittes schlich Miriya durch den dichten Wald. Wie ein Schatten der sich an den Bäumen entlang bewegte, achtete sie darauf von niemanden entdeckte zu werden. Ihre blauen Augen durchkämmten jeden einzelnen Quadratmeter des Waldes, damit sie keine überraschenden Besucher bekam. Sie wusste schließlich wie gefährlich es in diesem Teil des Waldes war, aber eben so gut wusste sie, dass sie einfach ihren Fähigkeiten vertrauen musste. Im Fall, dass sie noch jemanden sehen würde, würde sie entweder einfach sagen, sie hätte sich verlaufen, oder aber, sie würde sich in den Schatten für jedes andere Auge unsichtbar machen. Sie spürte wie schnell hier Herz schlug, aber auch das war in solchen Momenten bei ihr völlig normal. Immer, wenn sie grade von einem Auftrag, wieder auf dem Weg zu ihr zurück war, hatte sie das Gefühl, als ob Blicke auf ihr liegen würden. Sie konnte dieses Gefühl einfach nicht nachempfinden. 'So ein verfluchter Mist! Warum muss mir das auch immer wieder passieren? Meine Auftraggeber wissen ganz genau, dass ich keine kleinen Kinder umbringen kann und wieder war es eine Familie mit einer kleinen Tochter. Jetzt musste ich sie erst mit meinen Fähigkeiten ins Land der Träume schicken, ehe ich ihre Familie umbringen konnte und das hält mich jedes Mal ungemein auf! Auch wenn ich diesen unschuldigen Kinderaugen nie widerstehen kann... Nun ja, wenigstens habe ich es wieder in einem Stück raus geschafft.' Miriya schüttelte kurz den Kopf und zog sich die schwarze Kapuze ihres Mantels ein Stückchen weiter ins Gesicht. So konnte sie wenigstens niemand erkennen, wenn man sie noch sehen würde und sie konnte sich in den Schatten viel besser verstecken. Immer schneller wurden ihre Schritte durch den Wald. Die Nachtmahr hatte schon den ganzen tag ein seltsames Gefühl im Bauch gehabt, es war dasselbe Gefühl, wie an dem Tag, an dem ihre geliebte Zwillingsschwester ums Leben gekommen war. So wie auch der Rest ihres Clans umgekommen war. Niemand lebte mehr. Sie war die einzige die an diesem Tag hatte fliehen und überleben können und sie hatte sich für das, was dieser Engel ihres Schwester angetan hatte, ja sogar rächen können. Acht lange Jahr hat sie ihn jede Nacht in seinen Träumen heimgesucht, hatte ihn bestraft dafür, dass er ihre Schwester umgebracht hatte und schließlich hatte der Engel sich wohl selber umgebracht. Als Miriya schließlich auf einer Lichtung ankam, entschied sie sich dafür, einen Moment lang stehen zu halten und Luft zu holen. Sie hatte noch einen weiten Weg vor sich, aber sie konnte auch nicht die ganze Zeit durch die Schatten reisen. Das barg einfach ein zu großes Risiko für sie.
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Ayane Kuroi

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BeitragThema: Re: Umgebung der Stadt (Dichter Wald)   Mi Jan 25, 2012 2:40 am

ℑ Firstpost.


Schatten und Dunkelheit. Aus dem Grund, dass Ayane zu den Vampiren gehört, war sie mehr oder weniger dazu gezwungen sich in Umgebungen wie dieser hier aufzuhalten. Zugegeben waren ihr Wälder auch um einiges sympathischer als zum Beispiel eine offene Wiese ohne jegliche Deckung. Sie wollte so gut es ging einfach dem allgemeinen Licht ausweichen und das ging in einem Wald wie diesem einfach am allerbesten. Die Weisshaarige bewegte sich schnell und sehr geschickt vorwärts. Ein richtiger Weg hatte der dichte Wald hier eindeutig nicht, aber das machte Ayane zugegeben nicht wirklich etwas aus, sie war sich immerhin einiges gewohnt. Auch das Durchlaufen von nicht ganz üblichen Verhältnisse wie dieses Dickicht hier gehörte für die Vampirin praktisch schon zum Standart des Alltags.
'Wenn nicht bald etwas kommt gegen meinen Hunger, dann muss ich schlussendlich noch einen Baum essen.. Buärks, Vegetarier sind schon zu beneiden, was sie sich so antun.' Allmählich wurden Ayanes Schritte ein wenig langsamer und sie bemühte sich darum nicht mehr ganz so schnell zu laufen wie gerade eben, das würde nur noch zu viel von ihrer sonst im Moment schon eher knappen Energie verschwenden. Lieber etwas langsamer angehen und dafür im Endeffekt noch ein wenig länger durchhalten können. Ohne Taktik hatte man hier sowieso keine grossen Überlebenschancen, das hatte sie schon sehr früh realisiert. Fast eine halbe Ewigkeit - zumindest kam es ihr so vor - war sie jetzt schon in diesem Wald unterwegs gewesen. Dabei hatte Ayane weder von der Stadt in der Umgebung noch von deren Einwohnern, den Blutelfen, Kenntnis genommen. Immerhin war sie nach wie vor auf der Durchreise mit dem stetig gleichen Ziel vor Augen: Das Nirgendwo. Sie hatte wirklich nicht allzu grosse Lust und auch die Nerven dazu an einem Ort länger zu bleiben. Früher oder später würde irgendetwas die Blutsaugerin wieder an einen anderen Ort hinziehen und sie würde sich wieder auf die Socken machen. Ein ewiger Teufelskreis halt, das liess sich beim besten Willen nicht ändern.

Als Ayane eine Lichtung erreichte, wurde sie nochmals ein wenig langsamer. Normalerweise machte sie um solche einen eher grossen Bogen herum und das hatte sie auch dieses Mal wieder vor gehabt. Langsam und geübt wie ein Schatten hielt sie sich am Rande der Lichtung auf und folgte dem Weg, den man nach wie vor nicht wirklich als Weg bezeichnen konnte. In ihrer geistigen Abwesenheit hatte sie es nicht einmal bemerkt, dass mitten auf der Lichtung eine junge Frau stand, die ziemlich ausser Atem war. Wie von einer Biene gestochen fuhr Ayane hoch, als sie das schwere Atmen fast neben ihr wahrgenommen hatte. 'Die hab' ich ja gar nicht gesehen..', murmelte sie vor sich hin und blieb stehen. Schon lange Zeit hatte sie keinen mehr gesehen, der sich hier aufgehalten hat. Was trieb ein Mädchen wie sie in die Mitte einer Lichtung? Die Blutsaugerin, die eher als Einzelgängerin galt, war nicht scharf darauf nun aus ihrem Versteck im hohen Gras der Lichtung zu springen und das Mädchen zu erschrecken. Trotz allem war sie unglaublich neugierig, was sie hierher getrieben hatte und so verweilte sie einige Minuten an Ort und Stelle und schaute einfach zu, in der Hoffnung sie würde nicht entdeckt werden..
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Miriya Karadae

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BeitragThema: Re: Umgebung der Stadt (Dichter Wald)   Mo Feb 06, 2012 3:16 am

Die Lichtung, die die junge Frau nach einer Weile erreicht hatte, war so wie das Gegenteil des Waldes. Hier war es hell und es schien, als gäbe es auch noch einen Ausweg aus diesem dunklen Wald. Mit der Zeit beruhigten sich der Atem und der Herzschlag der jungen Frau. Sie war sich sicher, dass ihr niemand mehr gefolgt war und sie nun einfach erstmal etwas Ruhe hatte, schließlich war sie mit größter Vorsicht vorgegangen und hatte immer darauf geachtet das sie niemand sah. Noch einmal lies die Blauhaarige ihre Augen durch die dicht aneinander stehenden Bäume schweifen, ehe sie einen Seufzer ausstieß und ihre Kapuze zurück zog. Sie hasste es, sich verstecken zu müssen, aber manchmal ging es eben nicht anders, dass hatte die junge Assassine schließlich in ihrer Ausbildung lernen müssen. Mit ihren schlanken Fingern fuhr sie sich durch die blauen Haare, die eindeutig zu auffällig in einem Wald wie diesem waren, und legte den Kopf in den Nacken, ehe sie in den Himmel schaute. Die Blätter der Bäume nahmen einem zwar die meiste Sicht auf eben jenen, aber eine Lichtung hieß ja nicht aus dem Grund Lichtung, weil sie genau so dunkel war wie der Rest des Waldes. Wo habe ich mich da bloß wieder hinein geritten? Ich hätte noch was essen sollen, bevor ich mich auf den Weg gemacht habe... Nun ja, jetzt muss ich erst einmal gucken, dass ich hier wieder heil raus komme... Und eigentlich standen die Chancen bis jetzt auch gar nicht so schlecht, dass sie es lebend von diesem gruseligen Ort weg schaffte. Bis jetzt hatte sie kein anderes Wesen in ihrer Umgebung wahr genommen und wenn sie jetzt noch entdeckt werden würde, müsste sie sich eben einen Vorsprung verschaffen und dann auf die Schattenebene wechseln.Ihre Entspannte Haltung und ihr ruhiger Atem veränderte sich jedoch ruckartig, als sie etwas hörte. Nur leise, doch nun vernahm sie auch noch die Präsenz einer anderen Person auf dieser Lichtung. Verflucht nochmal! Sie hätte besser aufpassen sollen, aber vielleicht wusste diese Person ja gar nicht was Miriya getan hatte. Schließlich griff sie sie zumindest nicht an. Anscheinend war ihre Einsamkeit und die Stille damit beendet worden, dabei hatte der Nachtmahr eigentlich nichts gegen die Stille. Das einzige was sie nun brauchte, war ein Plan. Sie würde sich erstmal ahnungslos stellen und abwarten wie viel der unerwünschte Besucher wusste, in dieser Zeit konnte sie ihn oder sie auch einschätzen. Vielleicht war sie schwach genug, sodass Miriya sie auch in einem offenen Kampf umbringen konnte. Wenn nicht würde sie sich wohl einen Vorsprung holen müssen. 3 Minuten brauchte sie minimal Abstand von ihrem Gast um in die Schatten tauchen zu können. Andererseits bestand die Gefahr das man sie in der Zwiellichtsebene einsperrte. Zeig dich. Ich habe dich schon längst entdeckt. Nun hieß es also, alles oder nichts. MIriya drehte sich zu der Person, und obwohl sich diese wirklich gut versteckte, schaute Miriya die Frau direkt an. Sie war selber eine Meisterin darin sich zu verstecken und konnte andere deswegen auch relativ schnell enttarnen, so wie sie es nun eindrucksvoll bei diesem Gast bewiesen hatte. Was hast du hier zu suchen? Miriya war nicht grade freundlich, aber sie musste eben auf Nummer sicher gehen das die Frau ihr nicht gefolgt war und es einfach nur Zufall war, dass sie sich hier trafen. Zufall... Wer glaubte schon daran? Aber Wunder sollte es ja immer wieder geben. Miriyas Haltung blieb angespannt und auch wenn sie es versuchte nicht zu zeigen, so entwarf sie in ihrem hübschen Köpfchen schon mehrere Pläne wie sie hier heil raus kommen konnte.
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Ayane Kuroi

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BeitragThema: Re: Umgebung der Stadt (Dichter Wald)   Mo Feb 06, 2012 8:28 pm

Nicht schön, nicht schön. Eigentlich wollte Ayane doch nur so schnell es ging weiterkommen und nun wurde ihre Durchreise augenblicklich durchbrochen. Müde war sie eindeutig noch nicht, ihre Reise hätte locker noch ein paar Stunden weitergehen können, bevor sie sich irgendwo eine Pause und somit einen Schlafplatz gegönnt hätte. Doch jetzt konnte die Blutsaugerin auch nicht mehr wirklich weitergehen, dann würde man ihr Versteck sofort bemerken. Und das konnte unter Umständen einen direkten Nahkampf bedeuten! Immerhin spürte sie die Anwesenheit der anderen Person ganz nah an sich, sodass Ayane davon ausgehen musste, dass sie unmittelbar neben ihr war.. Sie hatte keine Lust zu kämpfen und auch gegessen hatte sie eigentlich erst gerade vor einigen Stunden. Sie hat es damals geschafft ein grosses Tier zu erlegen, es war zwar für dieses Mal kein Menschenblut, welches sie für dieses Mal bekommen hatte, aber sie war dafür umso optimistischer, dass sie bald wieder etwas in die Finger bekäme, was menschliches Blut in sich tragen würde. Aber vorerst war sie satt und nicht kampflustig.. Auch hatte sie nicht allzu viel Lust ihre Energie in die Schattenkunst zu stecken, denn dann könnte sie danach unmöglich noch Stunden weiterlaufen.
Aber was soll's, im Moment hiess es sowieso erst noch abwarten. Vielleicht hatte sie Glück und blieb umbemerkt? Vielleicht würde das fremde Wesen einfach weiterziehen und ohne Kommentar nicht zurückblicken? Wohl kaum, aber auf irgendetwas musste Ayane ja warten. Anscheinend hatte sie sich aber getäuscht, obwohl sie ja nicht wirklich etwas anderes erwartet hatte. Plötzlich konnte sie eine weibliche Stimme hören, was sie zusammenzucken liess. Oha, sie hatte eine Frau gefunden.. Jemand, der sich genauso gut verstecken konnte wie sie, war ja fast beneidenswert. Sie fragte sofort, was Ayane denn hier zu suchen hätte, worauf diese sich endlich aus ihrer doofen gebückten Lage befreien und somit aufstehen konnte. Kurzerhand rieb sie sich den Rücken und stöhnte kurz auf. "Nicht schlecht, nicht schlecht..", gab sie zurück und wandte ihren Blick an die fremde Person. Zwar war sie auch nicht gerade viel grösser als Ayane selber, jedoch auch eher jemand der kleineren Gattung, sodass sie ihr problemlos in die Augen sehen konnte. Als sie daran war die Frage zu beantworten, was sie hier zu suchen hätte, liess sie die Andere noch ein wenig zappeln und tat so als müsste sie überlegen. "Nun jaaa..", begann Ayane und zog alles noch etwas in die Länge. "Glaubst aber nicht etwa ich sei bewusst hier? Ich war selber genauso erschreckt als ich jemanden in meiner Nähe gespürt habe! Durchreise nennt sich das. Ich bin nur am umherziehen, nichts sonst." Ja, so weit kam es noch, dass sie als eine Spionin beschimpft wurde? Ayanes Antwort war genauso wenig freundlich wie die Frage. Aber für was sollte sie nett sein wenn andere es nicht zu ihr sind? Nett ist sowieso meistens nur Heuchelei und das hatte ein Adelsvampir wie sie eindeutig nicht nötig!
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Miriya Karadae

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BeitragThema: Re: Umgebung der Stadt (Dichter Wald)   Do März 01, 2012 7:50 am

Miriya hatte bemerkt, dass sie schon eine Weile nicht mehr alleine war, und als sich der Gast aus seinem, oder besser gesagt ihrem Versteck zeigte, konnte die Traumfresserin erkennen, dass sie hier ebenfalls einer Frau gegenüber stand. Na, wenn das nicht mal in einer Feindschaft enden würde. Miriya wollte keinen Streit, und damit sogar vielleicht einen Kampf provozieren. Eigentlich wollte sie nur noch nach Hause und endlich aus dieser, nicht grade ungefährlich Gegend weg. Hier war es im Augenblick einfach viel zu gefährlich für sie. Wenn jetzt doch jemand bemerkt hatte, was sie getan hatte, dann würde es nicht grade angenehm für sie enden. Jedoch, hatte die Frau eine, nun ja, nicht angenehme Ausstrahlung. Eher eine, bei der man am liebsten alles über diese Person wissen wollte, weil sie einem Angst machen konnte. Dennoch, Miriya fand die Weißhaarige Frau vor sich im Augenblick eher interessant, als sonst etwas. Viel größer als sie selber war sie auch nicht. Ihre Haare fielen ihr zerstreut auf die Schultern. Ihre Farbe glich denen von Sternen, die Abends am Himmel leuchtenden. Ihre Augen jedoch, glichen der Farbe frischen Blutes. Und ja, Miriya hatte schon mal Blut gesehen. Des öfteren sogar. Sie war schließlich nicht aus Spaß eine Assassine geworden und hatte dadurch ihre Schwester verloren. Aber das war ja eine völlig andere Geschichte. So wie Miriya die Frau im Moment einschätzte, wollte sie ebenfalls nicht kämpfen. "Ein Kinderspiel, wen man von Kindesbein an darauf trainiert wurde, überleben zu können." Und das war nicht mal gelogen. Die junge Frau, die nun auf der Lichtung stand, hatte nie eine wirkliche Kindheit gehabt. Sie hatte eine harte Ausbildung durchmachen müssen, obwohl sie anfangs viel zu weichherzig für diesen Beruf gewesen war. Als die junge Frau mit den blauen Haaren, schließlich die Frage stellte, was die andere hier zu suchen hatte, zog diese ihre Antwort etwas in die Länge, sodass Miriya schon befürchten musste, die Weißhaarige wüsste etwas über ihr Vergehen. Als sie jedoch einfach, in derselben unfreundlichen Art, wie Miriya gefragt hatte, antwortete dass sie nur auf der Durchreise war, seufzte die Blauhaarige schon fast etwas erleichtert und ihre Haltung entspannte sich ebenfalls etwas. Mit ihrer Hand, die immer noch von ihren Handschuhen verdeckt wurde, fuhr sie sich durch das Meer blaue Haar und lächelte die andere Frau sogar an. "Entschuldigung das ich so unfreundlich gewirkt habe. Sagen wir es so, es war nicht grade der geeignete Zeitpunkt auf einer Durchreise auf mich zu brechen. Ich hatte eigentlich nicht vor, jemanden hier zu treffen." Miriya lies die Hand einfach sinken und schaute die Frau an. Wohin sie wohl wollte, dass sie grade durch diesen dichten Wald musste? "Wohin soll es denn gehen, wenn man fragen darf?" Ja, schlussendlich herrschte doch die Neugierde. Außerdem konnte es ja sein, dass die Weißhaarige Frau mit den klaren, roten Augen in ihre Richtung müsste. In dem Fall musste Miriya sich etwas ausdenken. Entweder würde sie die Wahrheit sagen, und zwar dass sie ebenfalls in diese Richtung müsse, oder sie würde lügen und durch die Zwielichtsebene verschwinden. Natürlich auch erst, wenn die andere Frau dann weg war.
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Ayane Kuroi

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BeitragThema: Re: Umgebung der Stadt (Dichter Wald)   Sa März 03, 2012 7:37 pm

Der Umstand, dass sie hier eine ebenfalls in Tarnung sitzende Frau, die vielleicht selber sogar auf irgendeiner Jagd gewesen war, antraf, machte die Sache nicht wirklich leichter. Seit Ayane nur noch durch die Welt zog ohne ihrer Umwelt allzu grosse Aufmerksamkeit zu schenken, hatte sie das Gefühl, wie man mit fremden Menschen umgeht ein wenig verloren. Sollte sie nun anfangen mit der da zu reden oder ihr sagen, sie würde einfach gern weiterziehen? Die Höflichste war sie ja tatsächlich noch nie gewesen, war ihr selbst ja auch klar. Wen hatte sie denn da aufgegabelt? Eine Frau etwa in der gleichen Grösse, anscheinend eine recht flinke und geschickte Person, wie man ganz von ihrem Manöver aufzustehen aus dem Versteck wohl erahnen konnte. Zwar hatte sie selten vor etwas Angst, aber diese Aktion hatte sie zugegeben ein klein wenig erschreckt. Einfach so, dass jemand aus dem Ungewissenen auftaucht, wenn man es am allerwenigsten erwartet. Nicht, dass sie jetzt Angst hätte der fremden Frau gegenüber, nein nein! Aber so langsam kam ihr erschreckter Puls auch wieder etwas auf den normalen Stand hinunter, während die Andere weitersprach und von Überlebenstrainings und desgleichen redete. Die Weisshaarige nickte eher monoton, bevor sie ein ebenfalls recht kühles "Beneidenswert" hervorbrachte. Sie selber war ja auch seit ihrer Kindheit getestet und herausgefordert worden, wie gut sie sich schlug im Überleben. So ernst hatte Ayane das alles nicht genommen, merkte dann später aber, dass sie genau das hätte tun sollen, denn jetzt, nachdem sie nun schon so lange am herumlaufen war, wurde es zum absoluten Kernpunkt ihres Lebens.
Nun ja, wie auch immer. Fest stand, dass sie spätestens jetzt bemerkte, dass sie ihre Kampf-, und Überlebendmethoden bei dieser Person sicher nicht anwenden musste. Nach einer kurzen Schweigepause antwortete sie ihr wieder und bestätigte, dass es ihr einerseits Leid tut Ayane unfreundlich behandelt zu haben und andererseits sie nicht mit Besuch gerechnet hätte. "Wer erwartet hier schon jemanden anzutreffen?", gab sie eher trocken, aber völlig ernst gemeint zurück. Hoffentlich war diese 'brave' Art nun nicht ein Trick, um die Vampirin glauben zu lassen, dass alles in Ordnung sei und die Andere dann am Ende doch noch angreifen würde. Sie versuchte den Gedanken irgendwie zu verdrängen, wenn es halt so war, dann hatte sie auch Pech gehabt. "Meine Reise hat kein festes Ziel. Seit Jahrhunderten ziehe ich umher und sehe alles von der Welt." Ayane wusste einfach nicht, wie man diesem 'Herumstreuen' durchs Land noch nennen konnte ausser 'Durchreise'. Natürlich verstand der grösste Teil aller Personen das Wort vollkommen falsch... Sie seufzte kurz und sprach dann weiter. "Ayane. Wer bist du?"
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Miriya Karadae

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BeitragThema: Re: Umgebung der Stadt (Dichter Wald)   Sa März 10, 2012 10:40 am

Vielleicht hatte Miriya nicht ganz damit gerechnet, auf eine andere Person zu treffen, aber unter diesen Umständen konnte sie auch nicht einfach abhauen. Das würde sie erst recht verraten und wenn sie dann auch noch versuchen würde ins Zwielicht überzugehen. Nun ja, so weit wollte die eigentlich Dämonin erst einmal nicht denken. Denn schließlich sah die andere Frau nicht danach aus, als ob sie wüsste, weswegen Miriya hier war und sie sah auch nicht danach aus, als ob sie mit ihr kämpfen wollte. Miriya sagte auch erstmal nichts weiter. Sie konnte die weißhaarige Frau im Augenblick nur schwer einschätzen, weil sie so monoton wirkte. Vielleicht war es auch gar nicht so schlecht gewesen, dass die Nachtmahr hier jemanden getroffen hatte. So hätte sie bei Gelegenheit auch gleich jemanden, der ihr ein Alibi verschaffen konnte, wenn man den überhaupt in diesem Mordfall auf sie zu sprechen kommen würde. Miriya war schließlich geübt darin keine Spuren zu hinterlassen und innerhalb weniger Minuten wieder an einem ganz anderen Ort aufzutauchen. "Beneidenswert nennst du es, ich nenne es die reinste Folter, aber gut. Nicht jede Person ist meiner Meinung." Nun wirkte auch die Blauhaarige eher sachlich. Für sie war es eher eine seelische Folter gewesen, als das es ihr im ersten Moment geholfen hatte. Sie hatte ihre Familie verloren und hatte mit dem Morden wieder angefangen und zum größten Unheil hatte sie auch noch immer wieder das Pech, Aufträge zu bekommen, die mit kleinen Kindern zu tun hatten.
Miriya wusste genau, wie man eine Person einzuschätzen hatte, wenn man sich erstmal auf das Aussehen beschränken musste. Ihr Gegenüber sah allerdings so aus, als ob sie sich zu verteidigen wusste. Ihr Körper war schlank, man wollte schon fast zierlich sagen, doch wer etwas vom Aufbau des Körpers verstand, wusste man in dieser Frau auf jeden Fall einen zähen Gegner gefunden hatte. Allerdings war die Blauhaarige auch darauf trainiert worden, lautlos Leute zu ermorden. Nicht im offenen Kampf. Sie würde sich also einen Vorsprung erschaffen müssen, wenn es ernst wurde. Doch so wie die Situation im Augenblick erschien, würde es wohl eher auf ein ruhiges Gespräch heraus laufen. "Eigentlich niemand, deswegen denke ich einmal, dass ich dich auch erschreckt habe." Ein Lächeln umspielte die zarten Lippen des Mörderin. Wenn sie sich vorstellte, wie ihre Gestalt andere erschrak, musste sie fast in Lachen ausbrechen. Sie konnte im Licht nicht mal einer Fliege Angst machen. Miriya und ihre Schwester waren von Geburt an zwei hübsche Mädchen gewesen. Doch man sah den beiden ebenso wenig an, wie ihre wahre Natur war. Nachtmahr. Eine Traumfresserin. Miriya war für ihre Hinterhältigkeit bekannt und wenn sie wollte, konnte sie so böse wie der Teufel höchstpersönlich sein. Selbst gegen diesen würde sie sich stellen, wenn sie so jemanden schützen konnte. Sie hatte sich ja sogar schon einmal gegen ihre Familie gestellt um ein kleines Mädchen zu schützen. Das war die Schwachstelle der Blauhaarigen. Sie konnte kleinen Kindern einfach nichts zu Leide tun. Selbst wenn es ihren Tod bedeuten würde, kleine Jungen und Mädchen würde sie immer beschützen. Diese Wesen waren einfach noch so jung und unschuldig, dass sie jeden Auftrag ablehnte, der beinhaltete, dass sie Kinder umbringen musste. Die Frau mit den weißen Haaren allerdings schien ziemlich nüchtern zu sein. Sachlich und trocken. Dabei wollte Miriya ihr wirklich nichts böses. "Das ist bestimmt auch sehr interessant. Man bekommt viel zu sehen, nicht nur von der Welt sondern auch von den verschiedenen Rassen eben jener, nicht wahr?" Miriya lächelte und blickte die Vampirin gleichzeitig neugierig an. Miriya selber war ja auch schon viel rum gekommen und hatte viel von der Welt gesehen, aber wirklich unterhalten hatte sie sich noch nie mit jemanden. Die Bekanntschaften die sie machte, waren ja alles eher Kurzbekanntschaften. Sie starben ja kurz danach immer unter mysteriösen Umständen. "Mein Name lautet Miriya. Freut mich deine Bekanntschaft zu machen, Ayane." Das sanfte Lächeln, dass Miriya sonst nur gegenüber von kleinen Kindern zeigte, erschien auf ihren Lippen und liesen sie mädchenhaft wirken.
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Ayane Kuroi

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BeitragThema: Re: Umgebung der Stadt (Dichter Wald)   Mo März 12, 2012 3:45 am

Auf ihrer gesamten Reise, die nun schon ziemlich viele Jahre, wenn nicht gar ein paar wenige Jahrhunderte andauerte, hatte Ayane tatsächlich schon viele Menschen getroffen und auch viele Überraschungen erlebt. Auch hatte sie öfters schon unangenehme Begegnungen gehabt an Orten, die für andere "normale" Menschen nicht besonders üblich gewesen wären, in dieser Hinsicht war das hier nicht etwas Neues für sie, auch wenn jede überraschende Begegnung aufs Neue seine Reize hatte. Zwar waren die Menschen, welche Ayane so traf meistens nie besonders lange bei ihr, wie man es erwartet hätte. Meistens grüsst man einander, spricht ein paar wenige Worte mit der Person und sagt dann, dass die Zeit gekommen sei und man müsste weiterziehen um irgendwelche Dinge zu erledigen, was im Falle von Ayane nur eine kleine Ausrede gewesen wäre. Aber noch musste sie ja nicht wirklich zu solchen Mitteln greifen, zumindest erschien die andere noch nicht wirklich lästig, sodass man sie jetzt schön hätte abwimmeln müssen.
"Beneidenswert ist vielseitig. Und ja, jede Person scheint zu allen Sachen eine andere Meinung zu haben, selten gehen die persönlichen Ansichten zweier Personen in die gleiche Richtung." Normalerweise redete Ayane nicht so förmlich wie jetzt gerade, aber sie wollte nicht, dass die andere Frau ihr vielleicht sprachlich unterlegen war! In all der Zeit hatte sie es recht gut gelernt, wie man mit Leuten redet, welche anscheinend ein grosses und vor allem breites Wissen besassen. In ihren Augen war es eigentlich völlig egal, welche Ansichten jemand hatte, weil sie sowieso nie komplett mit ihren eigenen übereinstimmen würden, aber so wie sie es aussprach klang es einfach ein wenig... gehobener.
Ayane bemerkte den durchaus prüfenden Blick der Anderen auf ihrem Körper. Sie kennt das, wenn jemand sieht, dass eine Frau mit ihrem Körperbau unterwegs auf der Jagd war, wurden viele misstrauisch und zweifelten Ayanes Fähigkeiten an. In dieser Hinsicht hatte sie nicht besonders viel mehr übrig für Miriya ausser ein finsterer Blick, welcher anzeigen sollte, sie solle es gar nicht erst versuchen irgendetwas Vorwurfvolles über Ayanes Aussehen zu sagen, bevor sie sie als Vampir nicht kannte. "Kann man nicht abstreiten. Aber ich dich ja auch, in dieser Hinsicht sind wir dann wohl wieder etwa quitt." Nun ja. Inzwischen hatte sich auch Ayane einen Spass draus gemacht die Andere zu mustern und unter die Lupe zu nehmen, aber ganz im Gegensatz zu denjenigen, die jetzt x-verschiedene Schlüsse und Vorurteile aus des anderen Aussehen ziehen würden, schaute sie einfach nur hin ohne sich gross etwas dabei zu denken. Sie war keine so gute Menschenkennerin wie andere ihrer Rasse, sodass sie nicht einmal hätte sagen können was die da war. Andere wären nun hingekommen und hätten gesagt 'Das ist eine Elfe! Und das eine Blutelfe. Hier haben wir eine Dämonin und dort Rasse xy'. Aber so war sie ja nicht wirklich, leider...
"Wiederum Ansichtssache. Einige geniessen das Allein sein und die Landschaften, andere würden sich nur zu Tode langweilen. Ich für meinen Teil ziehe das schon recht lange durch. Schon einige Jahre, jawohl." Fast lag ein wenig Stolz in ihrer Stimme, dass sie es schon so lange "durchgehalten" hatte. Vielleicht würde sich diese Miriya nun auch fragen, wie es dazu kommt, dass Ayane ganze Jahre ihres Lebens damit verbrachte sinnlos und ohne Ziel in der Welt herumzulaufen? "Aber im grosse und ganzen hast du schon Recht, Miriya. Freut mich übrigens ebenfalls, auch wenn die Begegnung ein wenig spontan und nicht gerade wie gewollt verlaufen was, was?" Besondere Anspielungen machen wollte sie damit nicht wirklich, auch wenn sie dies nun unbewusst vielleicht getan hatte. Ayane nahm am Ende das Lächeln durchaus wahr und es erfreute sie, da die anfängliche Spannung zwischen ihnen nun endlich gelöst schien und sie bezeugte dies mit einer sanften Erwiderung des Lächelns, auch wenn ihr eigenes nicht gerade so kindlich und rein rüberkam wie dasjenige von Miriya.
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Miriya Karadae

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BeitragThema: Re: Umgebung der Stadt (Dichter Wald)   Mo Apr 09, 2012 12:08 am

Eigentlich sah Miriya ziemlich viel von der Welt, auch wenn sie das meiste schon wieder aus ihren Erinnerungen gestrichen hatte. Es gab schöne Ecken in dieser Welt, aber in jede Ecke, in die Miriya reiste, brachte sie jemanden um. Es war ihr Leben und so würde es auch weiterhin verlaufen. Sie war ja schon mal damit glücklich, dass sie nun einen freien Wille hatten und sich entscheiden konnte, ob sie kleine Kinder umbrachte oder nicht. Natürlich brachte sie das nie übers Herz. In solchen Angelegenheit verletzte sie sich dann höchstens immer selbst, um dem Auftraggeber das Blut an der Klinge als Beweis zeigen zu können. So kam es auch, dass sie schon mehrere Narben auf ihrem Körper hatte. Immer an Stellen, die für andere nicht zu sehen war. Viele hatte sie auch einfach an ihrem Oberarmen, weil sie meistens eh langärmlige Umhänge trug oder einfach nur langärmlige Oberteile. Nun aber, hatte sie ja auf ihrer 'Heimreise' jemand anderen getroffen und auch wenn es nicht so aussah, musste Miriya noch immer vorsichtig sein.
"Und wenn es doch so ist, ist es doch sehr erfreulich. Dann kann man sich mit einer Person nur umso besser verstehen und vielleicht sogar eine Freundin, oder einen Freund dazu gewinnen. Aber auch, wenn man nicht einer Meinung ist, kann man sich anfreunden, meinst du nicht?" Eigentlich hatte Miriya keine Zeit sich mit einer Fremden Person zu unterhalten. Sie müsste eigentlich weiter, aber im Augenblick fand die Blauhaarige es mal ganz schön mit jemanden ungezwungen reden zu können. Wie oft kam das schon vor? Normalerweise brachte sie ihre Bekanntschaften ja immer sehr schnell um und mit kleinen Kindern spielte sie eher, als dass sie vernünftig mit ihnen redete.
Auch wenn Miriya die andere Frau prüfend anschaute, so hatte sie nicht vor ihr etwas anzutun. Sie wollte einfach nur auf Nummer sicher gehen, dass sie sich hier nicht auf einer Falle einließ. Miriya wusste, dass man jemanden nicht nach ihrem Aussehn beurteilen durfte. Es kam auf den Charakter und das Geschick einer Person an und selbst Miriya würde man wahrscheinlich nicht zutrauen, dass sie einer hinterlistige Mörderin war, wenn man sie so wie nun traf. Ihr Lächeln wirkte trotz der ganzen Leben, die sie auf dem Gewissen hatte immer noch wie das eines Kindes. Rein und unschuldig, als ob sie nie erwachsen geworden wäre und als ob sie nie ihren ganzen Clan und ihre geliebte Zwillingsschwester verloren hätte. Trotz des ganzen Schmerzes, denn Miriya ertragen musste, hatte sich ihr Lächeln nie verändert und dafür hatte sie selbst ihre Zwillingsschwester bewundert, die ihr immer zur Seite gestanden war. "Damit hast du wohl recht, also sagen wir, wir sind beide wohl für einen Moment abgelenkt gewesen. Aber, mich zumindest, freut es, dass ich mich mal wieder mit jemanden unterhalten kann." Und die Blauhaarige bemerkte den Blick der anderen auf ihrem Körper. Auch sie nahm sie genauer unter die Lupe, aber auch Miriya sah man es nicht an, dass sie durchaus kämpfen konnte. Miriya wusste das sie hier eine Vampirin vor sich hatte, aber schon deswegen, zog sie keine voreiligen Schlüsse.
"Du hast wirklich ein sehr gutes Durchhaltevermögen. Ich bin ebenfalls schon seit einigen Jahren alleine unterwegs, bin mal hier und mal da, aber ich genieße es jedes Mal wenn ich mich ungezwungen mit jemanden unterhalten kann. So etwas macht mich einfach glücklich." Miriya würde nicht nachfragen, warum die Vampirin wohl schon so lange allein reiste, denn eigentlich ging es sie ja nichts an. Jeder hatte seine eigene Geschichte und es lag im eigenem Ermessen, ob man diese weiter erzählen wollte oder nicht. Aber dennoch, irgendwie war ihr die Weißhaarige sympatisch. Vielleicht lag es einfach daran, dass sie schon so lange nicht mehr mit irgendwem gesprochen hatte oder es war einfach, weil Miriya immer noch in ihrem Inneren ein wenig Kind war. "Nein, man kann wohl nicht sagen, dass sie wie gewollt verlaufen ist, aber ich genieße unser Gespräch. Es ist schon einige Zeit her, seit ich das letzte Mal mit jemanden gesprochen habe. Besondere Umstände verbieten mir meistens den Kontakt zu anderen, wenn ich auf der Durchreise bin." Besonderes Umstände, ja, so konnte man das töten von Männern und Frauen auch umschreiben. Und hey, wenn Ayane bis jetzt nicht darauf angespielt hatte, dann wusste sie auch sicherlich nichts von dem Auftrag, denn sie in dieser Stadt gehabt hatte-
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Ayane Kuroi

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BeitragThema: Re: Umgebung der Stadt (Dichter Wald)   Mo Apr 09, 2012 12:44 am

Die Weisshaarige wechselte ihre Gewichtsverlagerung von rechts auf links. Sie war es sich zwar gewohnt lange zu stehen und auch lange zu laufen, aber hier stand sie nicht wirklich gerade und das wurde auf die Dauer tatsächlich ein wenig unbequem. Lange war sie ja noch nicht in dieser Umgebung hier von dieser Stadt. Dennoch hatte sie irgendwie das Gefühl, dass sie hier schon einmal gewesen ist. Zumal ihr diverse Ecken bekannt vorkamen und sie hätte schwören können einige dieser Bäume bereits einmal gesehen zu haben in ihrem Leben. Aber so war das halt als sogenannte Weltenbummlerin, oder? Man lebte und lebte, man zog weiter und weiter, man sah ein Ort nach dem anderen. Im besten Falle prägte man sich die Bilder der verschiedenen Städte sogar ein und sobald dann nur eine kommt, die der anderen ansatzweise ähnlich sieht, stellt man Parallelen auf. Kein Wunder, dass Ayane nun so dachte, die Chance, dass sie in ihrem Leben schon eine ähnliche Dorfumgebung wie diese hier gesehen hatte, war doch recht gross. Die Vampirin verzog ein wenig ertappt das Gesicht und schob den Gedanken beiseite. Es war absolut unmöglich, dass sie hier schon einmal vorbeigekommen war, sie konnte sich en Gedanken sofort wieder aus dem Kopf schlagen. Nie zuvor war Ayane an einem Ort zwei mal gewesen, das konnte sie einfach nicht, weil sie ständig auf der Karte gesehen in die gleiche Richtung zog. Wobei, irgendwann muss es der Fall sein, bekanntlich ist ja alles rund. "Verstehen und nicht verstehen... Ich kann dir die Frage nicht beantworten. Es ist sehr, sehr lange her, sei ich das letzte Mal jemanden als Freundin hatte. Genau genommen war das ein Mal. Und dies ist auch wieder fast ein Jahrhundert her. Aber wenn du so denkst, dann wird es so sein. Du scheinst keine Lügnerin zu sein in diesen Dingen." Vielleicht hatte sie sich jetzt gerade verraten, dass sie ein länger lebendes Wesen war, aber im Endeffekt war dies ja auch wieder egal. Ihr Menschenkenntnis war auf jeden Fall sehr gut, auch wenn sie noch nicht sagen konnte, wie diese Miriya wirklich ist, wenn sie einmal nicht auf nett macht. Erster Eindruck war auf jeden Fall höflich und anständig, wie sie sonst war, stand wohl in den Sternen.
Ayane hatte keine Sekunde daran gedacht, dem Mädchen etwas anzutun. Sie wäre zwar immer bereit gewesen irgendwie zur Tat zu schreiten, doch es machte im Gegenzug auch nicht den Anschein als wolle sie ihr etwas antun. Konversation auf neutraler Ebene, konnte man wohl so sagen. Es war ihr sowieso lieber, wenn ihr einst heiliges Silberschwert in seinem Schutz bleiben würde und nicht zum Gebrauch käme. Man vermied einen Kampf ja, sofern es ging, nicht wahr? "Unaufmerksamkeit ist sehr schlecht. Aber wenn wir es beide waren, hebt es sich schlussendlich dann ja wieder auf. Es sollte einfach nicht zur Gewohnheit werden." Ayane legte kurz ihren Kopf schräg und versuchte herauszufinden, was die Andere gerade so dachte, merkte dann aber, dass das schwerer war, als sie es eigentlich erwartet hatte. Anscheinend schien sie auf des öfteren alleine unterwegs zu sein... Und sie betonte Ayanes Durchhaltevermögen. Interessant, dass das einem einfachen Menschen auffiel. Normalerweise sah man kaum ein, wenn man besonders ausdauernd war, sondern es war einfach irgendwie... Gewohnheit. "Man arrangiert sich eben damit", gab die Vampirin ein wenig trocken zurück, da sie nicht im geringsten eine Ahnung hatte, was man auf eine solche Aussage anderes hätte sagen können. "Das heisst du bist jetzt glücklich, weil du mit mir redest?", schlussfolgerte sie dann, doch durch die Betonung endete die Folgerung eher in einer Frage an Miriya gerichtet. Es konnte ja sein, dass sie nicht ungezwungen mit Ayane redete, dann stimmte diese Aussage logischerweise ja auch wieder nicht.
Für einen klitzekleinen Moment zweifelte die Weisshaarige. Doch bei der nächsten Aussage erübrigte sich ihre vorherige Frage automatisch, als ihre neue Bekanntschaft aussagte, dass sie das Gespräch im Allgemeinen geniessen würde. Ayane hatte noch ein wenig Mühe, sich mit dem Gedanken anzufreunden, denn sie hatte sich beim Verlust ihrer Freundin damals geschworen, dass sie nicht mehr so starke freundschaftliche Gefühle entwickeln würde, um danach weiterhin zu leiden. Aber ein wenig plaudern musste ja nicht direkt so enden, was sie eigentlich fürchtete. Ein wenig verlegen versuchte sie zu lächeln, obwohl sie sich eingestehen musste, dass dieses seltsame Lächeln nicht wirklich zu ihr passte. "Diese Umstände sind mir eigentlich egal. Ich will gar nicht mehr engeren Kontakt mit Leuten eingehen, die ich dann einige Tage oder Wochen später dann sowieso wieder verlassen muss. Bringt mir nur unnötigen Kummer mit. Verstehst du?"
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Miriya Karadae

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BeitragThema: Re: Umgebung der Stadt (Dichter Wald)   Sa Apr 21, 2012 9:41 pm

Einem Menschen oder einer anderen Person Vertrauen schenken, so etwas kostete Überwindung. Man offenbarte sein Inneres, egal welche Masken man zuvor getragen hatte. Egal, wie man sich zuvor verhalten hatte. Einer Person, der man sein Vertrauen schenkte, erlaubte man sein wirkliches Ich zu sehen. So jemand konnte durch einen hindurch sehen und so jemand merkte, wenn man lächelte, aber am liebsten weinen würde. Es gab Menschen, die solch ein Vertrauen nicht missbrauchten. Diese Freunden standen einem dann zur Seite und egal was kam, sie würden einen auch nie im Stich lassen. Sie würden nie hinter deinem Rücken lästern, oder irgendetwas anderes tuen, dass dir im Endeffekt schaden konnte. Sie nahmen einen in den Arm, ob es nun dazu da war um einen zu schützen oder einfach nur zu trösten. Freunde konnten etwas unendlich wertvolles sein, aber es gab leider auch Personen, die dieses Vertrauen nur missbrauchten. Die vielleicht sogar nur zum Schein Freundschaft mit jemanden geschlossen hatten. So welche Leute konnte Miriya einfach nicht leiden. Sie wusste, was es hieß, alles zu verlieren und dann mit diesem Schmerz leben zu müssen. Die Person, die ihr einst am wichtigsten war und für die sie ohne jeden Gedanken ihr Leben aufs Spiel gesetzt hätte, war ihre Schwester gewesen. Und diese hatte schlussendlich ihr Leben gegeben um sie zu beschützen. Miriya war damals einfach zu schwach gewesen um sich selber wehren zu können und deswegen hatte ihre Schwester nicht überleben können. Aber die Blauhaarige hatte sich an dem Engel gerächt der ihr ihre Schwester genommen hatte. Immer wieder hatte sie ihm Alpträume der übelsten Sorte beschert bis er sich schließlich selber umgebracht hatte. Anders hatte er es auch nicht verdient gehabt. "Nein, in solchen Dingen lüge ich nicht. Ich hätte gar kein Grund dazu. Ich hatte auch nur eine richtige Freundin und leider ist dies auch schon lange Zeit her. Meine Bekanntschaften sind nicht oft von langer dauer, dass hat persönliche Gründe. Meistens... Lege ich schließlich keinen Wert mehr darauf, in diese Gegend zurückzukehren. Ich würde mein zu Hause nur unnötig vermissen, wegen etwas, dass es nicht mal wert ist, von da weg zu bleiben." Für manche würde sich das wahrscheinlich so anhören, als ob Miriya ein herzloses Monster wäre, aber sie sprach schließlich von ihrem Beruf. Sollte sie denn Kontakt zu den Toten halten? Nun gut, vielleicht würde sie sich auf der Zwielicht Ebene mit den unterhalten können, aber Miriya war davon überzeugt, dass diese Geister sie auch nicht wiedersehen wollten. Schließlich war sie es gewesen, die ihr ihr Leben genommen hatte. In manchen Zeiten fand die Blauhaarige es wirklich schrecklich was sie machte, in anderen dafür, hatte sie wieder nur viel mehr Spaß daran.
Aber woran dachte Miriya nur bloß wieder? Sie hatte ihre doch endlich nach langer Zeit wieder jemanden gefunden, denn sie nicht umbringen musste und mit dem sie sich einfach mal für ein paar Minuten in aller Ruhe unterhalten konnte. Warum waren ihre Gedanken bloß wieder zu ihrer Zwillingsschwester abgewichen? Manchmal verstand sich die Traumfresserin selber nicht. Dabei erschien ihr die weißhaarige Frau vor ihr recht interessant zu sein. Zwar unterhielten sie sich eher auf einer neutralen Ebene, aber schließlich war das besser als gar nichts, oder? Miriya sollte sich glücklich schätzen und wahrscheinlich sah sie auch grade so aus. Glücklich. "Das wird es sicherlich nicht. Ehrlich gesagt könnte ich mir das auch gar nicht leisten in meinem Beruf und auch nicht in dieser Welt. Man würde wahrscheinlich viel schneller tot sein, als ein Wassertropfen im Feuer verdampfen könnte." Miriya lies den Blick einmal kurz über die Lichtung gehen. Der Himmel war zwar kaum zu sehen, aber irgendwie fühlte sich die Blauhaarige hier für den Augenblick sicher. Vielleicht war das auch der Grund, dass sie ein paar Schritte zu einem umgefallenen Baumstamm machte und sich dort nieder lies. So konnten sich die beide Frauen doch gleich auch viel entspannter unterhalten und auch Ayane schien so, als ob sie nicht mehr lange auf dieser unebenen Erde stehen könnte. Gegen die Erde konnte Miriya nichts machen, aber der Baumstamm schon. "So sieht das wohl aus. Magst du dich nicht auch setzten? Das lange stehen auf der unebenen Erde wird doch mit der Zeit ungemütlich." Wie so oft war ihr Lächeln eher wie das eines Kindes. Vielleicht war Miriya auch irgendwo noch ein Kind, aber sie konnte einfach nichts anders, als dieses Gespräch zu genießen. Jeder andere Assassine wäre wohl auf die Flucht gegangen oder hätte sich den Fremden vom Hals geschafft, aber dafür sah die Blauhaarige einfach keinen Grund. Genau genommen wollte sie auch einfach noch etwas reden. "Ja, so kann man das wohl sagen. Ich komme nicht oft dazu mit jemanden ungezwungen oder ohne Hintergedanken reden zu können, deswegen bin ich jetzt glücklich." Miriya konnte einfach nicht anders, als noch etwas breiter zu lächeln, als sie sah wie auch Ayane versuchte ein Lächeln auf ihre Lippen zu zaubern. Also würde dieses Gespräch wohl doch noch etwas weiter gehen. Es war einfach schön, sich mal wieder ungezwungen unterhalten zu können, ohne die Absicht den Gegenüber gleich hinter die nächste Ecke bringen zu müssen. Wie oft hatte Miriya einfach Nachts wach gelegen und hatte sich neue Strategien ausgedacht, wie sie effektiv und ohne eine große Sauerei jemanden umbringen konnte? Oft genug. Und das sie sich nach einem Auftrag, in der Nähe der Stadt auch noch, nun einfach mit einer Unwissenden unterhalten konnte, was zauberhaft. Vielleicht würden sie nicht grade Freundinnen werden, aber zumindest waren sie nun schon Bekannte. Man kannte sich und Miriya würde die andere wieder erkennen, wenn sie sich noch einmal über den Weg laufen würden. "Natürlich verstehe ich dich. Du hast sicherlich Schmerz durch eine Freundschaft erfahren, richtig? Trotzdem, auch wenn wir nicht unbedingt Freunde werden, so sind wir doch auch nun schon Bekannte und ich denke, oder so heißt es ja zumindest, man sieht sich immer zwei Mal im Leben."
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Ayane Kuroi

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BeitragThema: Re: Umgebung der Stadt (Dichter Wald)   Do Mai 17, 2012 4:09 am

Seltsamerweise fühlte sich Ayane nicht einmal allzu schlecht in Miriyas Anwesenheit. Das Mädchen schien wirklich einen guten Eindruck zu geben und dieses Gefühl hatte die Vampirin eindeutig nicht besonders oft bei einem Menschen. Umso besser für sie wahrscheinlich, denn wenn das Gegenteil der Fall war und Ayane jemanden überhaupt nicht leiden konnte, wäre es für diese Person besser gewesen, sie hätte augenblicklich das Weite gesucht, da sie wahrscheinlich nicht freiwillig Ayanes Reisszähnen ausgesetzt werden wollte. Die junge Dame zeigte in jener Hinsicht keine Hemmungen. Jemand der nervt hat es nicht verdient weiterhin anwesend zu sein und wurde sofort für einige Stunden aus der Welt geschafft, daraufhin konnte sie ungestört und ohne ein schlechtes Gewissen weiterziehen. Das war ganz gut so, denn Beweise oder ein Zeuge konnte es danach nicht mehr geben. Niemand erinnert sich nach einem Biss mehr daran, wer der Übeltäter gewesen ist, niemals. Eine praktische Eigenschaft des Vampirgiftes, dieser komplette Erinnerungsverlust. Aber okay, wie erwähnt: wie es aussah würde Miriya nicht Zeuge von diesem Akt des Blutsaugens werden, solange sie sich weiterhin so verhält wie jetzt. So war es in Ordnung, so hatte die Weisshaarige nicht das Gefühl einer Bedrohung im Bauch. Wenn sie das nicht hatte, dann bestand meistens auch nicht wirklich eine, ihr Menschengefühl täuscht sie nur sehr, sehr selten. "Besser so. Wer einmal angefangen hat mir vorspielen von gewissen Dingen, kommt aus dem Loch nicht mehr heraus. Zudem vertraut dir dann kein Schwein mehr und dann bist du echt arm dran. Habe ich in meiner Umgebung leider schon ziemlich oft miterlebt, also bleib' ruhig bei deiner Einstellung, die ist ganz gut so!" Sie machte eine kurze Pause, bevor sie auf den zweiten Teil einging. "Richtig. Zurückkehren tue ich nie gern, geplagt von starken und meist nicht angenehmen Erinnerungen. Genau darum ziehe ich Jahrzehnte immer nur vorwärts in der Hoffnung, dass das Dorf hinter mir nie wieder unter meine Augen kommen wird. Normale Gedanken." Für einen Vampir wie sie zumindest. Sie konnte den Angehörigen ihrer Opfer nicht mehr in die Augen sehen, das wäre ein zu starker Schmerz gewesen, denn auch wenn man es nicht denkt, auch Ayane hat so etwas wie Mitleidsgefühle, wenn jemand einen wichtigen Menschen verliert, seit sie ihre damalige beste Freundin verloren hatte.
Ihre nächste Aussage hatte etwas dran. Unaufmerksamkeit konnte auch für die Vampirin schnell zu Schwierigkeiten führen, vielleicht nicht zum direkten Tod, weil sie meistens der Anfang der Todeskette war, aber trotzdem. Einmal unaufmerksam und das Abendessen war wieder weg und es hiess hungern. Lieber nicht dran denken, sonst schwand die Konzentration schon wieder dahin! "Du brauchst es also für deinen Job. Was ist denn dein Job, wo du so unglaublich aufmerksam sein musst oder du ansonsten schneller stirbst als dein Parallelen-Wassertropfen?" Sie zog eine Augenbraue nach oben und wartete geduldig auf eine Antwort. Sie selber hatte ja nicht wirklich einen Job, sondern das Jagen war ihr Leben. Doch Miriya hatte tatsächlich eine Arbeit erwähnt, was wohl bedeutete, dass sie eine Aufgabe hatte. Nur welche? Töten auf Auftrag hin? Wäre eigentlich noch ganz lustig zu erfahren, wer so etwas anbieten würde, bei dem könnte sich Ayane auch mal melden! Oder meinte sie wohl eine normale Arbeit in einem Raum, wo man konzentriert sein musste? Buärks, wie öde. "Oh, äh... Daran habe ich noch nicht wirklich gedacht. Natürlich", murmelte sie dann aus den Gedanken gerissen und nickte, während sie sich neben die junge Frau hinsetzte, selbst wenn die Geste ein wenig seltsam war und sich Ayane eigentlich nie neben irgendeine Person hinsetzte, welche sie dazu aufgefordert hatte. Doch vielleicht hatte sie ja mal Glück mit ihrer Begegnung! "Es wäre das letzte, was ich tun würde: jemanden zu zwingen, dass er mit mir spricht. Bin' selber ja auch so, ich rede nicht gern mit welchen, die ich nicht mehr oder weniger sympathisch finde." Okay, das konnte nun falsch aufgefasst werden. Warum auch? Sie war ihr sympathisch, also was soll's? Man merkt eben, wenn man mit jemandem gut und ungezwungen reden kann, also konnte man auch zu dem Grund stehen, WARUM man das eben konnte. Damit hatte Ayane für sich ja nicht wirklich irgendwelche Probleme. Sie zuckte unschuldig mit den Schultern und drehte sich kurz zu Miriya um, um deren Reaktion aus der Nähe beobachten zu können. Sie schien nicht wirklich erstaunt zu sein... Bestimmt hatte sie Ähnliches erlebt in der Hinsicht von Freundschaft und Bekanntschaft wie Ayane selber, so philosophierte die Weisshaarige zumindest ein wenig herum. Wäre doch ganz interessant Gleichgesinnte zu finden. "Nicht unüblich. Man steigert sich in eine Freundschaft hinein und wird dann verlassen, durch welchen Grund auch immer. Seit diesem Zeitpunkt mache ich mir nicht mehr viel aus dem Wort "Freunde". Aber du könntest Recht haben: irgendwann sehen wir uns wieder. Natürlich vorausgesetzt unsere Wege werden sich bald wieder trennen." Wer weiss, vielleicht war ja genau das Gegenteil der Fall und dann würde es sowieso nie mehr ein "zweites Mal" geben. Aber so weit denken wir nun mal noch nicht, erstmal ein wenig kennenlernen, wen sie überhaupt vor sich hat!
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