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 Tempel

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Virgo no Asmita

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BeitragThema: Tempel   Sa März 03, 2012 3:14 am

† First Post †

Über 200 Jahre waren nun vergangen, seitdem Asmita das letzte Mal Licht erblicken durfte. Seit jenem Tag, hatte er sich verändert, dass war nicht zu übersehen. Der einst so offene Nephilim stellte inzwischen vieles in Frage. Warum gab es ein Leben, dass jemandem so viel Schmerz bereitete? Weswegen gab es in der Welt Schmerz und Leid, wo es doch auch Liebe und Fröhlichkeit geben konnte? Warum musste das eine existieren, damit das andere ebenfalls nicht erlosch? Es gab in dieser Welt so viele Fragen, doch nur wenige kannten die Antworten auf solche. Als Asmita sich dafür entschieden hatte, sein Leben zu lassen, wollte er einfach nicht mehr weiter leben. Er sah keinen Sinn mehr darin, das Gewicht des Schmerzes, dass auf seinen Schultern lastete, war einfach zu schwer geworden. Doch man hatte ihm seinen Wunsch nicht erfüllt. Anstatt ihn umzubringen, hatte man einen Teil seiner Macht zusammen mit seinem Augenlicht versiegelt. Als man ihm die Gabe nahm, dass Licht der Welt zu sehen, war für Asmita eins klar, er musste sich verändern, wenn er weiter leben wollte. Und damit hatte er eine neue Aufgabe gefunden. Er entwickelte seine anderen Sinne und so schaffte er es, etwas wahrzunehmen, dass ihm vorher noch nie so stark aufgefallen war. Er entwickelte seine eigene Art zu sehen. Durch die Versieglung seiner Augen war er am Anfang vielleicht geschwächt gewesen, doch im Grunde genommen hatte dies ihm nur wieder geholfen an Stärke zu gewinnen. Asmita hatte gelernt mit der stetigen Finsternis, die ihn umgab, zu leben auch wenn es in manchen Zeiten schwieriger war, als in anderen. Auch, wenn er durch diese Finsternis stärker geworden war, so konnte er auch einige Dinge nicht mehr tuen. Vor der Versieglung seiner Augen hatte er immer sehr gerne Bücher gelesen, doch nun konnte er sie höchstens noch in ihrer Form spüren. In diesen 2000 Jahren, die vergangen waren, hatte Asmita seine innere Ruhe gefunden. Er hatte zu sich selbst gefunden und erkannt was wirklich wichtig war. Die meiste Zeit verbrachte der inzwischen über 7000 Jahre alte Nephilim in den verschiedenen Tempeln. Dort war es einfach unheimlich ruhig und man wurde nur sehr selten gestört, wenn man grade meditierte. Auch jetzt war der Blonde Halbengel wieder in einem der Tempel. Hatte sich einfach niedergelassen und war am meditieren. Er lies seine Gedanken einfach frei wandern und würde jemand den Tempel betreten, würde Asmita das mit bekommen. Die Leute hier kannten den Halbengel inzwischen und sie wussten, dass er zwar ungerne gestört wurde, aber auch nichts gegen einen Gesprächspartner hatte. Der Tempel, in dem der Halbengel nun saß, war schon etwas älter. Grüne Pflanzen um wuchsen das Gestein des Tempels und passten diese von Menschen Hand geschaffene Form der Natur an. Vielleicht war das auch einer der Gründe warum Asmita so gerne hier war. Hier lebten Menschen und Natur noch in Einklang. Sie versuchten sich nicht gegeneinander zu vernichten. Natürlich gab es ab und an Stürme, die den Menschen zu schaffen machten, aber an diesen Herausforderungen konnten die Menschen hier nur wachsen. So sah Asmita das ganze zumindest. Vieles aus seiner Vergangenheit hatte Asmita einfach hinter sich gelassen, als er sein zu Hause verlassen hatte. Es gab nur noch eins, dass er stetig bei sich trug. Vielleicht war es für manche Augen unsichtbar, aber Asmita trug um seinen Hals eine Kette, an der ein Ring befestigt war. Ein Ring, von dem sich Asmita nie trennen konnte, egal, wie sehr er es auch versucht hatte. Manches aus der Vergangenheit konnte man so schnell eben doch nicht los lassen. Manche Personen behaupteten, die Zeit würde Wunden heilen, doch nun waren 2000 Jahren vergangen und manche Wunden waren immer noch nicht verheilt. Weder körperlich, noch seelisch. Niemand hatte aus dem, was damals geschehen war, einen Vorteil ziehen können. So verspürte der Nephilim das zumindest.
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Vincent Valentine

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BeitragThema: Re: Tempel   Mi März 07, 2012 1:33 am

Seit zwei Tagen war sein Vater nun im Familienmausoleum begraben. Man hatte es offen gelassen, denn in fünf Tagen würde seine Mutter folgen. Es war Tradition in seiner Familie, dass die Frauen den Männern in den Tod folgten, exakt sieben Tage nachdem der Mann gestorben war. Seine jüngste Schwester hatte geschrien, als sie das erfahren hatte. Verständlich, sie wollte ihre Mutter nicht verlieren, wenn ihr schon der Vater genommen worden war. Keiner der anderen wollte es... aber so stand es nun mal in den Regelwerken der Valentine-Familie. Und dagegen konnten sie nichts tun. Auch Vincent würde seine Mutter vermissen und er wollte auch nicht, dass sie ging... aber es verhindern konnte er nun mal nicht. Auch wenn er mit dem Tod seines Vaters nun das Oberhaupt der Familie war, das konnte er nicht einfach ändern. Er seufzte, als er durch die Stadt ging, der rote Mantel, der noch vor wenigen Tagen seinem Vater gehört hatte, wallte leicht hinter ihm her. Vincent hatte hier Pflichten zu erfüllen, auch wenn er immer noch trauerte. Aber ein Freund seines Vaters wohnte in dieser Stadt, den er informieren musste, was geschehen war. Seinen Brüdern oder seinen Schwestern konnte er das nicht anvertrauen, er musste selbst dafür sorgen, dass der Wechsel der Familienleitung von Statten gegangen war. Zwar hatte er ein paar Boten und Hellhounds zu manchen Familien geschickt, aber die wichtigsten besuchte er selbst. So war es bei diesem... Die Stadt war wirklich wunderschön, aber dafür hatte der trauernde Dämon kein Auge. Es schien ihm fast, als verliere er immer die, an denen sein schwarzes Herz hing. Sein Vater war ermordet worden, seine Mutter würde folgen. Und schon vorher... hatte er jemanden verloren, den er geliebt hatte. Ein Verlust, der schon 2000 Jahre her war und den er immer noch nicht so recht verkraftet hatte. Es gab immer mal wieder einsame Momente, in denen er an die Zeit damals zurückdachte und sich fragte, warum es so hatte kommen müssen. Warum musste es immer so kommen? Warum verlor er alle die, die er liebte? Er hatte schon Angst um seine Geschwister, seine beiden Brüder und seine Schwestern... wenn ihnen auch noch etwas passierte, Vincent wüsste nicht, wie es weitergehen würde. Nach außen hin gab er sich gelassen, stark und gefasst, aber genauso wie bei seinem Bruder Finlay war das alles nur Fassade. Vor denen, die nicht zu seiner Familie gehörten, würde er sich so geben, wie man es von dem Oberhaupt einer der ältesten Dämonenfamilien erwartete.
Nachdem er seine Pflicht getan hatte, war er auf dem Rückweg. Ihn begleiteten, wie eigentlich immer, einige Hellhounds. Rechts von ihm der wohl größte, sein persönlicher Begleiter Mitternacht, der abgesehen von den Hörnchen an der Stirn und den roten Augen als normaler Hund durchging. Der Rüde schritt stolz zur rechten Seite seines Besitzers, links von Vincent trottete die Hündin Sommersturm, der man schon wesentlich mehr die Herkunft ansah. Sie wirkte eher wie eine Kreuzung aus Drache und Hund, sie war als Wachhündin ausgebildet worden. Und sie hatte vor einigen Wochen geworfen, vier prächtige Welpen, die nun ebenfalls um den Dämon herum wuselten. Vincent war als guter Hellhoundzüchter bekannt, er hatte sich einen Namen damit gemacht und die vier Welpen waren ein sehr guter Beweis dafür. Einer von ihnen, ein kleiner Rüde namens Klamm, war besonders vorwitzig. Auch wenn er einen Stachelkamm und einen Drachenschwanz hatte und wahrscheinlich auch noch die Reißzähne seiner Mutter erben würde, er war im Moment wie jeder normale Hundwelpe – und büchste schon wieder von der Gruppe aus. Lief direkt in einen Tempel hinein, obwohl Vincent ihn zurückpfiff. Mit dem würde es noch Ärger geben... den andern beiden Hunden befahl er, dazubleiben und zu warten, während er in den Tempel rauschte. Schon, als er die Schwelle überschritt, spürte er etwas vertrautes... aber er beschäftigte sich zuerst nicht weiter damit und lief dem fröhlichen Kläffen seines Welpen nach. Doch je tiefer er in den Tempel ging, desto stärker wurde diese nur zu gut bekannte Aura. Konnte denn... Und dann sah er ihn. Klamm stand auf den Hinterbeinen, die kleinen Vorderpfötchen hatte er auf dem Bein eines nur zu bekannten Mannes. Er bellte ihn fröhlich an, schlabberte seine Hände ab und wedelte mit seinem kurzen Drachenschwänzchen. Vincent stand einfach nur da und starrte auf die Gestalt in der goldenen Rüstung... dieses Gesicht, diese Haare, der ganze Körper... „Asmita...“ Nie könnte er ihn vergessen und jetzt war er hier... der Bannkreis seines Vaters musste mit seinem Tod verflogen sein. Er war Klamm einen Moment lang unendlich dankbar, aber er schaffte es nicht, sich auch nur einen Zentimeter zu bewegen. Das war ohne Zweifel Virgo no Asmita, nach all den Jahren...
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Virgo no Asmita

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BeitragThema: Re: Tempel   Sa März 10, 2012 10:11 am

Das Leben war ein einziges Auf und Ab. Das hatte der Halbengel schon in jungen Jahren lernen müssen. Schon als kleiner Junge war er wegen seiner Schönheit bei den Mädchen beliebt gewesen und das war es gewesen, dass die Freundschaft zwischen ihm und seinem besten Freund hat zu Bruch gehen lassen. Nur weil er dachte, Asmita würde ihm seine Frau stehlen. Doch das grade sein bester Freund so etwas von ihm dachte, hatte den Halbengel damals zu tiefst verletzt. Er war nie dazu in der Lage gewesen, Menschen zu verletzten die er in sein Herz geschlossen hatte. Das war auch der Grund gewesen, weswegen er mitten in der dunklen Nacht auch einfach gegangen war. So war es das beste gewesen. So hatte sich sein bester Freund keine Gedanken mehr über solch unwichtige Sachen machen müssen und so war auch Asmitas Leben weiter gegangen. Er hatte mit der Zeit vieles gesehen. Die Schönheit der Natur, der Menschen und der Welt. Vieles hatte er durch das lesen von Büchern gelernt und anderes wieder rum durch Meister die ihm mit seinen Kräften helfen wollten. Ein Lächeln stahl sich auf die Lippen des Nephilim als er so in Gedanken durch sein Leben zog. Durch diesen Vertrauensbruch und durch seine Entscheidung zu gehen, waren ihm schließlich auch viele gute Dinge passiert. Das beste Beispiel dafür war wohl, dass er hatte die Liebe seines Lebens hatte treffen dürfen. Was hätte er in all den Jahren bloß gemacht, wenn er damals, an diesem regnerischen Tag nicht Vincent hätte kennen lernen dürfen? Nun, eigentlich war dies eine Frage, die er sich gar nicht stellen musste, denn schließlich war diese Zeit vorüber. Er hatte jede einzelnen Tag, ach was, jede einzelne Sekunde zusammen mit dem Dämon genossen. Als dann jedoch der Bann über ihn gelegt wurde und das mit seinen Augen passiert ist. Na ja, letzteres war auch Asmitas eigene Schuld gewesen, schließlich hatte er ohne seine Liebe nicht weiter leben wollen. Doch wer konnte ahnen, dass diese Menschen Asmita gar nicht umbringen wollen? Sie hatten ihn gejagt, gefangen und einen Teil seiner Macht zusammen mit seinem Augenlicht versiegelt, weil sie glaubten, ihn so in Schach halten zu können. Doch der Halbengel hatte sich wieder aufgerappelt. Er war durch den Verlust eines Sinnes stärker geworden und hatte seine restlichen trainiert. Den Verlust von einem Teil seiner Macht, hatte er mit Wissen ausgeglichen, dass er sich angeeignet hatte. Und man konnte sehen das Asmita das erreicht hatte was er wollte. Er war zu einem Ratsmitglied geworden.
Asmita saß einfach da. Seine Haltung schien sich in keiner Sekunde zu verändern. Schon seit er das erste Mal meditiert hatte, wusste er diese Kunst zu schätzen. So hatte er gelernt seine Kräfte einzuschätzen, sie einzuteilen und sie geschickt einzusetzen. Zusammen mit einigen Meistern dieser Kunst, hatte er seine ganz eigenen Fähigkeiten erworben und war für diese nun gefürchtet. Viele Gerüchte herrschten um den jungen Nephilim, doch nur Asmita selber wusste welche davon der Wahrheit entsprachen, und welche vom Wind, der Wahrheit einfach entraubt worden waren. Asmita sah für manch andere vielleicht so aus, als ob er in diesem Augenblick im Tempel anwesend war, doch seine Seele, sein Geist war auf Reisen. Schon früh hatte der Nephilim bemerkt, wie wichtig es war, vieles über die Vergangenheit zu lernen. So konnte man einst begangene Fehler vermeiden. Hätte er die Vergangenheit schon früher zu schätzen gewusst, hätte er vielleicht auch so einiges verhindern können, was in seiner eigenen Vergangenheit geschehen war, aber so, war er nun zu dem geworden, der er war. Ein Nephilim, dessen Augenlicht zusammen mit einem Teil seiner Macht versiegelt worden war und dessen Vergangenheit ihm Nachts noch manchmal das Blut über die Wangen fließen lässt. Gut nur, dass niemand sehen konnte, wie er manche Nacht einfach nur wach lag. Asmita wirkte für die meisten rational bis zum Punkt der Gefühllosigkeit. Dabei ist er nicht einmal Gefühlslos. Er hat nur gelernt sie sehr gut vor Personen zu verbergen. Asmitas Blick hebte sich und seine Position änderte sich, als er einen kleinen Welpen in seiner Nähe wahr nahm. Er hörte ihn schon von weiten bellen und ein Lächeln stahl sich auf die Lippen des Halbengels, als er spürte wie der Hund auf ihn zu kam und ihm die Hand abschleckte. "Na, wer bist du?" Lächelnd streichte Asmita dem Hund kurz über den Körper. Doch etwas anderes zog seine Aufmerksamkeit auf sich und sein Lächeln wurde sogar noch etwas bfreiter. Er spürte eine Aura, die ihm nur zu bekannt war und die er vor langer Zeit fast jeden Tag hatte um sich spüren dürfen. Und als er die Stimme hörte, die seinen Namen sagte, wusste er, dass er sich nicht getäuscht hatte. Immer noch strich der blonde Mann dem Welpen über den Körper, aber nun hob er seinen Blick. Schaute in die Richtung, aus der die Stimme, die ihm nur all zu bekannt war, gekommen war. "Vincent? Lange ist es her..." Das Lächeln auf den Lippen des Halbengels blieb, doch so gerne er seine Augen nun auch geöffnet hätte, sie blieben geschlossen und nichts konnte daran etwas ändern. Leider, musste man dazu sagen. Ob sich Vincent wohl veränder hatte? Schließlich waren 2000 Jahre vergangen und auch Asmita hatte sich verändert. Wenn auch nicht nur innerlich.
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Vincent Valentine

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BeitragThema: Re: Tempel   So März 11, 2012 6:51 am

Manchmal konnte man einem vorwitzigen kleinen Welpen auch dankbar sein. Wäre Klamm nicht in den Tempel gelaufen, Vincent wäre nie hineingegangen. Er hatte im Moment anderes im Kopf. Nie hätte er gedacht, seinen Vater auf diese Art zu verlieren... ja... ja, eine kurze Weile hatte er ihn gehasst, weil er ihn von seinem Geliebten getrennt und dafür gesorgt hatte, dass sie sich nicht wiedersahen. Er hatte sich umbringen wollen... und sein Vater hatte ihm das Leben gerettet. Lange hatte er ihn nicht hassen können. Nicht den Mann, der ihm alles beigebracht hatte, was er konnte und wusste. Vielleicht war er Schuld daran, das Vincent bis heute Junggeselle war und auch niemand sein Herz bisher hatte gewinnen können. Denn das schwarze Herz des Dämonenlords gehörte schon seit ewigen Zeiten dem Halbengel... Und dieser saß in diesem Tempel, Klamm kläffte ihn munter an und schleckte ihm die Hände. Ja, die Tiere, selbst wenn es Hellhounds waren, spürten sehr genau, wem sie vertrauen konnten und wem nicht. Asmita hatte sich verändert... aber immerhin waren auch 2000 Jahre ins Land gegangen. Er kam ihm erwachsener vor als damals, würdevoller. Und er hielt die Augen geschlossen, selbst, als er Vincent ansah... oder zumindest das Gesicht in seine Richtung wandte. Seine Aura hatte sich seit damals verändert. Was war nur aus seinem so fröhlichen, warm lächelnden Nephilim geworden? Sie waren technisch gesehen immer noch verlobt... Auch wenn sie sich 2000 Jahre lang nicht gesehen hatten, die Verlobung war nie gebrochen worden. Und Vincents Gefühle hatten sich kein bisschen verändert... er liebte Asmita immer noch genauso wie damals. Und daran würde auch nie jemand etwas ändern, auch der Bannkreis nicht. Aber der Asmita von damals... schien nicht mehr zu existieren. Aber auch Vincent hatte sich seit damals verändert. Sogar sehr verändert, wenn auch nicht unbedingt äußerlich. Seine Haare waren länger, seine Gestalt sogar noch dünner als damals, er war regelrecht dürr. Und er war blasser... aber seine Züge waren immer noch dieselben. So gesehen hatte auch Asmita sich kaum verändert und doch war die Veränderung merklich. Zumindest für den Dämon... Sie war da. „Viel zu lang“ bestätigte er nur seine Aussage. Da waren sie nun... nach all den Jahren... „Klamm scheint dich zu mögen...“ Der Welpe ließ sich kein Stück davon beirren, dass sein Herrchen im Raum stand, er versuchte sogar frech, über die übereinandergeschlagenen Beine auf den Schoß von Asmita zu klettern. Der Welpe hatte sich wohl einen Narren an ihm gefressen. „Du siehst gut aus, Asmita“ Er sah wunderschön aus, wie an jenem verhängnisvollen Tag, als er ihn zuletzt gesehen hatte, in dem festen Glauben, nun sein restliches Leben mit ihm zu verbringen. Aber er hatte sich geirrt... „Was ist mit deinen Augen geschehen, dass du sie nicht öffnest?“ Vincent vermutete zumindest, dass er sie nicht ganz freiwillig geschlossen hielt...
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Virgo no Asmita

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BeitragThema: Re: Tempel   So März 11, 2012 7:39 am

Asmita hatte ja wirklich damit gerechnet, Vincent zu seinen Lebtagen nicht wieder sehen zu dürfen, doch anscheinend hatte er sich in dieser Annahme geirrt. Ein Irrtum, denn er keinesfalls bereute. Immerhin hatte er in stillen Sekunden immer wieder an die Zeit damals zurück gedacht. An die Zeit, in der er noch sehen konnte und in der er sich stundenlang mit Vincent unterhalten hatte. Leider war diese Zeit ja nun schon einige Zeit vorbei. Und wäre der kleine Hellhoundwelpe nicht gewesen, hätten die beiden sich wohl auch nicht wieder gesehen. Zumindest nicht mehr in diesem Jahrtausend. Tiere waren schon eine Spezies für sich. Ob sich seine Gefühle verändert hatten, dazu konnte Asmita immer nur dasselbe sagen. Man sollte an die Kette sehen, die um seinen Hals hang. Dort, an dieser Kette, hang etwas, dass ihm fast schon genauso wichtig war wie sein Leben und seine Erinnerungen. "2000 Jahre, ein Wimpernschlag gegen die Ewigkeit oder meinst du nicht? Denn eigentlich dachte ich, dich nie wieder zu sehen. Doch, dass du nun hier stehst, dagegen bin ich nicht abgeneigt." Als der Welpe versuchte auf Asmita Schoss zu klettern lies Asmita sich nicht lange bitten. Er nahm den kleinen Welpen und setzte ihn sich auf seinen Schoss, ehe er ihn weiter streichelte. Ein aufgeschlossenes Tier. Vincent hatte schon damals gezeigt, wie erfolgreich er im Züchten von Hellhoundwelpen waren und dieser hier war keine Ausnahme, dass spürte Asmita. "Ah, so heißt du also, Klamm ist dein Name." Asmita streichte dem Welpen kurz über den Kopf, lächelnd, auch wenn dieses Lächeln nicht so warm war, wie das von vor 2000 Jahren. So wie damals hatte Asmita schon lange nicht mehr gelächelt und er würde es wahrscheinlich auch nie wieder tun. Zumindest hatte er bisher noch keinen Grund gefunden, je wieder so zu lächeln wie damals. Mit dem Welpen auf seinem Schoss blieb der Halbengel einfach sitzen. Das Lächeln auf den Lippen des Nephilim blieb auch, als Vincent sagte, dass er gut aussehen würde. Asmita nickte nur kurz. "Das würde ich zurück geben, aber du scheinst mir dünner geworden zu sein, seit unserem letzten Treffen und mit deinem Arm scheint auch etwas nicht zu stimmen. Aber sonst, fühlst du dich ebenfalls gut an." Zwar konnte Asmita die Welt um sich nicht mehr so sehen, wie es andere taten, aber er konnte sie erspüren. Er nutzte seine Lichtmagie und seine Aura, um Gegenstände zu erspüren. Ebenso Personen. Manch einer würde wahrscheinlich glauben, der Halbengel wäre zu einem leichten Gegner geworden, nur weil er blind war, aber er hatte sich eine neue Art des Sehen angeeignet. Trotz dessen lächelte Asmita kurz, als Vincent die Frage nach seinen Augen stellte. Ihm blieb wirklich nichts verborgen. Es interessiere den Halbengel schon wie Vincent wohl inzwischen aussah, aber gleichzeitig konnte er sich nun das Bild von vor 2000 Jahren wieder aus seinen Erinnerungen hoch holen. "Mein Augenlicht wurde zusammen mit einem Teil meiner Macht vor 2000 Jahren versiegelt. Seitdem habe ich sie nie wieder geöffnet. Ich denke, du weißt noch, was vor 2000 Jahren geschehen ist, nicht wahr, Vincent?" Weiterhin sah Asmita in die Richtung, aus der er nun auch Vincents Stimme vernommen hatte. Das, was vor 2000 Jahren geschehen war, betraf schließlich sie beide. Asmita verspürte keine Scheu darüber zu reden, denn so sehr sie es versuchten, dass was in der Vergangenheit geschehen war, konnte keiner der beiden ändern. Es hatte sie beide verändert, dass konnte jeder sehen, aber an dieser Herausforderung waren sie schlussendlich auch gewachsen. Das diese Leute Asmitas Augenlicht allerdings versiegelt hatten, war nicht geplant gewesen. Er hatte nicht weiter auf dieser Welt verweilen wollen. Er hatte sein Leben bereitwillig in die Hände dieser Menschen gelegt und was hatten sie getan? Sie hatten ihm einen Teil seiner Macht beraubt und diesen zusammen mit der Gabe die Welt zu sehen, versiegelt.
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BeitragThema: Re: Tempel   Mi März 21, 2012 6:53 am

Die Ewigkeit... Für Unsterbliche, wie sie beiden es waren, war das ein alltäglicher Begriff. Sie könnten ewig leben... könnten. Ashmodai hatte eindrucksvoll bewiesen, dass nur die Zeit ihnen nichts anhaben konnte. Sie blieben jung, kräftig... selbst Jahrtausende gingen an ihnen äußerlich fast spurlos vorüber. Aber man konnte sie töten. Und Vincent würde noch eine Weile um den Verlust seines Vaters trauern. Bis vor kurzem hatte er noch um den Verlust seiner Liebe getrauert, er hatte in den ganzen zweitausend Jahren Asmita nicht vergessen. Er hatte manche Stunde einfach nur dagesessen, in die Wolken gestarrt und sich an die Zeit mit dem schönen Halbengel zurück erinnert. Er vermutete, dass er wohl sein ganzes restliches Leben lang um seinen Vater trauern würde. Doch mit seinen Worten hatte Asmita wohl recht... auch Vincent hatte nicht zu hoffen gewagt, den Nephilim jemals wieder zu sehen. Aber Ashmodai hatte einen Fehler bei dem Bannkreis gemacht, mit seinem Tod war er verflogen. „Die Ewigkeit bedeutet nichts, wenn man sie allein verbringen muss, Asmita. Und diese Befürchtung hatte ich bis eben noch...“ Sie waren technisch gesehen immer noch verlobt, fiel es dem Dämon in diesem Zuge ein. Er hatte die Verlobung nie gelöst, sein Antrag war immer noch gültig. Und er hatte nie verstanden, warum ausgerechnet er in die Pflicht um Nachkommen genommen würde. Er könnte auch einen seiner Neffen als Nachfolger anerkennen... Immer noch kämpften da Pflichtbewusstsein und seine Liebe zu dem Halbengel da in seinem Verstand, irgendwie prasselten die Erinnerungen von damals auf ihn ein. Der Tag, an dem er den Antrag gemacht hatte, die Zeit davor, alles kam wieder...
Klamm war ein etwas sehr freundlicher Hund, aber wenn man das richtig nutzte, würde er einen sehr guten Wachhund abgeben, vielleicht auch einen Schutzhund, man musste das dann sehen. Asmita schien ihn sehr zu mögen... schon damals hatte er ihm immer wieder Hellhoundwelpen gezeigt, war stolz auf die Ergebnisse seiner Zucht gewesen. Und er hatte vorgehabt, mal einen der Hunde Asmita zu schenken, wenn er einen passenden gezogen hätte. Aber dazu war es ja nie gekommen... Plötzlich horchte er auf, sein Arm? Wie konnte er... Vincent trug seit zwei Jahrtausenden nur noch die langen Handschuhe, seit dem Tod seines Vaters auch Mháru. Wie konnte er... es war erstaunlich, zu was der Halbengel in der Lage war. Er war damals schon mächtig gewesen, jetzt schien sich das noch gesteigert zu haben. Vincent warf einen schnellen Blick auf die Klaue an seiner Hand. „Du hattest schon immer ein Talent dafür, die Dinge zu erkennen, die niemand sonst sieht. Es ist etwas unschönes vorgefallen damals und die Folgen begleiten mich noch heute“ Sein linker Unterarm war vollkommen schwarz, sah aus, wie abgestorben und eine breite, verhornte Narbe zog sich vom Handgelenk bis fast an die Armbeuge. Es erinnerte ihn immer wieder daran, dass er sich selbst töten und vor seinen Problemen davon laufen wollte. Es hatte nichts gebracht, er lebte immer noch. Und das war vielleicht auch ganz gut so... immerhin hatte er Asmita wieder getroffen und dieser... dieser hatte sich verändert. Sein Lächeln war nicht mehr so warm wie früher. Er schien ernster, trauriger geworden zu sein. Sie hatten beide an den Ereignissen damals zu knabbern gehabt...
Man hatte seine Augen versiegelt? Das mit der Macht hatte da wohl nicht so ganz funktioniert, Vincent spürte immer noch gewaltige Energien bei dem Halbengel. Immer noch war er eines der mächtigsten Wesen, die der Dämon kannte. Und auch eines der ältesten. Und nun saß er hier, mit geschlossenen Augen und einer Würde, wie sie nur jemand wie Asmita besitzen konnte. Endlich fand der Dämon auch die Kraft, sich zu bewegen, er überwand die Distanz zwischen sich und Asmita mit wenigen Schritten und kniete neben ihm. Seufzte leise. „Wie könnte ich das vergessen... Wie könnte ich dich vergessen? Ich hatte zuerst gedacht, ich könnte gar nicht ohne dich leben... das Schicksal war grausam genug, mir das Gegenteil zu beweisen. Und nun sehe ich dich hier wieder und...“ Erst jetzt fiel Vincent etwas auf. Eine Kette um Asmitas Hals und daran... „Du hast ihn noch“ Nach all den Jahren trug er den Ring, den Vincent ihm zur Verlobung geschenkt hatte, immer noch bei sich. Der Dämon senkte den Blick zu Boden. „Es gilt immer noch, Asmita... Von meiner Seite hat sich nichts geändert. Nun... fast nichts. Es gibt einen Grund, weshalb ich wieder so nahe bei dir stehen kann. Mein Vater ist vor zwei Tagen verstorben und mit ihm die Bannmeile. Bitte verzeih... ich fange erst von dem an, was noch ist und dann...“ Er war zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder durcheinander. Ihm ging es im Moment nicht besonders gut und zugleich war er unheimlich glücklich, Asmita wieder zu sehen...
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Virgo no Asmita

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BeitragThema: Re: Tempel   Mo Apr 09, 2012 12:42 am

Das Leben eines Menschen war durch die Zeit begrenzt. Der Körper verfiel mit jeder Sekunde die verging und irgendwann hörte das Herz auf zu schlagen. Doch bei Wesen, wie es Asmita und Vincent waren, stoppte dieser Verfall. Die Zeit konnte ihnen nichts an haben und durch diese waren sie unsterblich geworden. Sie konnte ewig leben, doch auch Unsterbliche wie sie es waren, konnten getötet werden. Natürlich auch nicht so einfach wie Menschen, aber es gab Mittel und Wege sie aus dem Weg zu räumen. Es gab viele Beispiel in der Geschichte, die gezeigt hatten, das auch Unsterbliche nicht übermütig werden durften. Sie mussten ebenso vorsichtig sein, wie die Menschen es waren. Das Leben war immer noch das kostbarste Gut auf Erden und wenn man dieses verlor, verlor man seine gesamte Existenz. Man hörte auf dieser Eben auf zu existieren. Es gab Tage, in denen der Halbengel sich den Tod herbeigesehnt hatte, doch als er bereit dazu gewesen war, sein Leben zu geben, hatte man es ihm nicht genommen. Man hatte ihm einen Teil seiner Macht geraubt und sein Augenlicht und trotzdem saß er nun hier in diesem Tempel, immer noch am Leben. Mit der Zeit hatte Asmita verstanden, dass er an dem Schmerz des Verlustes gewachsen war. Er hatte gelernt, mit diesem Schmerz zu lernen und so hatte er auch die Zeit der Einsamkeit überstanden. "Nicht nur du hattest diese Befürchtung. Auch ich hatte eine Zeit, in der ich nur an den Schmerz und die Einsamkeit denken musste, aber in dieser Zeit bin ich an diesen Gefühlen gewachsen. Ich kann nicht behaupten, dass ich mich je wieder so fühlen möchte, aber ich bin froh dich hier 'sehen' zu dürfen, Vincent." Lächelnd schaute der Halbengel immer noch in die Richtung, aus der er Vincents Aura wahr nahm. Er konnte nicht behaupten, dass er den Dämon nicht vermisst hatte. Nein, seine Gefühle waren in der Zeit der Trennung nur noch stärker geworden. Er konnte einfach nicht mehr ohne den Schwarzhaarige leben, nun, wo er ihn sogar wieder getroffen hatte. Vielleicht gab es wirklich so etwas wie ein Schicksal und es war vorher bestimmt, dass sich die beiden immer wieder trafen, egal was sie trennte. Nun hatte er der kleine Hellhound Welpe von Vincent sie wieder zu einander geführt.
Und da sollte doch noch einmal jemand sagen, dass Tiere nicht so etwas wie einen Verstand besaßen. Dieser Hellhound Welpe, war anscheinend sogar ein sehr lebenslustiger und intelligenter dazu. Asmita mochte den kleinen jetzt schon. Er fand es wirklich immer erstaunlich, schon damals, als Vincent immer immer wieder Hellhoundwelpen gezeigt hatte. Und da Klamm nun so oder so schon auf seinem Schoss saß und Streicheleinheiten von ihm genoss, konnte sich Asmita in Ruhe weiter mit Vincent unterhalten. Natürlich war ihm das mit seinem Arm nicht entgangen. Zwar konnte Asmita die Welt nicht mehr so wahrnehmen, wie der Dämon es tat, aber er hatte eine neue Sicht entwickelt, die Dinge sehen zu können. Und die Erklärung lies Asmita leicht den Kopf schief legen. Es war etwas unschönes vorgefallen? Also auch so wie bei ihm. Bei Vincent hatte es seinen Arm getroffen und bei Asmita seine Augen. "Ich kann nicht behaupten, dass es mich freut, was mit deinem Arm passiert ist, schließlich spüre ich wie er wohl aussieht und welchen Grund es dafür gibt, kann ich mir denken. Die Vergangenheit hat wohl nicht nur bei mir ihre Spuren hinterlassen, was?" Ja, seit damals war einiges passiert und Asmita hatte sich verändert. Nicht nur äußerlich sah er anders aus, sondern auch in seinem Inneren hatte sich etwas verändert. Er konnte einfach nicht mehr so warm und glücklich lächeln wie damals, doch in der Nähe seines geliebten Dämons verspürte er das Bedürfnis wieder ein solches Lächeln des Welt zu zeigen.
Asmitas spürte das Vincent die letzte Distanz zwischen den beiden überwand und sich zu ihm kniete. Schon seit mehreren Tagen war Asmita in diesem Tempel gewesen, hatte sich hier mit den Menschen und anderen Wesen angefreundet und hatte ihr oft meditiert um seine Kraft im Gleichgewicht zu halten. Außerdem hatte er sich oft von den Kindern die hier lebten etwas vorlesen lassen, weil sie schließlich wussten, dass er selber keine Bücher mehr lesen konnte. Nein, vergessen das konnten sie beiden wohl nicht. Auch Asmita hatte Vincent nie vergessen können, nein, er hatte Vincent auch nie vergessen wollen. Schließlich liebte er diesen selbst nach 2000 Jahren immer noch aus ganzem Herzen. Das Schicksal war zwar grausam gewesen, aber es war ebenso gütig gewesen, den beiden den Weg zueinander wieder zu zeigen. Als Vincent jedoch für einen Moment verstumme, zog Asmita eine Augenbraue hoch und einen Augenblick später, wusste er auch warum Vincent das Wort unterbrochen hatte. Er hatte den Ring um seinen Hals gesehen, den Verlobungsring der an einer goldenen Kette um seinen Hals hing. "Natürlich habe ich ihn noch. Er ist das einzige wovon ich mich in all den Jahren nicht trennen konnte." Asmita hörte Vincent aufmerksam zu, als er ihm mit gesenkten Kopf erklärte, dass sich von ihm aus fast nichts verändert hatte. Es tat Asmita für den Schwarzhaarige Leid, dass ein Vater verstorben war, denn schließlich wusste der Halbengel wie viel Vincent an seiner Familie lag. Auch, wenn er selber seinen Vater nicht sonderlich ins Herz geschlossen hatte, schließlich war es seine Schuld gewesen, dass die beiden sich 2000 Jahre nicht sehen konnten. Asmita hielt einen Moment inne, ehe er seufzend den Kopf schüttelte und seine Hände ausstreckte und mit beiden Vincents Gesicht umfasste. Nach langer Zeit, war sein Lächeln wieder warm und herzlich und er schenkte dieses Lächeln der einzigen Person, die er geschafft hatte sich in seinem Herzen zu verschanzen. "Es muss dir nicht leid tun. Mir tut Leid, dass was mit deinem Vater passiert ist, schließlich weiß ich wie wichtig dir deine Familie ist. Aber auch von meiner Seite aus hat sich nicht verändert, nicht in 2000 Jahren. Eher noch, denke ich, dass meine Gefühle über die Einsamkeit stärker geworden sind." Asmita war glücklich, Vincent nach so langer Zeit endlich wieder 'sehen' zu dürfen und es machte ihn noch glücklicher, dass sich ihre Gefühle im Laufe der Jahrtausenden nicht verändert hatten.
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Vincent Valentine

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BeitragThema: Re: Tempel   So Apr 15, 2012 12:21 pm

Wenn man Zeit hatte, dann begann man entweder, sie zu verschwenden, oder sie zu nutzen. Vincent hatte wohl beides gemacht, sowohl genutzt als auch verschwendet. Er hatte oft einfach nur stundenlang dagesessen und seine Gedanken schweifen gelassen. Oft waren sie auch zu Asmita gegangen, wobei er immer wieder daran denken musste, dass sein Verlobter ihm aus Gründen genommen worden war, die er nicht recht verstand. Seine Neffen, die Kinder seiner ersten Schwester, hatten genauso das Blut der Valentine-Familie in sich und es waren kräftige Jungs. Doch nur im verfrühten Todesfall und in Notlagen konnte Vincent die Kinder legitim als seine Nachfolger anerkennen und ausbilden. Und keins von beiden bestand wirklich... Vincent konnte das Erbrecht nicht umgehen. Er hätte sich schon damals Asmita als Geliebten nehmen können, sich sogar mit ihm öffentlich sehen lassen. Aber heiraten müsste er eine Frau und er müsste Kinder mit ihr haben. Das Adelsrecht war wirklich strikt in dieser Hinsicht und Vincent wusste genau, er würde Asmita niemals nur zum Geliebten oder Zweitmann haben wollen. Der Halbengel war es, dem die Liebe des Dämonenlords galt und niemandem sonst. Im Gegensatz zu einem Urgroßvater hielt der Valentine nichts von Polyamorie und -gamie, aber warum war das alles so kompliziert? Warum durfte er Asmita nicht heiraten, ohne das Erbrecht zu gefährden? Und warum brachte er als Lord es einfach nicht übers Herz, das Erbrecht zu ändern? Nur, weil sein Vorfahr es eingeführt hatte und seine Vorfahren für ihn heilig waren? Warum tat er es nicht einfach, warum in aller Götter Namen? „Klamm hat sich wohl verdient gemacht... ein kluger Hund. Ohne ihn wären wir vielleicht immer noch getrennt... Es freut mich ebenso. Jede Nacht dein Gesicht zu sehen, ohne es berühren zu können und dich jetzt vor mir sehen zu können und zu wissen, dass du so real bist wie mein Schmerz, selbst mein schwarzes Herz kann sich nichts vorstellen, was ihm mehr zum Gefallen gereiche“ Vielleicht etwas umständlich ausgedrückt, aber es war die Art des Chaosdämons, solche Wortwahl zu nutzen.
Asmita schien ganz genau zu wissen, weshalb Vincents Arm unter der Panzerklaue so schwarz war, warum die für andere unsichtbare Narbe ihm zur fragwürdigen Zierde stand und weshalb die linke Hand ein wenig steifer war als die rechte. Es war schon früher schwer gewesen, etwas vor dem Nephilim zu verbergen, er hatte diese Art gehabt, das Innerste der Leute nach außen zu kehren, nur indem er zuhörte. Und diese Fähigkeit hatte er anscheinend noch gesteigert, noch weiter ausgebaut, trotz, oder gerade wegen fehlenden Augenlichts. Ein wirklich erstaunlicher Mann, mit dem Vincent sich nicht ganz umsonst verlobt hatte. „An uns allen geht die Geschichte nicht spurlos vorbei. Und ich bereue heute, was ich damals tat. Deine Hellsicht scheint mir durch dein fehlendes Augenlicht nicht getrübt zu sein, Asmita, du hast immer noch den klarsten Blick von allen“ Ob seine Augen wohl immer noch so schön blau waren wie damals? Herausfinden würde Vincent das wohl nie, denn der Zauber war wohl kaum bis gar nicht zu brechen. Aber er erinnerte sich an die wunderschönen, strahlenden Augen des Nephilim, die mit dem Himmel um die schönste Farbe wetteiferten. Und die Augen, die er zuletzt gesehen hatte, als er sich mit ihm verlobt hatte. Dieses einmalige Blau, das niemand vergessen konnte, der es einmal gesehen hatte.
Immer noch trug er den Ring von damals... es war ein Einzelstück, so einzigartig wie Asmita selbst und Vincent war gerührt, dass Asmita ihre einstige und so gesehen auch heutige Verbindung nicht vergessen oder aufgegeben hatte. 2000 Jahre, länger sogar, war alles her und dennoch... Asmita hatte die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sie sich eines Tages wiedersehen würden. Und er trug den Ring immer noch. Es hatte Vincent viel Zeit und Gedanken gekostet, bis er Asmita den Antrag hatte machen können und wenn es nach ihm ginge, würde er ihn gleich heiraten. Auf der Stelle. „Dann hattest du die ganze Zeit Hoffnung?“ Er musste es einfach hören. Es war eine Sache, nur zu vermuten. Aber es zu hören und zu wissen, das war eine ganz andere. Asmita bewies auch viel Geduld und Gnade, als Vincent von dem Tod seines Vaters erzählte. Der Halbengel hätte sämtliches Recht auf seiner Seite gehabt, Ashmodai zu hassen, nachdem, was er getan hatte. Und dennoch sprach er sein Beileid aus. Und Vincent spürte seine sanften Hände auf seinem Gesicht, eine Geste, die er niemals wieder erwartet hätte. Dieses Lächeln, dieses Lächeln, für das er morden würde. Gott und Götter, er hatte es vermisst. „Du weißt, ich habe dich nie vergessen können. Ich habe mir immer gewünscht, mein restliches Leben mit dir zu verbringen, dich zu lieben, zu ehren... Asmita, würdest du mich immer noch heiraten wollen?“ Zum Kuckuck mit dem Erbrecht, er würde es umschreiben! Man konnte nicht von ihm verlangen, seine einzige Liebe, sein Herz aufzugeben. Das konnte Vincent nicht. Und wenn er dafür von den Geistern und Seelen seiner Vorfahren heimgesucht wurde, so sei es. Er liebte Asmita und er war sich keiner Schuld bewusst, wenn er seinen Nachfolgern ermöglichte, selbst in Liebe heiraten zu können. Die Reinblütigkeit der Familie war mit seinen Neffen erhalten. „Du bist mein Leben, meine Liebe, meine Seele... Ich habe Fehler gemacht, ich weiß, aber ich will nicht mehr ohne dich ein. Ich kann nicht mehr ohne dich sein. Nicht nach all der Zeit allein... Willst du mich immer noch heiraten?“ Er hoffte so sehr auf eine positive Antwort, er wollte mit Asmita zusammen sein, mit ihm zusammen leben, die Ewigkeit, die ihnen noch blieb, mit ihm verbringen.
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Virgo no Asmita

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BeitragThema: Re: Tempel   Sa Apr 21, 2012 10:45 am

Die Ewigkeit. Sie konnte ein Segen, genauso wie ein Fluch sein. Es gab Menschen, die es anstrebten, durch die Zeit unsterblich zu sein, aber Asmita wusste es besser. Die Unsterblichkeit, war ein Umstand, der einem auch zum Nachteil werden konnte. Egal was man durchmachte, egal wie sehr man sterben wollte, alles wurde schwieriger wenn man durch die Zeit unsterblich war. Sicherlich gibt es viele positive Argumente, die für die Unsterblichkeit sprechen, aber wenn es danach ging, durften sich die Menschen auch nicht mehr so willkürlich vermählen. In jedem Ehegelöbnis heißt es: 'Bis das der Tod euch scheidet'. Für einen Unsterblichen konnte das eine lange Zeit sein. Doch, als Vincent den Halbengel damals gefragt hatte, ob er ihn heiraten wolle, da hatte er aufgehört zu denken und seine Gefühle hatten die Oberhand in seinem Körper bekommen. Bis das der Tod sie schied, soweit wäre es wohl auch gegangen, noch bevor sie überhaupt hätten heiraten können. Aber nicht nur dieser hatte sie trennen können. Auch Vincents Vater hatte die Macht dazu besessen und er hatte sie für über 2000 Jahre getrennt. In dieser, nicht grade kurzen Zeit, hatten sich beide verändert. Sowohl äußerlich, als auch innerlich, doch es gab etwas an ihnen, dass sich kaum verändert hatte und das spürte der Halbengel. Es waren nicht ihre Charakter oder ihre Ansichten. Nein, es waren ihre Gefühle. Sie waren so stark, dass sie selbst 2000 Jahre der Trennung überstanden hatten und so etwas, gab es wirklich nicht oft. "So ist es wohl, wir haben diesem kleinen Hund wohl einiges zu verdanken. Er ist wirklich ein kluger Hund, aber du hattest ja schon immer ein Händchen für deine Hellhound Welpen. Es ist wirklich schön zu sehen, dass du damit nicht aufgehört hast." Immer noch streichte Asmita mit einer Hand über den Rücken des Welpen. Es berührte ihn tief in seinem Inneren, was Vincent sagte. Ja, auch für ihn war es eine Qual gewesen, wenn er Nachts aufgewacht war und ihm wieder schmerzlich bewusst geworden war, dass er alleine war.
Vergangenheit. Gegenwart. Zukunft. Alles hing miteinander zusammen. Die Vergangenheit eines jeden lebt und atmet in Jemandem. Sie macht einen zu dem, der er ist und schickt ihn so in die Gegenwart und schließlich auch in die Zukunft. Niemand kann sagen, was gewesen wäre, wenn damals vielleicht alles anderes geschehen wäre. Vielleicht war es auch einfach gut so, wie es nun war. Man sollte sich nicht zu viele Gedanken über etwas machen, dass in der Vergangenheit geschehen war. Lieber sollte man darauf setzten, was im Hier und Jetzt geschah und das wusste Asmita zu würdigen. Er dankte irgendjemanden dafür, dass man ihm die Chance gab, Vincent wiederzusehen. "Damit bist du nicht alleine. Auch ich bereue, dass ich damals diese Welt verlassen wollte. Ich habe erst später erkannte, dass man auch mit einer so schmerzerfüllten Vergangenheit leben kann." Und dennoch, irgendwo vermisst Asmita es, die Welt mir klaren Augen zu sehen. Er hatte zwar seine eigene Weiße entwickelt etwas zu sehen, doch die vielen Farben, die Natur und auch Vincent konnte er nicht so wie damals sehen. Tief in seinem Inneren tat es ihm immer noch weh, dass er einen seiner Sinne verloren hatte, doch er hatte gelernt mit jenem Schmerz zu leben. Und auch mit dem Schmerz, der unweigerlich mit der Trennung von Vincent kam. Dass er ihn nun wiedersehen konnte, nahm eine Last von ihm, die ihm schon fast gar nicht mehr bewusst gewesen war.
Über viele Jahre hinweg, hatte Asmita nach und nach seinen Besitz aufgegeben. Schon früh hatte er auch sein damaliges zu Hause verlassen, weil die Erinnerungen ihm zu viel geworden waren. Doch, es hatte eine Sache in seinem Leben gegeben, von der er sich nie trennen konnte. Es war der Ring, denn Vincent ihm damals zur Verlobung geschenkt hatte und der noch immer als Beweis seiner Liebe um seinen Hals hing. Er hatte oft versucht ihn einfach zu verkaufen um vergessen zu können, doch schlussendlich hatte er sich nie von diesem Ring trennen können. Genauso wenig wie von seinen Erinnerungen. Denn diese hatten den Mann aus ihm gemacht, der er heute war und für nichts auf der Welt würde er irgendeine Erinnerungen zusammen mit Vincent vergessen wollen. Für Nichts auf der Welt würde er diese Zeit damals vergessen wollen und die Gefühle, die er bis heute noch in sich trug. Ja, er hatte seine Liebe nicht vergessen können und obwohl 2000 Jahre vergangen waren, hatten sich diese nie verändert. "Hoffen ist ein großes Wort, Vincent. Das weißt du ebenso gut wie ich, aber ja, ich hab gehofft dich irgendwann wiederzusehen und diese Hoffnung hat mich am Leben gehalten. Deswegen hatte ich mich nie von diesem Ring trennen können." Schon lange hatte sein Herz nicht mehr in einem so harmonischen Takt geschlagen. Ja, Erinnerungen waren es gewesen, die er nie hatte los lassen wollen, doch Vincent nun wiederzusehen, war etwas, was ihn noch mehr freute, als alles andere auf der Welt. Es war ein unbeschreibliches Gefühl und er spürte nur noch intensiver, dass sich auch das Gefühl der Liebe zu dem Dämon nie verändert hatte. Nun gut, vielleicht war das gelogen. Es hatte sich verändert. Aber nicht in die negative Richtung. Das Gefühl war mit jedem Tag, mit jeder Minute des Varmissens gewachsen, bis es schließlich sein ganzes Herz umklammert hatte und das nun Vincents Vater verstorben war, berührte zwar nicht Asmitas Herz, aber seinen Verstand. Das einzige, was sein Herz berührte, war die Trauer die Vincent umgab. Er hatte seine Familie mehr als alles andere geliebt, und obwohl Asmita keine guten Gefühle gegenüber Vincents Vater hatte, so sprach er dem Schwarzhaarige doch sein Beileid auf, nahm sein Gesicht zwischen seine Hände und lächelte so, wie er es in 2000 Jahren nicht mehr getan hatte. Nein, er würde diese Welt verlassen, wenn er Vincent nur noch einmal verlieren würde. "Ja, dass weiß ich und ich hoffe, dass auch du weißt, dass ich dich nie vergessen konnte. Weder in der Vergangenheit, noch in der Gegenwart..."Doch das, was er schließlich als Frage, aus Vincents Mund hörte, lies sein Herz für einen Moment aussetzten. Diese Frage hatte er erst einmal in seinem Leben gehört und damals war er überglücklich gewesen. Auch jetzt war er es und vielleicht war das auch der Grund, weswegen er nicht merkte, wie sich zeitweise sein Siegel löste. Nur aus Gewohnheit lies er seine Augen geschlossen, doch auch so spürte er, wie ihm Tränen in die Augen stiegen. Wie oft hatte er einfach davon geträumt, seinen Geliebten wieder zu treffen? Wie oft war er Nachts wach geworden, mit der Enttäuschung und der Frage, ob es sich für ihn überhaupt noch lohnte, zu leben? Doch all diese quälenden Nächte, die er wach gelegen hatte und sich über sein Leben Gedanken gemacht hatte, verflogen in Nichts als er die weiteren Worte des Dämons vernahm. Er wusste, warum er damals sein Herz an den Schwarzhaarigen verloren hatte. Und nun, konnte er einfach nichts anders, als Vincent um den Hals zu fallen. Seine Stimme war leise, als er es endlich schaffte, etwas zu sagen. "Du hast Fehler gemacht, aber ich auch. Ich würde dich immer noch unheimlich gerne heiraten." Und mit diesem Satz, öffnete der Halbengel seine blauen Augen und schaute das erste mal durch den Ausgang des Tempels.
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Vincent Valentine

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BeitragThema: Re: Tempel   So Apr 29, 2012 9:34 am

Unsterbliche dachten anders als die Wesen, deren Zeit irgendwann verging, wenn ihre Zeit gekommen war. So viel hatte Vincent schon mitbekommen, er galt unter seinesgleichen als ein großer Menschenfreund, auch andere Rassen waren bei ihm gerne willkommen. Zum einen lag es an seiner natürlichen Neugier, er versuchte in den meisten Fällen so viel zu lernen, wie möglich war. Seiner Meinung nach war Wissen Macht und je mehr er über andere wusste, desto schneller konnte er in bestimmten Situationen reagieren. Nur Asmita... der uralte Nephilim war ihm bis heute in vielen Dingen ein Rätsel. Er hatte Jahre seines Lebens mit ihm verbracht, kein Tag davon war verschwendet gewesen. Und manchmal waren ihm die Tage wie im Flug vorgekommen, wenn er sie bei dem schönen Halbengel verbracht hatte. Asmita war der beste Beweis dafür, dass ein Mann ebenso schön sein konnte wie eine Frau, der Blonde überstrahlte mit seiner bloßen Anwesenheit jede Person im Raum. Wie könnte man jemanden wie ihn auch vergessen? Es gab sicher einige, die von Asmita fasziniert werden, doch Vincents Gefühle für ihn waren viel mehr als nur Faszination, um kein Stückchen waren sie gesunken über die Jahre. Das konnte nicht jeder von sich behaupten – Vincent durchaus. „Danke. Und wie könnte ich damit aufhören, meine Hunde haben mir durch schwierige Zeiten geholfen und ich könnte sie um nichts in der Welt einfach aufgeben. Vielleicht war Klamm einfach nur neugierig, aber... ich habe ihm wirklich viel zu verdanken. Ohne ihn wäre ich wohl einfach weitergegangen“ Stimmt, wäre er dem Welpen nicht hinterhergelaufen, hätte er Asmita vielleicht nie wieder gesehen.
Wenn ein Unsterblicher nach einem gewissen Lebensalter eins verstand, dann die Kunst, die Vergangenheit zu verstehen, die Gegenwart zu leben und die Zukunft vorherzusehen. Auch wenn sie nie festgeschrieben war, mitunter erkannte man nicht mal, was innerhalb der nächsten zehn Minuten geschehen würde. Schnell konnte man falsch liegen. Hatte das Schicksal dem Dämon doch gerade erst bewiesen, dass es auch völlig anders konnte, als man erwartete. Aber dass auch Asmita mit seinem Leben hatte abschließen wollen, hätte er nicht gedacht. „Leben... man kann überleben. Aber sei ehrlich, Asmita, was ist es für ein Leben, wenn man die verliert, die einem am Herzen liegen? Wenn man von dem weggerissen wird, den man liebt? Ich habe jede Nacht Schmerz und Trauer gelitten, weil du mir gefehlt hast“ Niemandem gegenüber war Vincent so ehrlich und offen wie bei Asmita. Selbst Hochlord Damian, ein sehr guter Freund seiner Familie, wusste nur so viel über ihn, weil er die Fähigkeit hatte, in die Vergangenheit zu sehen. Gut, dann wusste er vielleicht, was Vincent getan hatte. Aber wirklich wissen, wie er fühlte, das wussten nur wenige. Asmita war einer von den wenigen – sein Verlobter, er hatte den Bund zwischen ihnen nie gelöst und er würde ihn auch nie lösen. Aber eine Zeitlang hatte er nicht geglaubt, Asmita je wieder zu sehen und sein Versprechen ihm gegenüber wahr zu machen. Und dennoch hatte der Halbengel immer noch seinen Ring um den Hals hängen. Vor 2000 Jahren hatte er ihm diesen Ring geschenkt und sich mit ihm verlobt, nach all der Zeit... Vincent musste sich sehr beherrschen, um nicht plötzlich in Tränen auszubrechen, er hatte zuletzt geweint, als sein Vater vor zwei Tagen ermordet worden war. Und es war kein Anlass, um zu weinen, es war ein Anlass, um sich zu freuen. Er hatte Asmita wiedergefunden und dessen Gefühle für ihn hatten sich offenbar kein bisschen verändert. Und wenn, dann nicht in die negative Richtung. Eher noch ins Positivum. Der Schwarzhaarige wusste gar nicht mehr, was er darauf noch sagen sollte.
Er wusste allerdings nicht, ob das immer noch hieß, dass Asmita ihn würde heiraten wollen. Das Erbrecht war ihm gerade vollkommen egal, er wollte Asmita an seiner Seite und niemanden sonst. Und er als Lord hatte die gottverdammte Möglichkeit dazu, das Erbrecht umzuschreiben. Bisher hatte er es aus Respekt vor seinen Vorfahren und seinem Vater gelassen. Aber was war respektlos daran, seinem Herz zu folgen? Er hatte viel zu lange einfach nur eingesteckt und es hingenommen, wie es war. Jetzt wollte er endlich tun, was er wollte und er konnte es. Sicher, es würde seine Zeit dauern, bis er wirklich den Tod seines Vaters und den seiner Mutter verkraften konnte. Aber dann... Und Asmita fiel ihm um den Hals und sagte ihm das, was ihn einfach nur dazu veranlasste, die Umarmung zu erwidern und den Blonden an sich zu drücken. Asmita wollte ihn immer noch heiraten! Wann war er glücklicher gewesen? Doch nur an dem Tag, an dem Asmita ihm das erste Mal sein Ja-Wort gegeben hatte. Und er genoss es, Asmita wieder im Arm halten zu können, auch wenn Klamm zwischen ihnen quietschte, weil ihn niemand mehr beachtete. Erst nach einer Weile löste Vincent die Umarmung und.. sah direkt in die wunderschön blauen Augen des Halbengels. Ein Blau schöner als der Himmel und immer noch so wunderbar, wie dereinst. „Deine Augen...“ Das Siegel musste sich aus irgendeinem Grund gelöst haben. „Sie sind immer noch so schön wie früher...“ Er hatte sich wirklich kaum verändert... Vincent neigte sich nach vorn und küsste den Blonden, nach tausenden von Jahren konnte er ihn endlich wieder küssen. Und er genoss es, wie er es lange nicht hatte genießen können.
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BeitragThema: Re: Tempel   Do Mai 03, 2012 7:52 am

Zeit war etwas, dass die Menschen versuchten mit Händen und Füßen festzuhalten, doch nur jene, die nicht mehr an die Zeit gebunden sind, wissen was für ein Fluch diese Ungebundenheit sein kann. Die Zeit bleibt nicht stehen, egal was geschieht. Das Leben hält für jene die offenen Herzens durch die Welt gehen, ein Wunder bereit. Doch nur jene, die anderen auch erlauben, die Macht zu übernehmen, die es ihnen erlaubt, einen selber zu verletzten, wissen dieses Wunder Namens Liebe zu schätzen. Viele Personen empfangen diese Liebe, doch merken es nicht, weil ihr Herz und ihr Verstand von jeglichen Gefühlen abgetrennt ist. Eine Person, die nie fühlen durfte, was es heißt geliebt geworden zu sein, weiß nicht, was es heißt zu leben. Vielleicht ist das die Lektion die jeder auf diesem Planeten lernen sollte. Man sollte lernen zu lieben und geliebt zu werden, denn dann kann das Leben erst richtig anfangen. Der Anfang von Allem jedoch kann oft schwer und steinig sein und manche legen einem sicherlich Hindernisse in den Weg, aber man darf nie die Hoffnung verlieren. Denn das ist der größte Fehler den man machen kann. Auch Asmita hatte einst keine Hoffnung mehr verspürt. So viele Jahre seines Lebens hatte er zusammen mit der Person verbracht, die er aus der Tiefe seines Herzens liebte. So oft hatte er der Welt ein Lächeln gezeigt, zu dem er nun schon fast nicht mehr in der Lage war. Es war ein Lächeln gewesen, dass all seine Freude zu Tage treten ließ. Der blonde Nephilim, der lange Zeit seinen Weg alleine gegangen war, hatte jemanden gefunden, mit dem er alles teilen konnte. Trauer. Liebe. Freude. Schmerz. Egal was es war. Vincent stand immer an seiner Seite und als sein Vater die beiden getrennt hatte, war für den blonden Nephilim eine Welt in tausend Glasscherben zersprungen. Nichts war schmerzhafter, als gewaltsam von der Person getrennt zu werden, mit der man sein restliches Leben hatte verbringen wollten. Zu gut kannte Asmita diesen Schmerz und niemanden, nicht mal seinem schlimmsten Feind wünschte er eine solche Erfahrung. Es war die schmerzhafteste Erinnerung, die Asmita in seinem Herzen trug, und der Versuch, diese Welt zu verlassen zeugte von diesem Schmerz. Ja, es stimme das Asmita nicht mehr an die Zeit gebunden war, aber er hatte ohne Vincent einfach keinen Sinn mehr gesehen, weiter auf dieser Welt zu verweilen. Was sollte er hier, wenn er dazu verdammt war, auf ewig von seinem Geliebten getrennt zu sein? Und als er die Entscheidung traf, diese Welt zu verlassen, nahm man ihm nicht sein Leben, sondern sein Augenlicht und ein Teil seiner Macht und das Gefühl, nicht mehr leben zu wollen, wurde weiterhin geschnürt. Doch Asmita lernte mit diesem Schmerz zu leben, lernte ohne sein Augenlicht zu leben und wuchs an seinen Erinnerungen. Er veränderte sich, vielleicht nicht grade äußerlich, doch seine Persönlichkeit wendete sich um 180 Grad. Er lächelte weniger, stellte vieles in Frage und konnte nicht einmal mehr die einst so wunderschöne Natur genießen. Doch, dieses Leben, mehr oder weniger weiterzuleben, hatte sich im Endeffekt gelohnt. Nun saß er hier und durfte Vincents nur allzu vertraute Aura um sich spüren. Durfte seine Stimme hören und sich nach 2000 Jahren wieder mit ihm unterhalten. „Vielleicht war es einfach nur die Neugierde die ihn hier her lockte, aber auch ich habe ihm wirklich viel zu verdanken. Ich habe doch immer gehofft dich eines Tages wiederzusehen und nun sitzen wir hier und können uns nach 2 Jahrtausenden wieder unterhalten. Vielleicht mag ich mich verändert haben, wenn auch nicht äußerlich, aber meine Gefühle könnten sich mit keiner Stunde dieser Welt verändern. Ich hoffe, du weißt das, Vincent.“ Die Zeit hatte einen anderen Nephilim aus Asmita gemacht. Er dachte über vieles nach, was für andere vielleicht unsinnig erschien oder einfach keinen Sinn machte, aber so versuchte er auch seine Erinnerungen in Schach zu halten. Die Vergangenheit formte eine Person, erschuf wunderschöne und schreckliche Erinnerungen und ließ einen nie wieder los. Die Gegenwart war das, was man lebte. Man lebte jede Sekunde die Gegenwart. Nie konnte man sich in der Vergangenheit oder in der Zukunft aufhalten. Und die Zukunft war das, was sich jede Person ausmalte. Wunderschöne Visionen, die sich jedoch von einer auf die andere Sekunden ändern konnten. Vor fast 2 Jahrtausenden war Asmita glücklich gewesen. Er war zusammen mit Vincent glücklich gewesen und er hatte sich keine solch schreckliche Zukunft ausmalen können. Nicht einmal in seinen schlimmsten Alpträumen, doch das, was er sich nie zu träumen gewagt hatte, war zur Wahrheit geworden. Man hatte die beiden getrennt. Durch Gewalt hatte man sie auseinandergebracht und diese Tat hatte dafür gesorgt, dass sowohl der blonde Nephilim als auch der schwarzhaarige Dämon mit dem Leben hatten abschließen wollen. Doch wenigstens dann hätten sie sich wiedersehen können. Das alles nun ganz anders gekommen war, dagegen hatte Asmita nichts einzuwenden. Er war zum ersten Mal seit 2000 Jahren wieder glücklich. Wie konnte er auch etwas anderes als Glück verspüren, wenn er doch endlich seinen Verlobten wieder sehen durfte? Obwohl, doch ein weiteres Gefühl breitete sich in seiner Brust aus. Mit jedem Schlag seines Herzens wurde es stärker. Schmerz. Über das was geschehen war, über das was er hatte vergessen wollen und über den Schmerz, den Vincent hatte erleiden müssen. Nie hatte er gewollt, dass der Dunkelhaarige irgendwelche Schmerzen erleiden musste. Immer hatte er seinem geliebten Dämon nur das Beste gewünscht. Und selbst wenn er selber nicht das Beste für ihn gewesen wäre, hätte er ihm nur gewünscht, dass er in seinem Leben glücklich war. Denn Vincent war ihm mehr wert, als sein eigenes Leben. „Du weißt, ich bin immer ehrlich zu dir, Vincent. Ich könnte dich niemals auf der Welt belügen. Dieses Leben… ist schmerzhaft. Nie zuvor hatte ich so viel Schmerz gefühlt, als in dem Augenblick, als mir bewusst war, dass ich dich vielleicht für immer verloren hatte. So etwas will ich nie wieder spüren. Ich konnte nicht leben, deswegen wollte ich diese Welt verlassen, doch selbst das war mir verwehrt gewesen. Nun bin ich hier und glücklich darüber, noch zu leben. Glücklich darüber, dass mein Wunsch erhört wurde.“ Und wieder lächelte der blonde Nephilim, wie er es schon so lange Zeit nicht mehr getan hatte. Endlich hatte er wieder einen Grund zum lächeln. Wie könnte er auch nicht lächeln, jetzt wo er wieder mit seinem verlobten vereint war? Zwar hatte Asmita den Ring nicht mehr an seinem Finger tragen können, aber sich von ihm trennen hatte der Halbengel auch nie gekonnt. Wenn er ihn jeden Tag aufs Neue an seiner Hand gesehen hätte, wäre jeder Tag mit einem stechenden Schmerz in der Brust begonnen. Deswegen hatte er ihn an einer goldene Kette um seinen Hals hängen. Dort konnte er ihn spüren, aber nicht sehen. Er wusste, dass er da war, wurde aber auch nicht ständig wieder dran erinnert. Und nun fragte Vincent ihn tatsächlich ober er ihn immer noch heiraten wollen würde. Diese Frage, war die einzige Frage, über die Asmita keine Sekunden nachdenken musste. Er musste nicht 2 Tage meditieren um die Antwort zu wissen, denn er wusste was sein Herz und seine Gefühle ihm sagten. Er liebte diesen Dämon immer noch und immer noch wollte er für sein restliches Leben an seiner Seite sein. Und das war auch der Grund, weswegen er ihm als Antwort auch einfach um den Hals gefallen war. Er hatte in Vincents Gegenwart noch nie Kontrolle über seine Gefühle gehabt und er würde auch sicherlich nicht jetzt damit anfangen, eben das zu lernen. Der blonde Nephilim spürte wie Vincent ihn an sich drückte und auch hörte er das Quietschen des kleinen Hundes, aber das war ihm egal. So gern er Tiere hatte, im Augenblick wollte er nur Vincents Nähe spüren. Und was für einen Grund es auch gab, dass Siegel, dass seine Augen bis zum jetzigen Augenblick verschlossen gehalten hatte, löste sich und nach 2 Jahrtausenden konnte der blonde Mann das erste Mal wieder seine Augen öffnen. Und als Vincent die Umarmung schließlich löste, durfte Asmita nach 2 Jahrtausenden auch endlich wieder seinen Verlobten ansehen. Ja, er hatte sich verändert, aber das war unwichtig. Das einzige was zählte, war das sie sich wiedergefunden hatten. Vielleicht hatte sich das Schicksal doch nicht gegen sie verschworen. Vielleicht, würden sie nun wieder glücklich werden. Wer wusste das schon? Und als er die Lippen des Dunkelhaarigen auf den seinen spürte, war er so entspannt wie schon lange nicht mehr. Er genoss diese wunderbare Wärme zwischen ihnen. Er war so überglücklich, dass er nicht einmal wusste, was er noch hätte sagen können, außer… Ich liebe dich einfach über alles… Ich liebe dich mehr als mein Leben, ich hoffe du weißt das…
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BeitragThema: Re: Tempel   Di Jun 05, 2012 3:24 am

Manchmal war Neugierde eben doch eine Zierde. Die Neugierde erlaubte es Vincent auch, seine Hellhounds richtig zu erziehen, zu dressieren und sie auszubilden. Denn die Welpen reagierten gut auf gewisse Reize, weil sie neugierig waren, was sich dahinter verbarg. Und auch wenn viele aussahen, wie eine Mischung aus Drache und Hund, sie waren so niedlich und neugierig wie normale Welpen. Und wenn man ein bisschen Fingerspitzengefühl hatte, konnte an einen Welpen auch zu einem guten und gesunden Wach-, Kampf- oder Jagdhund erziehen. Vincent war für seine Hellhounds bekannt und stolz darauf. Er hatte auch früher immer wieder Asmita seine Hunde gezeigt und jetzt war es die Neugier eines seiner Welpen gewesen, die ihn hierher gebracht und wieder mit Asmita vereint hatte. Auch wenn eine deutlich spürbare Veränderung in dem Halbengel durchgegangen war, Asmita war immer noch so schön wie eh und je, äußerlich wie innerlich. Und Vincent war von Veränderungen nicht verschont geblieben. „Ich hatte gehofft, dass es so ist, sagen wir es so. Zweitausend Jahre sind für unsereins keine Ewigkeit aber eine Unendlichkeit kann es werden... Es hat mir das Herz zerrissen, von dir getrennt zu sein. Nicht zu wissen, wie es dir geht und was du gerade tust. Und vor allem nicht zu wissen, ob du immer noch so fühlst wie ich für dich. Die Ungewissheit zerfrisst einen regelrecht und es hat mich über die Jahre zerfressen“ Er war seelisch nicht mehr der Dämon, der er vorher gewesen war. Er war sicher auch erwachsen geworden über die Jahre und Jahrhunderte, aber der Preis dafür war gewesen, dass er sich von Asmita, seinem geliebten Asmita hatte trennen müssen. Es hatte eine Zeit gegeben, da hatte er sich von der Leere in seiner Seele und seinem Herzen mitreißen lassen wollen. Noch heute saß er mitunter nur da und starrte in den Himmel. Er war schon immer sehr melancholisch gewesen, einmal hätte es ihn fast das Leben gekostet. Jetzt hatte er sich immerhin so weit gefangen, dass er weiterleben wollte. Und jetzt, besonders jetzt, da er Asmita wieder gefunden hatte, wieder mit ihm sprechen und ihn wieder uneingeschränkt lieben durfte, welchen Grund hätte es noch gebraucht, um zu leben?
Er wollte leben, auch wenn es viele schmerzhafte Erinnerungen für ihn gab. Und alle kreisten im Prinzip um ein zentrales Thema: den schönen Nephilim. Sein Vater hatte wegen der Erbfolge verhindert, dass die beiden sich sahen. Jetzt war sein Vater tot und der Bann damit gebrochen. Er hatte Asmita wieder. Und auch, wenn die Umstände mehr als unglücklich waren, es steckte ein Körnchen Glück in diesen Vorfällen. Vincent war jetzt der Lord und er war damit das Oberhaupt der Familie. Und wenn er mit Asmita zusammenleben wollte, dann war das seine Sache. Allerdings konnte er den Worten des Blonden nur zustimmen, sie hatten beide Schmerzen in ihrem Leben erlitten. Schmerzen, die Vincent seinem ärgsten Feind nicht wünschen wollte. Und Asmita hatte sich ebenfalls das Leben nehmen wollen. Eine Tatsache, die ihn doch ein bisschen überraschte... andererseits war es ihm nicht anders gegangen. Ein schwarzer Unterarm und eine breite, verhornte Narbe an demselben zeugten noch von seinem Selbstmordversuch. „Wir haben beide überlebt, Asmita und es hat beides seinen Grund gehabt. Das Schicksal geht manchmal eigenartige und verschlungene Wege, aber letztlich scheint alles seinen Grund zu haben... ich bin froh, dass du überlebt hast. Dass wir beide überlebt haben. Es wird nicht wieder so etwas wie damals passieren, das kann ich dir versprechen...“ Mit ihrer Hochzeit konnte Vincent wirklich versprechen, dass Asmita niemals wieder auf Dauer von ihm getrennt leben musste. Er würde ihm die Welt schenken, wenn es nötig sein würde, er würde ihm alles schenken, was er wollte. Für Asmita hätte er sogar auf sein Erbrecht verzichtet, wenn es jemals dazu gekommen wäre. Und dass der Halbengel ihn immer noch heiraten wollte, seine Umarmung und seinen Kuss erwiderte, in diesem Moment hätte die Welt untergehen können, der zweite große Krieg hätte ausbrechen können, Vincent hätte seinen Geliebten weiter in den Armen gehalten. Er brauchte ihn, wie er die Luft und seine tägliche Portion rohes Fleisch brauchte. Und ihn endlich wieder halten zu können, das würde für nichts in der Welt wieder hergeben. Dennoch löste er den Kuss nach einer kleinen Weile wieder. „Es gibt nichts, was ich mir mehr wünschen könnte, als dich zu heiraten und mein restliches Leben, wenn nötig bis in alle Ewigkeit mit dir zu verbringen. Glaub mir Asmita, es hat mich damals tief getroffen, dich verloren zu wissen. Und umso glücklicher bin ich, dich wieder gefunden zu haben. Ich verspreche dir eins, nämlich die Hochzeit die du verdienst, sobald es möglich ist“ Es gab leider vorher noch einiges zu erledigen und er würde die nächsten Tage leider noch einen Valentine beerdigen müssen... Doch heiraten wollte er Asmita, sobald das Erbrecht umgeschrieben war.
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